Actionloop - Test, Geschicklichkeit, Nintendo DS - 4Players.de

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Geschicklichkeit
Entwickler: Mitchell Corp.
Publisher: Nintendo
Release:
24.01.2007
Spielinfo Bilder Videos
Man kann dem Nintendo DS gewiss viel vorwerfen: Technisch ist er nicht ansatzweise auf der Höhe, das Design mag gewöhnungsbedürftig sein, die Steuerung ist nicht jedermanns Sache, Ego-Shooter sind seltener als erwachsene Tokio Hotel-Fans. Aber über einen Mangel an hervorragenden Puzzlegames kann man sich nun wirklich nicht beschweren! Spiele wie Actionloop haben es daher schwer, denn sie stehen im Schatten von Highlights wie Tetris DS oder Meteos.

Wo ist der Frosch?

Farbige Kugeln nähern sich, wie Perlen aufgereiht, auf verschlungenen Pfaden einem Ziel: Ihr müsst diese Reihen auflösen, indem ihr gleichfarbige Murmeln draufwerft, und so die Ansammlung verkürzt - so lange, bis entweder alle Kuller verschwunden sind oder eine davon das Ziel erreicht und damit das verfrühte »Game Over« einläutet. Klingt vertraut? Dann habt ihr vermutlich schon mal PopCaps Zuma Deluxe  gespielt, entweder auf PC oder Xbox 360 - Actionloop ist im Wesentlichen das gleiche Spiel, nur ohne Frosch und Maya-Ambiente. »Buuh, Rip-Off!« mag jetzt der eine oder andere skandieren, aber das wäre nicht ganz fair gegenüber dem DS-Game - schließlich ist Zuma selbst ein gnadenloser Abklatsch des 98er Arcade-Originals »Puzz Loop«, von Mitchell Corp, das aber seinerzeit nur wenig Aufmerksamkeit bekam.

Actionloops Präsentation ist eher zweckdienlich als schön - dafür glänzen die Levels mit interessant verknotetem Design.
Also ist Actionloop jetzt im Grunde ein Puzz Loop 2? Genau! Mit neuer Steuerung und frischen Spielmodi! Die Kontrolle erfordert einige Gewöhnung: Statt die Abschussplattform zu rotieren zieht ihr die Bälle einfach mit dem Stylus in die gewünschte Richtung, je nach Intensität fliegen sie schneller oder langsamer drauflos. Das ist nicht ganz so präzise wie z.B. die Analogstick-plus-hilfreicher-Richtungspfeil-Variante auf der 360, aber nach einer Weile schleudert man die Murmeln recht treffsicher. Das Problem dabei ist, dass die Stifthand, sofern sie nicht gerade an einem Kleinkind hängt, das Aktionsfeld (den Touchscreen) genau an der Stelle bedeckt, an der die Kugeln ins Bild kommen, während oben lediglich eine übergroße Grafik sowie die Scores eingeblendet sind - das ist nicht dramatisch, aber lästig genug, um im Notfall die Schuld an einem verfrühten »Game Over« zu tragen. Ganz besonders, da der Schwierigkeitsgrad schnell in bemerkenswerte Höhen klettert, denn die Rotationsgeschwindigkeit der Kugeln ist deutlich höher als beim eher gemütlichen Zuma. Immerhin gibt es auch hier hilfreiche Extras, die etwa kurz die Zeit anhalten oder die Kugeln rückwärts rollen lassen.

Rumpelnde Kugeln

Solisten dürfen sich in drei Spielmodi die Haare auskringeln: Im »Marathon« wird 99 Levels lang einfach drauflosgekugelt, im »Denksport« warten 60 immer neu gestaltete Herausforderungen, in denen ihr bestimmte Kugeln eliminieren müsst. Beim »Schachmatt« schließlich habt ihr keine Hektik, dafür aber auch nur eine bestimmte Zahl Kugeln zu Verfügung, mit der ihr das gesamte Feld abräumen müsst - hier ist mehr denn je präzises Vorgehen gefragt. Allein zu sein ist nicht nur für Hasen auf Dauer ungesund, deswegen dürft ihr hier auch Geselligkeit beweisen: Ihr könnt gegen einen zweiten Spieler, ob mit eigenem Modul oder ohne, antreten, allerdings nur in einem, auf Dauer recht ermüdenden »Deathmatch«-Modus, in dem auf eurer Seite abgebaute Reihen beim Gegenüber wieder auftauchen. Ihr dürft außerdem eine Demo versenden; Besitzer des ebenfalls von Mitchell entwickelten Polarium Advance dürfen das Modul parallel in den DS stecken und damit ein Extra-Steinset für das GBA-Spiel freischalten. Darüber hinaus liegt dem Spiel das Rumble Pak bei, das hier aber ungefähr so nötig ist wie eine Blinddarmmassage.

    

Kommentare

Balmung schrieb am
Aber immerhin ist der Titel besser als ich erwartet hätte, ich dachte das wird eher ein 08/15 Puzzler, aber so schlecht ist der Titel mit 73% ja doch nicht geworden. Da gibt es definitiv sehr viel schlechtere Titel.
Also Meteos hat mir gut gefallen und das wo ich nicht so der Puzzlefan bin.
johndoe-freename-102309 schrieb am
Eine Frage des Geschmacks würde ich sagen. Meteos gefällt mir überhaupt
nicht. Actionloop ist völlig ok, aber eben kein Knaller wie Tetris Bust a
Move. Antesten würde ich jeden Puzzlefreund trotzdem empfehlen.
Und zur Übersicht auf dem Touchpad: Nimm doch einfach die Wurstfinger
vom Display, dann gehts deutlich besser. Die Übersicht ist nicht schlechter
als auf ein TV, weil ähnliche bis gleiche Maps. Das Chaos auf dem Screen
zu überblicken ist der Weg zum Erfolg. Ohne dieses Chaos wäre Action-
loops ein lineares Bust a Move ohne jede Action.
Merandis schrieb am
Buähh, ich hatte mir echt mehr erhofft! Gut das ich es mir bis jetzt noch nicht gekauft habe. Dabei sah alles interessant und nach einem Top-Titel aus.
schrieb am

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