Gears of War 4 - gc-Vorschau, Shooter, Xbox One, PC - 4Players.de

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Gears of War 4 (Shooter) von Microsoft
Bewährter Neuanfang
Science Fiction-Shooter
Entwickler: The Coalition
Publisher: Microsoft
Release:
11.10.2016
11.10.2016
Spielinfo Bilder Videos
Der Lancer ist geladen und die Kettensäge geölt: Nach den ersten Eindrücken der Mehrspieler-Gefechte in der Beta konnten wir auf der Gamescom 2016 auch Hand an die Kampagne von Gears of War 4 legen. Hat The Coalition das Zeug, mit der jüngsten Fortsetzung des Shooters in die großen Fußstapfen von Epic und Cliff Bleszinski zu treten? Ab in die Deckung und Feuer frei!


Große Versprechen

Wie immer wurde auch bei Gears of War 4 im Vorfeld viel versprochen: Man wolle zurück zu den Wurzeln. Es solle wieder düsterer werden, nachdem sich die letzten Teile für manche Fans etwas zu farbenfroh präsentierten. Zumindest nach der gespielten Kampagnen-Missionen zu urteilen, scheint man bei Microsoft und dem neuen Entwicklerteam Wort zu halten. Einen Großteil der knapp 30-minütigen Missionen ziehe ich mit zwei KI-Begleitern durch trostlose Kulissen, bei denen die Überbleibsel einer Schlacht allgegenwärtig sind. Die dunklen Gemäuer sind halb verrotet und der Weg führt vorbei an zahlreichen Leichen, wobei teilweise nur noch Skelette in den Uniformen stecken. Und während die schicken Echtzeit-Schatten an Objekten tanzen, bahnt man sich oft seinen Weg mit der montierten Lampe durch die düsteren Korridore und Räume, deren Wänden von
Diese Kokons bzw. "Pods" dienen als Brutstätten für die Widersacher.
Diese Kokons bzw. "Pods" dienen als Brutstätten für die Widersacher.
einer Art Wurzel durchzogen sind. Ja, atmosphärisch scheint man sich auf einem guten Weg zu befinden und auch die Technik hinterlässt mit sehenswerten Architekturen und flüssiger Darstellung bereits einen gelungenen Eindruck. Schön auch die liebevollen Details wie blutverspritzte Rüstungen, die beim Gang durch ein regnerisches Gewitter mit der Zeit wieder sauber gewaschen werden.

Die Locust-Evolution?

Doch lange dauert es hier nicht, bis die Klamotten wieder vollgesaut werden, denn Gegnerhorden lassen nicht lange auf sich warten. Dabei trifft man zunächst auf eine neue Spezies, die man am besten als „Baby-Locust“ beschreiben kann. Sie schlüpfen aus einer Art Kokons, die in das mysteriöse Wurzelsystem eingebunden sind. Obwohl die Biester gerne massenhaft auftreten und sehr agil umherspringen, stellen sie keine große Gefahr oder Herausforderung dar. Meist schnetzelt man sich problemlos mit Hilfe des Kettensägenaufsatzes durch die Meute, die im Gegensatz zu ihren weiterentwickelten Genossen auch noch keine Waffen bedienen können. Doch die nächste Evolutionsstufe lässt nicht lange auf sich warten: Bei der Ankunft in einer Kathedrale wird man Zeuge, wie die frisch geschlüpften Monsterchen langsam erwachsen werden. Jetzt steht man wieder einer Spezies gegenüber, die ebenfalls zur Waffe greift, sich gegenseitig unterstützt und clever Deckung sucht, anstatt ins offene Messer zu rennen.

Auch mit neuen Helden und frischen Entwicklern bleibt das bewährte Gears-Gefühl erhalten.
Auch mit neuen Helden und frischen Entwicklern bleibt das bewährte Gears-Gefühl erhalten.
Ab diesem Moment wird wieder die klassische Gears-Action geboten, die sich dank der flotten Steuerung und der bewährten Mechanik wieder so gut anfühlt wie eh und je. Alleine das coole Nachlade-System mit dem Mini-Reaktionstest ist immer noch klasse. The Coalition gelingt es, das tolle Spielgefühl der Vorgänger einzufangen. Gleichzeitig bereichert man die Gefechte mit kleinen Neuerungen. So ist es z.B. möglich, die Kokons bzw. Pods von der Decke zu schießen und anschließend als temporäre Deckung zu missbrauchen. Selbstverständlich bekommt auch das Waffenarsenal ein paar Neuzugänge, auch wenn ich das Lancer-Gewehr nur selten missen möchte. Einer von ihnen hört auf den Namen Buzzkill, mit dem man Sägeblätter verschießen kann. Die Wumme ist zwar recht schwer und langsam, dafür aber extrem tödlich: Ein Treffer reicht aus, um einen Standard-Gegner ins Reich der Toten zu befördern. Dass man aber auch noch ein paar schwerere Kaliber auffährt, wurde am Ende der Demo-Mission klar, als ich mich einer Mischung aus Panzer-Käfer und Skorpion stellen musste. Kämpft man zu Beginn nur gegen eines dieser hartnäckigen Exemplare, muss man im Anschluss gegen zwei dieser Biester gleichzeitig bestehen. Gar nicht so einfach, denn die Viehcher sind dank ihrer enormen Sprungkraft nicht nur sehr agil, sondern springen einen auch direkt an. Hier hilft dann nur noch wildes Knopfgehämmer, um nicht von den schweren Körpern erdrückt zu werden.
 

AUSBLICK



Die Mehrspieler-Beta von Gears of War 4 hat mich noch relativ kalt gelassen, doch die Kampagne reizt mich nach dem Anspielen jetzt umso mehr: Zwar halten sich Neuerungen in Grenzen und The Coalition setzt stark auf Bewährtes, doch haben mich neben der immer noch packenden Action vor allem die herrlich düstere Atmosphäre und die sehenswerten Schauplätze in ihren Bann gezogen. Nur gut, dass auf die simple Anfangsbrut relativ bald die nächste Evolutionsstufe bei den Gegnern folgt und damit der Anspruch entsprechend steigt. Trotzdem erscheint mir der Einsatz der Kettensäge mitunter noch etwas zu mächtig. Über einen Mangel an Munition muss man sich offenbar ebenfalls keine großen Gedanken machen. Wie dem auch sei: Ich bin froh, dass sich Gears of War 4 wie ein echtes Gears of War anfühlt und wieder stärker auf ein düsteres Szenario setzt. Wenn man das gezeigte Niveau über die gesamte Kampagne halten kann und noch mit ein paar Überraschungen garniert, dürfte einer würdigen Fortsetzung nichts mehr im Wege stehen, auch wenn der ganz große Wow-Effekt bisher noch ausbleibt, den Cliff Bleszinski 2006 beim Erstling und dessen Nachfolger mehr als einmal auslösen konnte.

Einschätzung: gut                  


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Kommentare

hydro-skunk_420 schrieb am
Temeter  hat geschrieben:
hydro-skunk_420 hat geschrieben:
Stalkingwolf hat geschrieben:Milchbubigesicht.

Leider wahr.
Find's echt schade, dass man nicht mehr Markus spielt. Ich mochte seine kantige Art und seine Hackfresse.
Sein Sohn hingegen wirkt auf mich (bis jetzt) noch etwas profillos.

Gears of Hipsters?
Die klassischen Space Marine Fleischklöpse waren ja auch immer schön albern, aber das hier schaut mir irgendwie nach einem Haufen schwer bewaffneter Teenager aus einem Adidas-Ad aus. :Blauesauge:

Du hast leider so recht. :bigcry:
Temeter  schrieb am
hydro-skunk_420 hat geschrieben:
Stalkingwolf hat geschrieben:Milchbubigesicht.

Leider wahr.
Find's echt schade, dass man nicht mehr Markus spielt. Ich mochte seine kantige Art und seine Hackfresse.
Sein Sohn hingegen wirkt auf mich (bis jetzt) noch etwas profillos.

Gears of Hipsters?
Die klassischen Space Marine Fleischklöpse waren ja auch immer schön albern, aber das hier schaut mir irgendwie nach einem Haufen schwer bewaffneter Teenager aus einem Adidas-Ad aus. :Blauesauge:
CryTharsis schrieb am
LouisLoiselle hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:Ps.: Unbedingt auf Deutsch spielen. Der Trash Faktor ist einfach derart hoch, dass du echt was verpassen würdest.
Auf Englisch dann beim zweiten Durchlauf, um das Spiel dann mal in gut zu erleben.

Ich würds eher umgekehrt empfehlen. Sonst hat man sich für immer den ersten Eindruck, den Geist und die Atmosphäre versaut.

This.
muecke-the-lietz schrieb am
LouisLoiselle hat geschrieben:
muecke-the-lietz hat geschrieben:Ps.: Unbedingt auf Deutsch spielen. Der Trash Faktor ist einfach derart hoch, dass du echt was verpassen würdest.
Auf Englisch dann beim zweiten Durchlauf, um das Spiel dann mal in gut zu erleben.

Ich würds eher umgekehrt empfehlen. Sonst hat man sich für immer den ersten Eindruck, den Geist und die Atmosphäre versaut.

Ja, das wäre die kluge Variante, aber witziger wäre mein Vorschlag... :Blauesauge:
Master Chief 1978 schrieb am
DARK-THREAT hat geschrieben:Schaut schon echt nice aus, allerdings habe ich noch nie Gears gespielt. Würdet ihr zur Anniversary Edition raten, als Einblick? Kostet ja keine 13 Euro mehr...

Kommt eben darauf an ob du auf 80er Jahre Actionfilme stehst, wenn ja kannst du sicher zugreifen, erwarte halt keine Tief gehende Charakterstudie oder sonstige Revolutionäre Story Ansätze. Mir macht es jede menge Spaß auch wenn sich eben nach 4 Teilen schon Abnutzungserscheinungen bemerkbar machen, trifft dich aber ja nicht wenn du noch nie ein Gears gespielt hast. :wink:
schrieb am

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