Final Fantasy XIII-2
USK: 12

Test: Final Fantasy XIII-2

So testet 4Players
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Autor:
Jens Bischoff

Platz für Experimente

Getroffene Entscheidungen können zu alternativen Spielenden führen, lassen sich aber auch revidieren.
Getroffene Entscheidungen können zu alternativen Spielenden führen, lassen sich aber auch revidieren.
Auch sonst lassen sich immer wieder kleinere Ereignisse durch Dialoge beeinflussen. Da man die Zeit später wieder zurückdrehen und getroffene Entscheidungen revidieren kann, läuft man aber nie Gefahr in einer Sackgasse zu landen oder etwas zu verpassen. Allzu interessant sind die alternativen Gesprächsverläufe aber nicht und auch das Heldenduo bleibt trotz durchaus rührender Momente relativ blass und uninteressant.

Dafür sind der Gegenspieler und dessen Motivation dieses Mal weitaus prägnanter und greifbarer als im Vorgänger, wenngleich einem das unbefriedigende Ende mit seiner plakativ angekündigten Fortsetzung übel aufstößt...

Wie leer gefegt

Völlig unbegreiflich ist auch die Entscheidung, mit der Reaktivierung von Zufallskämpfen in die Rollenspielsteinzeit zurückzukehren. Der Nervfaktor hält sich dank Ausweichfunktion zwar in Grenzen, die Atmosphäre leidet aber teils gewaltig. Weitläufige Gebiete wie die Archylt-Steppe wirken geradezu trost- und leblos. Kein Vergleich zum Vorgänger, wo noch Raubtierrudel durch die Gegend jagten, Greifvögel vom Himmel herab stürzten oder haushohe Ungetüme die Erde erzittern ließen.

Ohne umherstreunende Gegner wirken die Schauplätze teils ungemein leblos.
Ohne umherstreunende Gegner wirken die Schauplätze teils ungemein leblos.
Am umstrittenen Kampfsystem hat sich nicht viel geändert: Man wechselt nach wie vor auf Knopfdruck zwischen unterschiedlichen Rollenkonstellationen und wählt manuell oder automatisch geeignete Fertigkeiten aus, die dann bei entsprechend gefülltem Aktionsbalken ausgeführt werden. Neue Rollentypen gibt es dabei nicht und auch die Heldengruppe bleibt bis zum Schluss auf Serah und Noel beschränkt.

Zwar lassen sich neuerdings besiegte Monster rekrutieren, um weiterhin drei Akteure zu befehligen, aber die Neuzugänge haben allesamt festgelegte Rollen und erlauben aufgrund gerade mal zweier Ersatzbankplätze deutlich weniger Kombinationsmöglichkeiten als im Vorgänger. Auch Meta-Fertigkeiten wie Gegneranalyse, Schockbeben oder Beschwörungen (Esper) wurden gestrichen. Dafür darf man den Schwierigkeitsgrad der Kämpfe herabsetzen, kleine Reaktionstests bestreiten sowie jederzeit zwischen Noel und Serah als Anführer wechseln, um aktiv deren jeweilige Talente zu nutzen.

Kommentare

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  • Hab jetzt knapp 10 Stunden hinter mir und bin doch überrascht wie gut es mir gefällt. Die Verbesserungen sind wirklich spürbar. ++ Weg von der Linearität, ein Glück. FF XIII war ja kaum auszuhalten was das anging. ++ Durchgehend Sidequests ++ Zeitreisen (Chrono Trigger lässt grüßen  [...] Hab jetzt knapp 10 Stunden hinter mir und bin doch überrascht wie gut es mir gefällt. Die Verbesserungen sind wirklich spürbar. ++ Weg von der Linearität, ein Glück. FF XIII war ja kaum auszuhalten was das anging. ++ Durchgehend Sidequests ++ Zeitreisen (Chrono Trigger lässt grüßen ) ++ Generell mehr spielerische Freiheit oo Musik schwankt zwischen "Oh gott" und "Wow" oo Die Monsterzucht ist ne nette Neuerung, überzeugt mich aber nicht 100% Großartig Negatives konnte ich jetzt erstmal nicht feststellen, das kommt aber wohl noch im Laufe des Spiels.
  • EinfachNurIch schrieb:
    cartman685 schrieb:
    FF XIII-2 hab ich nicht gespielt. Ich muss aber sagen, dass FF XIII für mich praktisch kaum etwas mit einem Rollenspiel zu tun hatte. Es hat mich zwar unterhalten, aber nicht so, wie ich es von einem FF erwarten würde.
     [...]
    EinfachNurIch schrieb:
    cartman685 schrieb:
    FF XIII-2 hab ich nicht gespielt. Ich muss aber sagen, dass FF XIII für mich praktisch kaum etwas mit einem Rollenspiel zu tun hatte. Es hat mich zwar unterhalten, aber nicht so, wie ich es von einem FF erwarten würde. Es war eben eher Action- als Rollenspiel. Ich bleibe dabei, das beste "Final Fantasy" für die aktuelle Konsolengeneration ist Lost Odyssey. KingDingeLing87 schrieb:
    Aber ich hoffe natürlich auch, dass die Serie wieder die Kurve kriegt und uns mit Final Fantasy Ablegern von der Qualität von FF7- FF10 beglückt. Hoffen wir aufs beste.
    Wenn noch nicht getan, dann besorg dir Lost Odyssey. Das bekommst du für nen 10ner bei ebay. Ich verspreche dir, du wirst viel Spaß damit haben.
    Also ich habe Lost Odyssey hier rumfliegen und keine Lust es weiter zu spielen. Kann also so toll nicht sein, zumindest nicht für jeden. Im Gegensatz dazu hat mir FFXIII sehr viel Spass gemacht und was anderes zählt nicht für mich. Dabei ist es mir egal ob Rollenspiel oder nicht. Ich konnte das noch nie verstehen was die Aussage soll "Spiel hat mich gut unterhalten, ist aber kein richtiges XXX (hier beliebiges Genre einsetzen)". Entweder ein Spiel gefällt mir oder halt nicht. Und nur zur Klarstellung, ich habe fast alle FFs gespielt ausser FFX-2 und FFVI. Und bis auf FFX haben mir auch alle gefallen.
    Also ich geb dir soweit Recht, dass man Spiele auch in "gut gefallen" und "nicht gefallen" einordnen kann. Wenn ich mir aber ein Final Fantasy kaufe, dann habe ich eine gewisse Erwartung an dieses Spiel. Der ist FF13 nicht gerecht geworden, ohne dabei aber ein schlechtes Spiel zu sein. Hätte ich FF13 zum Vollpreis gekauft, wäre ich sicher enttäuscht gewesen, so war es in Ordnung für mich. Lost Odyssey hat meine "Final Fantasy Erwartung" hingegen erfüllt. Darum der Rat. Aber Geschmäcker sind eben verschieden. Während dir FF10 nicht gefallen hat, zähle ich es zu den besten der Serie. Schon allein wegen Blitzball. Mein Team war am Ende unschlagbar. Mit FF12 bin ich hingegen nie warm geworden. Ich bleibe jedenfalls bei meinem Tipp: Wem FF7 und FF10 gefallen haben, der wird auch seinen Spaß mit LO haben. Und selbst wenn nicht, sind 10? bei ebay zum Glück ein sehr humaner Preis.
  • EinfachNurIch schrieb:
    Also ich habe Lost Odyssey hier rumfliegen und keine Lust es weiter zu spielen. Kann also so toll nicht sein, zumindest nicht für jeden.
    Zeig mir mal das Spiel, das toll für jeden ist. Das schafften weder Pac-Man noch Tetris.