echochrome - Vorschau, Geschicklichkeit, Sony PSP, PlayStation 3 PSN - 4Players.de

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Puzzlegames
Entwickler: Sony Japan
Publisher: Sony
Release:
kein Termin
10.06.2011
Spielinfo Bilder Videos
"Aus den Augen, aus dem Sinn." So wenig diese Formel zur dauerhaften Konfliktbewältigung geeignet ist, so zuverlässig kann sie gegenwärtige Probleme verschwinden lassen. Probleme wie Fallgruben, unerwünschte Sprungbretter oder unüberwindbare Abgründe. Denn was ihr in Echochrome nicht seht, existiert nicht.

Versteckspiele

Es geschieht selten, dass unsere bunte Spieleindustrie die Einfachheit so konsequent zelebriert wie es Echochrome versucht: einfache Bleistiftstriche verleihen einer Kulisse Tiefe, in der sich emotionslose Holzmarionetten zu klassischer Musik auf geraden Bahnen bewegen. Echochrome wirkt wie Urlaub von adrenalinreichen Showdowns, stressigen Rennrunden und ständigen Levelaufstiegen. Es ist die Pausetaste des hektischen Zockeralltags;

Die "Marionetten" laufen selbstständig - ihr müsst ihnen lediglich den Weg zeigen.
wer sie drückt, landet in einer faszinierenden Welt zwischen Gedankenspiel und Puzzle-Game.

Doch was ist faszinierend daran, eine schwarz/weiße Holzmarionette über ebenso farblose Stege und Treppen zu leiten, damit die Figur einen Schatten ihrer selbst, ihr so genanntes Echo, erreicht? Schließlich läuft die Figur lediglich auf vorgefertigten Bahnen. Ihr baut keine neuen Wege, betätigt keine Schalter, erledigt keine Monster, absolviert keine Minispiele. Ihr lasst die Figur lediglich innehalten oder schneller laufen - und dreht die Kamera in alle Richtungen. Denn auf genau diese Art "baut" ihr neue Wege, ohne den bestehenden ein einziges Teil hinzuzufügen: Ihr verdeckt ein Hindernis, indem ihr den Blickwinkel so ändert, dass es von einem anderen Element verdeckt wird - in der Welt von Echochrome gibt es dieses Hindernis jetzt nicht mehr und die Marionette läuft hinter dem Element entlang, als hätte es das Hindernis nie gegeben. Oder ihr dreht die Perspektive so, dass zwei Sackgassen scheinbar direkt aneinander anschließen - schon läuft die Figur über den zusammenhängenden Pfad. Die verblüffende optische Täuschung als oberstes Prinzip: Das ist die Faszination Echochrome! Die Lösung aller Aufgaben klingt damit ausgesprochen banal. Denn man orientiert lediglich die Stege und Treppen so neben- oder übereinander, dass sich neue Wege ergeben, die zum Ziel führen. Durch schwarze Kreise fällt das alter Ego außerdem hindurch, weiße Kreise wirken als Sprungbrett - die Marionette landet auf dem obersten Steg, der sich unter dem 
Was ist Echochrome? Das Einführungsvideo erklärt euch zumindest die Grundlagen.
Zenit des Sprungs befindet.

Verdrehte Weltanschauung

Doch was einfach klingt, löst sich selbst ohne Zeitbegrenzung weitaus kniffliger. Erstens könnt ihr die Kamera nur innerhalb eines gewissen Toleranzbereichs drehen, so dass ihr nicht jede Kante an jeden beliebigen Steg führen könnt. Zweitens sind die Levels so vertrackt aufgebaut, dass die Lösung schon wegen der zahlreichen möglichen Wege nicht sofort ins Auge springt. Und drittens funktioniert das Zusammenlegen der Stege leider nicht immer dort, wo man es vermutet. Hinzu kommen Situationen, in denen die Stege der Darstellung nach einen Weg ergeben sollten, die Figur aber trotzdem nicht über die längst unsichtbaren Kanten läuft. Ob das ein dauerhaftes Ärgernis ist oder nur für gelegentliches Stirnrunzeln sorgt, muss das ausführliche Testknobeln zeigen. Schließlich gibt es nicht nur eine Hand voll Levels, die man mal eben nacheinander oder in zufälliger Reihenfolge löst: Echochrome besteht aus über 50 Abschnitten, und wer will, bastelt sich seine eigenen.
Schon kniffliger: Spätere Levels fordern vertrackte Gedankenspiele heraus.
Weil die Richtungstasten das gewählte Bauteil je nach Blickwinkel in eine andere Richtung verschieben, wird das Erstellen umfangreicher Levels zwar zur Sisyphosarbeit. Dafür tauschen PS3-Besitzer ihre Werke über das PlayStation Netzwerk untereinander aus, während sich PSP-Minimalisten immerhin mit einem nahen Gleichgesinnten per WiFi kurzschließen.

Und das ist nicht der einzige Unterschied zwischen den beiden Versionen. Denn zum einen liegen den Fassungen unterschiedliche Herausforderungen bei und zum anderen werdet ihr mit der Konsole in 38x38 Feldern großen Levels rätseln, wohingegen die Handheld-Abschnitte nur knapp halb so groß ausfallen. Lasst euch davon aber nicht abschrecken: Eure grauen Zellen werden auch auf den höchstens 18x18 Feldern großen Knobelwiesen hellrot glühen. Bleibt die Frage, weshalb die japanische PSP-Version nicht nur den Spielmodus der PS3, sondern zwei weitere Varianten bietet: Anstatt nur euren Weg zum jeweils nächsten Echo zu finden, müsst ihr in dieser auch an schwarzen Marionetten vorbei, die euch bei Berührung zum letzten Checkpunkt verbannen oder ihr erhaltet die Aufgabe, vier der wandernden Figuren zueinander zu führen. Ob es diese Modi auch hierzulande geben wird? In der PS3-Vorschauversion sind sie jedenfalls nicht enthalten...

    
 

AUSBLICK



Was ist Echochrome? Die Frage lässt sich selbst nach einem kurzen Anspielen nicht endgültig beantworten. Auf jeden Fall ist es die faszinierendste Idee seit Segas Crush! Es sind aber nicht nur die ungewöhnlichen Gedankenspiele, zu denen das Spiel auffordert, es ist auch die minimalistische Inszenierung: Die klassisch untermalte Monochronie stellt den erwachsenen Kontrapunkt zum gewöhnlichen bunten Rätseleinerlei. Aber ist die Konzeptstudie auf lange Zeit so interessant, dass sie mich immer wieder in ihre Welt zieht? Schließlich gibt es nichts zu gewinnen, nichts zu verlieren. Man darf sich lediglich im kühlen Echochrome verlieren. Aber für wie lange?

Ersteindruck:
gut


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Kommentare

andreasg schrieb am
Kreatives Spiel ja, aber mit der Grafik wäre es auch auf der PS 1 möglich, für sowas brauchste doch keine PS 3...
BenB92 schrieb am
@ No Cars Go:
Sonst gehts dir gut?^^
No Cars Go schrieb am
man kann doch kein spiel spielen, in dem man nicht in irgendeiner form töten muss o.O
SalBei schrieb am
Fand die Demo auch sehr genial gemacht. Im Store ist es für 9,99? zu bekommen.
schrieb am

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