The Darkness II
USK: 18

Test: The Darkness II

So testet 4Players
Seite:  1  |  2  |  3  |  Fazit 

Autor:
Paul Kautz

Wer nix wird, wird (Finsternis-)Wirt!

Immer wieder hat Jackie Visionen von einer Klinik - ist er wirklich da, wo er ist, oder hat er nur Wahnvorstellungen? Wie auch immer: Wenn er schon da ist, kann er sich auch die grandiose Puppenshow gönnen.
Immer wieder hat Jackie Visionen von einer Klinik - ist er wirklich da, wo er ist, oder hat er nur Wahnvorstellungen? Wie auch immer: Wenn er schon da ist, kann er sich auch die grandiose Puppenshow gönnen.
Es sind wieder die gemeinen Tentakel, die den Unterschied machen: Mit dem linken kann man Personen und Dinge greifen, mit dem rechten wild um sich schlagen, mit der Kombination aus beiden sehr kurzen Prozess mit den bedauernswert wimmernden Widersachern machen. Man stelle sich einfach vor, einen Feind an beiden Beinen zu halten und dann einmal kräftig zu ziehen… nun, das appetitliche Resultat nennt sich in der englischen Fassung nicht umsonst »Wishbone«. In der deutschen passiert - nichts. Der Gegner macht einen ungewollten Spagat und wird dann weggeworfen. Sieht komisch aus. Generell gibt es für das hiesige erwachsene Publikum weniger Gewalt: Keine Zerstückelungen, die Körper bleiben ganz, weniger Hinrichtungen, keine klaffenden Wunden, weniger Blut, einige geschnittene Zwischensequenzen. Immerhin fressen die Tentakel jetzt tatsächlich auf Wunsch die Herzen erledigter Gegner, um Energie zu regenerieren, und nicht mehr ihre ominösen »Seelen«.

Für jeden Kill gibt es mehr oder weniger »Essenz«, die man an bedrohlich leuchtenden Stationen in »Talente« investieren darf. Diese sind in vier große, sehr unterschiedliche Bereiche unterteilt: Mal geht es um Waffen (da erhält man u.a. größere Magazine oder die sehr praktische »Waffenkanalisierung«, dank der man mehr Schaden in kürzerer
Das normale Geballer macht mit den beidhändig tragbaren Waffen zwar Spaß, ist aber trotzdem nur Standard.
Das normale Geballer macht mit den beidhändig tragbaren Waffen zwar Spaß, ist aber trotzdem nur Standard.
Zeit macht), mal um mehr Nutzen aus Hinrichtungen (die dann u.a. Lebensenergie oder Munition geben), mal um Extras wie angreifende Insektenschwärme. Und dann ist da natürlich noch der Finsterling: Dieses Mal gibt es nur einen, aber dieser rülpsende, furzende und gelegentlich auf Gegnerreste pinkelnde, in der englischen Fassung mit breitem Cockney-Akzent quasselnde Teufelsaffe hat erstaunlich viel Persönlichkeit. Normalerweise trabt er automatisch in Jackies Nähe herum, lenkt selbständig Feinde ab oder weist den Weg. Hin und wieder schlüpft man auch in seine Haut und kriecht mit ihm durch Tunnel und Röhren. Die Abschnitte sind spielerisch nicht besonders gehaltvoll, aber der Finsterling ist allein schon für seine trockenen Kommentare ein wertvoller Begleiter.

Das Licht ist der Feind der Dunkelheit


Was wie ein Glückskeksspruch klingt, ist hier essentieller Spielbestandteil: Denn wenn Jackie in den Strahl einer Lampe tritt, dann verschwinden die Tentakel, das Bild wird gleißend hell, ein ekliger Fiepssound bestimmt den Ton. Geht man ganz entspannt vor und kümmert sich gezielt um potenziell störende Lichtquellen, übersteht man die
Die deutsche Version ist wieder einmal geschnitten - besonders die Hinrichtungen sind nur noch ein blasser Schatten ihrer selbst.
Die deutsche Version ist wieder einmal geschnitten - besonders die Hinrichtungen sind nur noch ein blasser Schatten ihrer selbst.
meisten Kämpfe ohne Probleme. Denn so wie die Feinde Anfangs nichts weiter als Tentakelfutter sind, so gerissen werden sie später - zumindest anfangs: Auf einmal setzen sie Licht als taktische Waffe ein, richten fette Strahler auf Jackie oder schmeißen mit Lichtgranaten nach ihm. Dann gibt es Widersacher, die sich ebenfalls die Kräfte der Dunkelheit zunutze machen, sich nicht einfach greifen lassen, sich teleportieren können oder Jackies Waffe mit einer Elektropeitsche klauen. Anfangs kommt das noch überraschend, der Schreck ist ebenso groß wie der Spaß. Doch die Vorgehensweise dieser »Bruderschaftler« bleibt bis zum Spielende gleich, nach kurzer Zeit sind die einzelnen Gruppen kein Problem mehr - und dann bleibt nur noch der nervende Vorteil über den Großangriff. Zwar heilt sich Jackie im Tentakel-Modus automatisch selbst zum Teil, aber irgendwann ist einfach mal Schluss. Aber das lässt die Finsternis natürlich nicht zu, weswegen es automatisch zum letzten Checkpunkt zurück geht, der gelegentlich nicht optimal platziert ist.

Kommentare

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  • Habe die 1. Mission hinter mir, bisher ganz unterhaltsam. Aber die deutsche Sprachausgabe ist wirklich das allerletzte, selten sowas schlechtes gehört. Leider spricht Mike Patton die Darkness auch nicht so gut wie im 1. Teil. Da hatte man deutlich den Fantômas Einfluss gehört  [...] Habe die 1. Mission hinter mir, bisher ganz unterhaltsam. Aber die deutsche Sprachausgabe ist wirklich das allerletzte, selten sowas schlechtes gehört. Leider spricht Mike Patton die Darkness auch nicht so gut wie im 1. Teil. Da hatte man deutlich den Fantômas Einfluss gehört
  • NoBoJoe schrieb:
    Äh, hab ich was falsch gemacht? Ich war in 3 Stunden durch oO Klar kann man den Schwierigkeitsgrad höher stellen, aber das ist doch nur eine gekünstelte Verlängerung, weil man öfter stirbt... Wie lange ist "The Darkness" jetzt her? 5 Jahre? In der
     [...]
    NoBoJoe schrieb:
    Äh, hab ich was falsch gemacht? Ich war in 3 Stunden durch oO Klar kann man den Schwierigkeitsgrad höher stellen, aber das ist doch nur eine gekünstelte Verlängerung, weil man öfter stirbt... Wie lange ist "The Darkness" jetzt her? 5 Jahre? In der Zeit schaffen die ein Spiel, welches grad mal 3 Stunden lang ist? Ähm, ich rieche Abzocke. Ein Hoch auf meine Videothek Vorsicht an alle, die einen ähnlichen Umfang wie in Teil 1 erwarten. Ihr werdet maßlos enttäuscht! Mal davon abgesehen, dass man jetzt nicht mal mehr eine frei begehbare Stadt hat. Linear, also Schlauchlevel, strohdumme Gegner, die einem einfach wie Kanonefutter vor die Flinte/Arme laufen und das ganze in 3 Stunden durch. Ich bin entsetzt! Und Story? Praktisch nicht vorhanden. Die gute alte "bildet man sich alles nur ein?"-Geschichte, ohne Auflösung. Nicht mal eine echte Endsequenz gibt es. Plötzlich waren die Credits auf meinem Schirm... Und jetzt sag bitte keiner, es gäbe ja zwei Enden. Das ist einfach nicht wahr. Variante 1: Spiel endet sofort, Credits -> Hauptmenü. Dann den letzten Spielstand geladen, die andere Variante gewählt, 15 Minuten später, Credits -> Hauptmenü. Da will man wieder mit großem Namen schnell das fette Geld absahnen. Und ich könnte wetten, dass die Rechnung aufgeht. Wann werden Spieler endlich mal wach und strafen sowas mit kompletter Ignoranz ab? Na ja, mir soll es ja egal sein. Ich hab es für 3,75 ? durchgespielt. Trotzdem bitter... Für mich bisher, der Flopp des Jahres! Da bleibe ich doch lieber bei Teil 1 und vergesse, dass jemals ein zweiter Teil erschienen ist. MfG
    Ich kann mich dem nur anschliessen ... Ich habe selten soviel dummes geballere gesehen wie in Darkness 2, sogar Serious Sam hat mehr Tiefgang und Taktik ...Und die Atmosphäre passt auch null zu der Handlung , für mich auch der Flop des Jahres !!!
  • Mich spricht das ganze Thema im allgemeinen nicht an , viel zu verworren und unglaubwürdeg das ganze.. . Hab nach der <hälfte des Spiele mich mit der Story nicht mehr auseinandergesetzt .Ausserdem war ich froh als das SPiel durch war ,die endlosen Mohrhuhn Ballereinlagen sin d mit extrem auf die  [...] Mich spricht das ganze Thema im allgemeinen nicht an , viel zu verworren und unglaubwürdeg das ganze.. . Hab nach der <hälfte des Spiele mich mit der Story nicht mehr auseinandergesetzt .Ausserdem war ich froh als das SPiel durch war ,die endlosen Mohrhuhn Ballereinlagen sin d mit extrem auf die nerven gegangen ...