Call of Duty: Ghosts - gc-Vorschau, Shooter, PC, Xbox One, PlayStation 4 - 4Players.de

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Call of Duty: Ghosts (Shooter) von Activision
Call of Duty: Ghosts
Military-Shooter
Entwickler: Infinity Ward
Publisher: Activision
Release:
05.11.2013
05.11.2013
05.11.2013
08.11.2013
05.11.2013
15.11.2013
Spielinfo Bilder Videos


Video
Der neue Modus "Blitz" wirkt ein bisschen wie CTF auf Speed.
Erst die revolutionäre Fisch-KI, dann ein Schäferhund als Emotionsverstärker, der nach der Ankündigung von Call of Duty: Ghosts schnell als Steilvorlage wahrgenommen wurde, sich über den jüngsten Ableger der Reihe lustig zu machen. Auf der gamescom blieb der Hund in seinem Zwinger, konzentrierte sich Activision in Köln doch auf die Mehrspielermodi und wie man gedenkt, sich gegenüber der Battlefield-Konkurrenz zu behaupten...

Rein oberflächlich betrachtet ist man gegen DICE chancenlos: Zwar hat die neue Grafikengine für die nächste Konsolengeneration selbstverständlich mehr unter der Haube als auf 360 und PS3, aber die Qualität eines Battlefield 4 liegt für die Entwickler von Infinity Ward & Co mit Ghosts in weiter Ferne. Also konzentriert man sich lieber auf die inneren Werte, stellt neue Modi vor und schraubt weiter an inhaltlichen Details, um die Mehrspieler-Gefechte noch unterhaltsamer zu gestalten.

Squad-Syste,Das neue Squad-System erlaubt es auch, die selbst erstellten Kameraden als KI-Unterstützung mit in die Schlacht zu nehmen.
Zum einen soll dies durch die erweiterten Anpassungsoptionen erreicht werden: Man darf nicht nur erstmals einen weiblichen Soldaten erstellen, sondern auch vom Gesicht über Helme und Uniformen bis hin zu Handschuhen sowie Stiefeln das Aussehen des Charakters nach den eigenen Wünschen anpassen – mit über 20.000 Kombinationsmöglichkeiten sollte für jeden etwas dabei sein. In den Lobbys erhält man entsprechend nicht nur Einblicke in die Statistiken der Teilnehmer, sondern auch die Gestaltung der Figuren näher betrachten. Und dann wäre da noch das überarbeitete Squad-System: Bis zu zehn Charaktere lassen sich anlegen und in Teams von bis zu sechs Teilnehmern gruppieren. Dabei sollte man darauf achten, sie möglichst unterschiedlich auszurüsten und hoch zu leveln, um Zugriff auf eine breit gefächerte Auswahl an Spezialisten zu haben. Warum das sinnvoll ist? Weil man nicht nur selbst die aktive Kontrolle über Squad-Mitglieder übernehmen, sondern sie sich auch als Unterstützung zur Seite stellen kann. In diesem Fall wird der Kamerad von der KI gesteuert und passt sein Verhalten der Ausrüstung an, sprich: Findet sich ein Scharfschützengewehr in seinem Arsenal, wird er eher im Hintergrund agieren, mit der Schrotflinte dagegen die direkte Konfrontation suchen. Oder er greift zur neuen Marksman Rifle, einer neuen Waffenklasse, die zwischen einem Sturm- und Snipergewehr angesiedelt ist. Ebenfalls neu im Arsenal: Die Kanister-Bombe, einen mit Chemikalien gefüllten Kanister, der bereits kurz nach dem Wurf explodiert und eine ähnliche Wirkung entfacht wie C4. Die 9-Bang-Granate entfesselt man dagegen ein echtes Feuerwerk an Sprengsätzen. Wer will, kann sogar mit seinem kompletten Sechser-Team auf die Pirsch gehen und es mit anderen Offline-Squads aufnehmen – etwa vergleichbar mit der Terroristenjagd aus Rainbow Six: Vegas mit Bot-Unterstützung.

Die neue Grafikengine rendert zwar sehenswerte Kulissen, doch Battlefield 4 ist den Ghosts weit voraus.
Die neue Grafikengine rendert zwar sehenswerte Kulissen, doch Battlefield 4 ist den Ghosts weit voraus.
Das überarbeitete Perk-System erlaubt jetzt mehr Freiheiten, ob man seine Schwerpunkte lieber auf die Fähigkeiten oder Waffenpower setzt. War die Auswahl früher auf ein Perk pro Kategorie beschränkt, kommt neuerdings ein Punktesystem zum Einsatz, bei dem man selbst entscheidet, ob man lieber bis zu acht schwächere Fähigkeiten in Kombination nutzt, sich auf wenige, aber starke Perks konzentriert, oder die Slots lieber für das Mitführen weiterer Waffen zur Verfügung stellt. Bleibt zu hoffen, dass die Entwickler angesichts der vielen Kombinationsmöglichkeiten nicht die Balance aus den Augen verliert.    

Für die gamescom hatte Activision auch ein paar neue Modi im Gepäck – allen voran der Blitz-Modus, bei dem das Ziel darin besteht, als Angreifer möglichst schnell ein Portal zu erreichen, um sich zu einem anderen Teil der Karte zu beamen, vergleichbar mit einem Capture-the-Flag auf Speed. Search and Rescue funktioniert dagegen ähnlich wie Search and Destroy – mit dem Unterschied, dass man bei dieser Variante gefallene Kameraden wiederbeleben kann. Lustig ist der neuen Modus Cranked, der gewisse Parallelen zum durchgeknallten Film Crank aufweist: Hier kann man nur dann überleben, wenn man nach dem ersten Kill in einem knappen Zeitfenster von 30 Sekunden den nächsten erwischt. Schafft man es nicht rechtzeitig, explodiert man selbst.

Flott, actionreich
Ballereien auf kurze Distanz stehen weiterhin auf der Tagesordnung.
Die Killstreaks aus Modern Warfare 3 feiern ein Comeback und so hat man auch hier wieder Zugriff auf diverse Spezialaktionen, wenn man als Assault, Support oder Spezialist mehrere Gegner am Stück erledigt ohne selbst in die ewigen Jagdgründe geschickt zu werden. Dazu gehören u.a. erweiterte Radaroptionen, die Anforderung von Dronen oder man darf Ziele mit einem Laser markieren, die anschließend mit einem Raketenhagel eingedeckt werden. Ganz ohne Hund geht es dann auch hier nicht, denn als Assault kann man im Rahmen der Killstreaks auch einen aggressiven Wachhund auf die Widersacher hetzen. Und da die Vierbeiner treue Gefährten sind, rächen sie sich sogar an dem Mörder, der ihr Herrchen auf dem Gewissen hat.

Die Spielmechanik wird leicht erweitert: Zum einen darf man aus dem Lauf heraus auf den Knien weiter über den Boden rutschen und dabei weiter feuern. Außerdem darf man während eines Sprints jetzt auch aus der Hüfte ballern – ein Zusatz, den man nach bisherigen Erkenntnissen nicht unbedingt brauchen würden. Da gefällt mir ein optisches Gimmick schon besser: Gab es bei der Verwendung eines Sniper-Zielfernrohrs bisher nur einen schwarzen Rand zu sehen, wird hier der periphere Sichtbereich des Schützen simuliert und man erkennt die verschwommene Umgebung. Auch im Soundbereich hat man sich weiterentwickelt und setzt auf ein ADSR Reverb System, das dafür sorgen soll, dass sich der Klang der Waffe der Umgebung anpasst. In Ghosts wird man also deutliche Unterschiede hören, ob man die Wummen auf einem Feld unter freiem Himmel, einer Schlucht, in einem Haus oder Tunnel abfeuert. Zusätzlich soll die Audio-Engine mehr Nebengeräusche wie brechendes Holz oder rollende Fässer innerhalb der Karten abbilden können.

SchneeDas Anfordern von Dronen verdient man sich durch Killstreaks.
Call of Duty folgt ebenfalls dem aktuellen Trend, eine kostenlose Begleit-App bereitzustellen, damit man sich z.B. auch unterwegs um die Zusammenstellung der Ausrüstung kümmern oder Statistiken studieren kann. Außerdem erhält man über die App Zugriff auf Clan Wars, ein interessantes Konzept, bei dem man gegen andere Clans antritt, um Gebiete auf der Karte zu erobern und so lange wie möglich zu halten, um wertvolle Punkte abzustauben. Dabei ist jede Partie auf zwei Wochen angesetzt.

Man kann von den Kampagnen eines Call of Duty mit ihren oft wirren Handlungssträngen, der streitbaren Moorhuhn-KI und übertriebenen Blockbuster-Inzenierung halten was man will, oder sich immer noch über die Sache amüsieren, dass Activision bei Ghosts auf den Hund gekommen ist. Aber in Sachen Mehrspieler-Spaß haben es die Teams einfach drauf! Nach dem ersten Anspielen gehe ich deshalb davon aus, dass auch der jüngste Ableger wieder erstklassige, flotte und packende Gefechte über die Internetleitung bieten wird. Persönlich favorisiere ich zwar Battlefield 4 mit seinen deutlich größeren Schlachtfeldern, Vehikeln und der eindrucksvolleren Technik, doch auch die Ghosts werden in diesem Herbst ein gewaltiges Wörtchen mitreden können.    

Einschätzung: sehr gut / Fit 4 Hit
 


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Kommentare

Sn@keEater schrieb am
Hat 4players mal wieder keine vorab Disk bekommen zum testen oder warum gibt es nach 2 Tagen immer noch kein test?
Flextastic schrieb am
sowas nennt man fan-service :mrgreen:
was hat wohl cod:ghosts mit mw 1+2 zu tun? na? wer weiß es? :lol:
mr archer schrieb am
CL4P-TP hat geschrieben:Spielt es denn schon jemand ?
Erste Eindrücke auf der 360 ?(grafisch auf ähnlichem Niveau wie die Vorgänger?)
Kampagne ok?

Zwar PC - aber hier:
http://www.rockpapershotgun.com/2013/11 ... le-player/
Hi hi. Same procedure as every year wie es scheint. Gut, dass mich das alles so gar nicht tangiert.
schrieb am

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