Potenzial
Interessanter sieht es da schon mit den puren Onlinemodi aus: So wird der bekannte Modus um "Räuber und Gendarm" sowie "Undercover Cop" ergänzt, wobei vor allem Letztgenanntes interessant klingt: Einer der Akteure (wahllos zu Beginn einer Runde ausgewählt) ist ein Polizist und muss dafür sorgen, dass die anderen nicht mit der Beute entkommen - Reservoir Dogs lässt grüßen.
Ebenfalls interessant ist die Möglichkeit, die Kampagne kooperativ zu erleben, wobei sowohl lokales Spiel am Splitscreen als auch per Xbox Live bzw. PSN unterstützt wird. Auf das Mehrspieler-Erlebnis werden wir allerdings auch erst im Test eingehen, unter anderem weil hier viel von der Anzahl und Gestaltung der Karten abhängen wird, von denen in der vorliegenden Fassung nur eine integriert war. Die hinterließ allerdings einen interessanten Eindruck.
Interessantes Look & Feel
Nachdem sich die Änderungen und Fortschritte in KL2 im Vergleich zum Vorläufer in überschaubaren Grenzen aufhalten, fragt man sich natürlich, woran IO die letzten Wochen und Monate gearbeitet hat. Die Antwort findet sich definitiv in der Visualisierung. Stilistisch betreten Kane & Lynch Neuland. Sicher: Wackelkamera gibt es immer wieder in Spielen, man erinnere sich nur an die Laufsequenzen der Gears of War-Serie.
Doch in keinem Titel wurde dieses Stilmittel so konsequent und überzeugend eingesetzt wie hier. Wer also etwas mit Filmen mit verwackelter Handkamera wie Cloverfield anfangen kann, wird sich sofort mit der Kulisse anfreunden können. Nur, dass sich hier zusätzlich noch Bildstörungen, Artefakte Blendenfehler, unglückliche Lensflares und andere Merkmale sehen lassen, bei denen ein Hollywood-Kameramann im Normalfall einen vierfachen Herzinfarkt bekäme.
Dadurch wirken die Hundetage, die die beiden erleben, eher wie eine Schmalspur-Dokumentation als wie ein Hochglanz-Hollywood-Action-Blockbuster - im positiven Sinn. Allerdings wirkt dieses Stilmittel in einem Punkt aufgesetzt: Wo Titel wie Cloverfield eine legitime Erklärung für die Schüttelkamera anbieten, bleibt KL2 bislang schuldig, wer hinter der Kamera steckt - im schlimmsten Fall niemand, wodurch diese Form der Visualisierung zwar nicht wirklich an Wucht verliert, aber erzählerisch eine weitere Schwachstelle offenbaren würde. Und wem das alles zu unruhig ist, kann in den Optionen sogar die "Steadycam" aktivieren, die das Bild ungleich sanfter auf den Bildschirm bringt.
Aber auch wenn man durch die hektische Kameraführung mitunter den Eindruck bekommt, dass das Shanghai-Abenteuer des ungleichen Duos beinahe fotorealistisch ist, bleibt man letztlich doch weit entfernt davon. Zu unsauber wirken manche Texturen im Detail, wer genau hinsieht, wird immer wieder Tearing-Probleme entdecken, die Mimik ist bei Weitem nicht so ausgereift wie z.B. in Uncharted 2 und auch die Interaktion mit der Umgebung ist abseits der an vorgesehenen Punkten zerstörbaren Kulisse nur eingeschränkt möglich. Man kann teilweise nicht einmal bei den in die Szenerie eingelassenen Polizeiwagen die Reifen zerschießen.
Und als Stilmittel vollkommen verfehlt sehe ich die Verpixelung bestimmter Szenen oder Ereignisse, die nach Publisher-Angaben nicht nur in der deutschen USK-Version auftreten werden. Dies geht gegen den direkten authentischen Charakter der Verfolgerkamera, da es nachbearbeitet wirkt und das Erlebte vollkommen unnötig abschwächt. Und es widerspricht auch dem kompromisslosen Intro, in dem Kane & Lynch gefoltert werden, wobei beide allerdings sehr plastikhaft glänzen.
Interessanter sieht es da schon mit den puren Onlinemodi aus: So wird der bekannte Modus um "Räuber und Gendarm" sowie "Undercover Cop" ergänzt, wobei vor allem Letztgenanntes interessant klingt: Einer der Akteure (wahllos zu Beginn einer Runde ausgewählt) ist ein Polizist und muss dafür sorgen, dass die anderen nicht mit der Beute entkommen - Reservoir Dogs lässt grüßen.
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| Wer keine Mitspieler zur Verfügung hat, kann im Arcade-Modus auch von Bots unterstützt auf Beutejagd gehen. |
Interessantes Look & Feel
Nachdem sich die Änderungen und Fortschritte in KL2 im Vergleich zum Vorläufer in überschaubaren Grenzen aufhalten, fragt man sich natürlich, woran IO die letzten Wochen und Monate gearbeitet hat. Die Antwort findet sich definitiv in der Visualisierung. Stilistisch betreten Kane & Lynch Neuland. Sicher: Wackelkamera gibt es immer wieder in Spielen, man erinnere sich nur an die Laufsequenzen der Gears of War-Serie.
Doch in keinem Titel wurde dieses Stilmittel so konsequent und überzeugend eingesetzt wie hier. Wer also etwas mit Filmen mit verwackelter Handkamera wie Cloverfield anfangen kann, wird sich sofort mit der Kulisse anfreunden können. Nur, dass sich hier zusätzlich noch Bildstörungen, Artefakte Blendenfehler, unglückliche Lensflares und andere Merkmale sehen lassen, bei denen ein Hollywood-Kameramann im Normalfall einen vierfachen Herzinfarkt bekäme.
Dadurch wirken die Hundetage, die die beiden erleben, eher wie eine Schmalspur-Dokumentation als wie ein Hochglanz-Hollywood-Action-Blockbuster - im positiven Sinn. Allerdings wirkt dieses Stilmittel in einem Punkt aufgesetzt: Wo Titel wie Cloverfield eine legitime Erklärung für die Schüttelkamera anbieten, bleibt KL2 bislang schuldig, wer hinter der Kamera steckt - im schlimmsten Fall niemand, wodurch diese Form der Visualisierung zwar nicht wirklich an Wucht verliert, aber erzählerisch eine weitere Schwachstelle offenbaren würde. Und wem das alles zu unruhig ist, kann in den Optionen sogar die "Steadycam" aktivieren, die das Bild ungleich sanfter auf den Bildschirm bringt.
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| Das Deckungssystem funktioniert gut und sorgt mit der Wackelkamera für intensive Gefechte. |
Und als Stilmittel vollkommen verfehlt sehe ich die Verpixelung bestimmter Szenen oder Ereignisse, die nach Publisher-Angaben nicht nur in der deutschen USK-Version auftreten werden. Dies geht gegen den direkten authentischen Charakter der Verfolgerkamera, da es nachbearbeitet wirkt und das Erlebte vollkommen unnötig abschwächt. Und es widerspricht auch dem kompromisslosen Intro, in dem Kane & Lynch gefoltert werden, wobei beide allerdings sehr plastikhaft glänzen.
Ausblick
Ersteindruck: gut
Kommentare
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punkt! genau das, nachdem der mp genauso versagt hat. bei mir. Wollt nicht zuviel verraten beim vorherigen post, aber der Teil mit den 2 "Verschnittenen" war wirklich übelster Trash...und kein guter. Würd mich wundern wenn es mehr als 70 bekommt..
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auf einen Test kann 4players ruhig verzichten - es sei denn sie dient als Warnung. Ich wollte ja nicht hören, für mich war es ein Pflichtkauf (u.a. Coop), aber es ist doch ein Fehlkauf geworden - und was für einer. dem von MaxSchmerz kann ich so im Großen Teil nur beipflichten. Habe zwar das [...] auf einen Test kann 4players ruhig verzichten - es sei denn sie dient als Warnung. Ich wollte ja nicht hören, für mich war es ein Pflichtkauf (u.a. Coop), aber es ist doch ein Fehlkauf geworden - und was für einer. dem von MaxSchmerz kann ich so im Großen Teil nur beipflichten. Habe zwar das Spiel auf schwer durchgespielt da die Demo auf einfach und mittel viel zu harmlos war aber schwer ist nicht schwer - schwer ist einfach ein Geduldsspiel: - nach wievielen Treffern denn endlich mal die Gegner zu Boden sinken wollen, - ob man noch genügend Munition hat bis man halbwegs sicher zu einem getöteten Gegner kommt um so den Vorrat aufzufrischen - und Trial & Error bei geskripteten Ereignissen wo man so gut wie keine Chance hat wenn nicht weiß was passiert -> sonst Tod und am Checkpoint neuladen, dann kann man sich drauf einstellen. Kane & Lynch 1 hatte durchaus Spass gemacht und hätte Potential für richtig hohe Sphären. Nur leider war schon Hitman ausschließlich stark wenn man nicht die Brechstange benutzte - sobald man ballerte war die KI einfach unfähig - und das hat man in Kane & Lynch 1 übernommen und dazu noch die Stärke von Hitman beraubt in verschiedenen Art und Weisen vorzugehen. Statt in Kane & Lynch 2 die Stärken auszubauen, setzt man noch einen großen Schritt zurück. Es gibt lineare Spiele (Tomb Raider 1 bzw. Anniversary sei mal ein Beispiel) die im Kern linear sind aber doch vertrackt genug dass es nicht auf dem ersten Blick ersichtlich ist. Kane & Lynch 2 könnte dagegen fast ein Railshooter sein. Dazu unterbietet man frecher Weise noch die Spielzeit vom 1. Teil und füllt die kurzen Levels einfach mit Horden von Gegnern. Als wäre das nicht genug verzichtet man sogar auf die Stärke der geistigen Vorgänger abwechslungsreiche und authentische Gebiete zu designen wie in Hitman und Kane & Lynch 1. Stattdessen gibt immer das gleiche zu sehen. Und möglich wär das (vorallem bei den Indoor Levels) in Shanghai auch. Was hat man sich alles bei Hitman für Indoor Levels einfallen lassen, bei Kane & Lynch 2 gibt so "sagenhafte" Locations wie die Autobahn, Lagerhallen, Hangar, Bahnhof, 08/15 Büros, Keller, Hinterhof....da war die Demo quasi mit dem Chinarestaurant noch ein Highlight. Das Ende ist wirklich ein Witz - so ähnlich ging es mir im Kino von Matrix 2. Als würde jemand Pause drücken oder ein Stromausfall mitten drin. Nicht mal ne Sequenz oder irgendwas - nichts. Das ist schon dreist. Das man dann auch noch, wenn das Spiel schon schlecht ist, dann eben einen Skandal bietet mit den blutig zerschnittenen Kane und Lynch und seiner massakrierten Freundin passt dann leider irgendwie. Und der Multiplayermodus hat ein paar gute Ansätze, krankt aber im Kern auch an der holprigen Spielmechanik. Es ist und bleibt einfach ein enttäuschender Fehlkauf. Ein schlechtes Spiel aber mit Coop Funktion bleibt einfach ein schlechtes Spiel. Hoffentlich widmet sich IO Interactive wieder Hitman und hoffentlich versauen sie die Serie nicht auch noch...
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@MaxSchmerz: gut beschrieben, genauso erging es mir auch...nachdem ich das Spiel in ganzen! 3-4 Std. durchgespielt hatte. Vorallem das Ende ist der Wahnsinn..ich musste schon fast lachen als schlagartig die Credits mit der Musik gezeigt wurden. Total übergangslos, in die Richtung: So, jetzt, [...] @MaxSchmerz: gut beschrieben, genauso erging es mir auch...nachdem ich das Spiel in ganzen! 3-4 Std. durchgespielt hatte. Vorallem das Ende ist der Wahnsinn..ich musste schon fast lachen als schlagartig die Credits mit der Musik gezeigt wurden. Total übergangslos, in die Richtung: So, jetzt, fertig, credits! JETZT! Für mich persönlich zu wenig Abwechslung im ganzen Spiel. Manchmal bei den Feuergefechten kam ich mir vor als würde ich auf diese aufklappenden Zielscheiben schießen, die es bei MW2 im Trainingsparcour gibt. Der Sound ist ganz ok, aber die Gesichtsanimationen passen mal absolut gar nicht dazu. ....Ich habe noch Hofnung, das der Arcade Modus oder der Multiplayer es ein wenig rausreißen..ansonsten nur für den Singleplayer 40? zu zahlen ist aufgrund der Spieldauer doch etwas heftig. Außer vielleicht wenn mann auf Co-op steht.. Edit: Wann kommt den endlich der Test? Wahrscheinlich keine Zeit zum Testen, wegen der bescheuerten Gamescon...da wird doch eh nur schrott gezeigt.

