Nintendo DSi

Special: Nintendo DSi

So testet 4Players
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Autor:
Paul Kautz

Diese Woche ist es so weit: Endlich dürfen auch Europäer mit dem DSi spielen, Nintendos neuestem Handheld. Vor einigen Monaten haben wir euch bereits unsere ausführlichen Eindrücke der japanischen Fassung in Form eines Specials näher gebracht, das wir jetzt für die frisch ins Haus geflatterte deutsche Version aktualisieren.

GBA: Ich muss leider draußen bleiben

Das Special zum Japano-DSi begann mit den Worten »Understatement ist etwas Schönes« und einem Loblied auf die kleine, schlichte Verpackung des importierten Handhelds. Davon kann beim hiesigen Release keine Rede mehr sein: Die Verpackung ist knapp doppelt so hoch wie beim asiatischen Bruder, was hauptsächlich

Kein Herz für Advanceler: Mit dem DSi gehören GBA-Games in Modulform der Vergangenheit an.
daran liegt, dass Nintendo eine Unmenge Handbücher in allen möglichen Sprachen dieses Kontinents reinpacken musste - na gut, ist verständlich, schließlich muss Großostheim ja nicht mehr nur ein Land bedienen.

Äußerlich unterscheidet sich der europäische DSi nicht vom japanischen. Das Bedienungslayout wurde im Vergleich zum DS komplett umgebastelt: Der Power-Knopf befindet sich nicht mehr an der rechten Außenseite, sondern tummelt sich im aufgeklappten Zustand des Handhelds links vom Touchpad - an seiner Stelle ist rechts jetzt der Schacht für SD-Karten. Der Lautstärkeregler wanderte von der linken Unter- an die Außenseite, außerdem ist er kein Schieberegler mehr, sondern besteht aus zwei Druckknöpfen. Die Stromversorgung ist Nintendo-typisch schon wieder anders als beim Vorgänger-Modell, damit man bloß nicht sein altes Kabel verwenden kann. Die gesamte Oberfläche des DSi ist nicht mehr auf Hochglanz lackiert wie beim Vorgänger, sondern fühlt sich im Gegenteil matt und ganz leicht rau an - dadurch gibt's keine Fingerabdrücke mehr. Das Digipad ist spürbar stabiler, der Druck darauf fühlt sich präziser an.

Die wichtigste äußerliche Änderung betrifft den GBA-Modulschacht - den gibt's nämlich nicht mehr. Schon beim ersten DS hat Nintendo einen Strich unter die betagten Game Boy-Module gezogen, dasselbe wird jetzt mit GBA-Cartridges gemacht. Grundsätzlich mag das kein Problem sein: Der GBA wird nicht mehr weitergeführt, Spiele werden dafür kaum noch entwickelt. Nichtsdestotrotz ist der Katalog an grandioser Software nach wie vor nicht zu verleugnen, die dem potenziellen DSi-Spieler vielleicht durch die Lappen geht. Außerdem sind dadurch einige DS-Spiele und -Applikationen auf dem DSi nicht mehr lauffähig: Die beiden Guitar Hero On Tour-Teile, der MP3-Player, das Rumble Pak oder diverse Pokemon-Spiele, die auf GBA-Datentausch setzten. Einfachste Lösung: Werft den DS nicht weg, wenn ihr weiterhin GBA-Spiele zocken wollt!

Schöner und besser

Physikalisch ist der DSi dem DS täuschend ähnlich, die Unterschiede verbergen sich im Detail: Das System ist ein klitzekleines bisschen länger als der DS, genauso breit, aber etwas flacher - gut zu sehen an den deutlich schmaleren Schulterbuttons. Die beiden Bildschirme sind etwas größer: Der DSi strahlt dem User über zwei Mal 6,6cm x 5cm entgegen, der DS beschränkte sich
Auf den ersten Blick ist der DSi kaum von seinem drei Jahre alten Bruder zu unterscheiden. Unter der Haube steckt aber zum Teil komplett neue Technik.
auf 6,2cm x 4,6cm - das sind immerhin gut 14% Bildfläche mehr, die allerdings im Spielalltag kaum auffallen. Viel wichtiger ist da schon, dass der DSi deutlich heller als der DS lite strahlt, der seinerseits bereits spürbar heller als der DS war (der wiederum den GBA SP in Sachen Leuchtkraft deutlich hinter sich ließ - im Nachhinein fragt man sich, wie man an dem Teil ohne Augenverlust zocken konnte). Es gibt fünf Helligkeitsstufen, die ihr entweder im Hauptmenü oder jederzeit über Hotkeys (Select + Lautstärke-Buttons) verstellen dürft. Standardmäßig ist er auf 4 von 5 eingestellt, 3 von 5 entspricht etwa dem DS lite.

Genug der Oberflächlichkeiten, steigen wir mal in die Tiefen der Software hinab. Und an dieser Stelle gibt es einen kleinen Unterschied zum japanischen Modell, bestehend aus zwei zusätzlichen Punkten im Optionsmenü: Sprache und Land. Während die Nippon-Variante ausschließlich aus Hiragana, Katakana und Kanji bestand, hat man jetzt die Wahl zwischen Englisch, Französisch, Deutsch, Spanisch und Italienisch. Die Wahl des Landes hat in erster Linie Einfluss auf den DSi-Shop.

            

Kommentare

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  • Ich seh kein Veränderung zum Vorgänger :(
  • @Renaku: Internen RAM hater 16 richtig. Interner Speicher sinds aber 256MB.
  • Eine Sache, die mir aufgefallen ist und bisher nicht diskutiert wurde: Ich finde einfach den DS Lite schöner - Klavierlack ist edel! Der DSi sieht in meinen Augen daneben aus wie die erste Generation von Sprachcomputern der Firma Texas Instruments. Zudem liegt der DSi mit der "rauhen  [...] Eine Sache, die mir aufgefallen ist und bisher nicht diskutiert wurde: Ich finde einfach den DS Lite schöner - Klavierlack ist edel! Der DSi sieht in meinen Augen daneben aus wie die erste Generation von Sprachcomputern der Firma Texas Instruments. Zudem liegt der DSi mit der "rauhen Schale" nach einiger Zeit wirklich unangenehm in der Hand, wenn man die glatte Oberfläche des Lite gewohnt ist. Das nur meine Meinung.