Worte werden lebendig!
Im Knobelspiel Scribblenauts muss ich lediglich ein beliebiges Wort wie z.B. Fahrrad auf den Bildschirm kritzeln und schon steht das Objekt - in diesem Fall ein stilisierter Drahtesel - vor mir. Wozu ich ein derart geisteskrankes Tohuwabohu veranstalte? Weil es Spaß macht! Und weil ich nach ein wenig
Herumprobieren ganz nebenbei einen Stern eingesackt und den nächsten Level freigeschaltet habe. Auf einer Präsentation in Hamburg konnten wir ausführlich Probe kritzeln.
In den Grundzügen ist das experimentelle Projekt vom amerikanischen Entwickler 5TH Cell ein ganz gewöhnliches Knobelspiel. Ich schlüpfe in die Rolle des putzig durch 2D-Levels wackelnden Comic-Charakters Maxwell. Jeder der 120 Levels besitzt zwei Varianten: Entweder soll mein Schützling an einen im Level versteckten Stern gelangen oder es müssen diverse einfache Aufgaben wie etwa das Überbringen von Blumen erledigt werden. Doch bei der Problemlösung lässt mir Scribblenauts so viele Freiheiten wie vermutlich kein anderes Spiel.
Ich hol dir die Sterne vom Himmel!
Um einen Stern von einem hohen Baum zu holen, kritzele ich z.B. den Begriff »Leiter« auf den Notizblock und das Hilfsmittel erscheint auf der Bildfläche. Nachdem ich das Hilfsmittel mit dem Stylus an die richtige Stelle geschoben habe, kann ich Maxwell ans Ziel kraxeln lassen. Er läuft stes brav an die Stelle, welche ich antippe. Es dauert ein paar Minütchen, bis ich mich an die Bedienung gewöhnt habe, doch dann werde ich immer sicherer. Mit Hilfe des Steuerkreuzes oder der Feuerknöpfe verschiebe ich die Kamera, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen.
Beim zweiten Versuch gehe ich das erste Level ein wenig extravaganter an: Ich erschaffe einen Pandabären sowie ein Einrad und lasse das erstaunlich geschickte Tier mit dem Fahrzeug umherfahren, bis es den Stern berührt und vom Baum herunter schubst. Da er nicht ganz heran reicht, erschaffe ich einen weiteren Bären und setze ihn dem ersten auf den Kopf. Die Anzahl der Lösungsmöglichkeiten wird offenbar nur von meiner Bereitschaft begrenzt, weiteren Unsinn auszuprobieren. Bekannte Figuren wie Spiderman werden allerdings nicht durch die Levels schwingen: Urheberrechtlich gechützte Begriffe, Eigennamen und nicht jugendfreie Schmuddelwörter werden vom Spiel nicht erkannt. Davon abgesehen bemühen sich die Entwickler aber, jeden noch so abstrusen Begriff zu intergrieren. Dazu gehören auch Kombinationen aus mehreren Wörtern, wie ein Luftkissenpanzer oder der bereits erwähnte Ninja-Hai mit seiner schmucken roten Augenbinde.
Atomkrieg ist keine Lösung
Zu den vertretenen Begriffen gehören natürlich jede Menge Waffen: Die alles zerstörende Atombombe wirkt natürlich übertrieben - eine einfache Pistole oder auch ein geschossener Fußball eignen sich besser dazu, lockere Dinge aus der Verankerung zu stoßen. Falls ihr von grundauf pazifistisch eingestellt seid, könnt ihr z.B. versuchen, das Picknick eines Hippies vor herantrippelnden Ameisen zu beschützen - ohne auch nur einem der Krabbeltiere etwas zu Leide zu tun. Leider kennt das Spiel keine Punks, mit dem ich instinktiv den Hippie zur Flucht bewegen wollte. In solch einem Fall schlägt die Texterkennung ähnlich geschriebene Alternativen vor.
Auch wenn meine Sauklaue zu undeutlich auf das Schriftfeld kritzelt, hilft das integrierte Wörterbuch gut und sinnvoll aus - ein Klick und der gewünschte Vorschlag ist aus der Liste ausgesucht. Außerdem lassen sich bereits benutzte Wörter schnell wieder aufrufen. Wer lieber tippt, darf auf die alternative Touchscreen-Tastatur zurückgreifen. Technical Director Marius Fahlbusch berichtete uns, dass das die deutsche Datenbank noch in Arbeit ist und dass in der finalen Version, welche am 25. September erscheint, noch einige Wörter dazu kommen. Falls ihr mehr über die Arbeit an dem ungewöhnlichen Knobler erfahren wollt, solltet ihr einen Blick auf unser Interview werfen. Und natürlich umblättern zur zweiten Seite dieses Artikels.
Im Knobelspiel Scribblenauts muss ich lediglich ein beliebiges Wort wie z.B. Fahrrad auf den Bildschirm kritzeln und schon steht das Objekt - in diesem Fall ein stilisierter Drahtesel - vor mir. Wozu ich ein derart geisteskrankes Tohuwabohu veranstalte? Weil es Spaß macht! Und weil ich nach ein wenig
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| Mir geht ein Licht auf: In düsteren Levels kann eine Taschenlampe nicht schaden. |
In den Grundzügen ist das experimentelle Projekt vom amerikanischen Entwickler 5TH Cell ein ganz gewöhnliches Knobelspiel. Ich schlüpfe in die Rolle des putzig durch 2D-Levels wackelnden Comic-Charakters Maxwell. Jeder der 120 Levels besitzt zwei Varianten: Entweder soll mein Schützling an einen im Level versteckten Stern gelangen oder es müssen diverse einfache Aufgaben wie etwa das Überbringen von Blumen erledigt werden. Doch bei der Problemlösung lässt mir Scribblenauts so viele Freiheiten wie vermutlich kein anderes Spiel.
Ich hol dir die Sterne vom Himmel!
Um einen Stern von einem hohen Baum zu holen, kritzele ich z.B. den Begriff »Leiter« auf den Notizblock und das Hilfsmittel erscheint auf der Bildfläche. Nachdem ich das Hilfsmittel mit dem Stylus an die richtige Stelle geschoben habe, kann ich Maxwell ans Ziel kraxeln lassen. Er läuft stes brav an die Stelle, welche ich antippe. Es dauert ein paar Minütchen, bis ich mich an die Bedienung gewöhnt habe, doch dann werde ich immer sicherer. Mit Hilfe des Steuerkreuzes oder der Feuerknöpfe verschiebe ich die Kamera, um mir einen besseren Überblick zu verschaffen.
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| Gestatten: »Ninja Hai«! Schreibt einfach einen Begriff eurer Wahl auf den Touchscreen und schon erscheint die entsprechende Figur oder der Gegenstand auf der Bildfläche. |
Atomkrieg ist keine Lösung
Zu den vertretenen Begriffen gehören natürlich jede Menge Waffen: Die alles zerstörende Atombombe wirkt natürlich übertrieben - eine einfache Pistole oder auch ein geschossener Fußball eignen sich besser dazu, lockere Dinge aus der Verankerung zu stoßen. Falls ihr von grundauf pazifistisch eingestellt seid, könnt ihr z.B. versuchen, das Picknick eines Hippies vor herantrippelnden Ameisen zu beschützen - ohne auch nur einem der Krabbeltiere etwas zu Leide zu tun. Leider kennt das Spiel keine Punks, mit dem ich instinktiv den Hippie zur Flucht bewegen wollte. In solch einem Fall schlägt die Texterkennung ähnlich geschriebene Alternativen vor.
Auch wenn meine Sauklaue zu undeutlich auf das Schriftfeld kritzelt, hilft das integrierte Wörterbuch gut und sinnvoll aus - ein Klick und der gewünschte Vorschlag ist aus der Liste ausgesucht. Außerdem lassen sich bereits benutzte Wörter schnell wieder aufrufen. Wer lieber tippt, darf auf die alternative Touchscreen-Tastatur zurückgreifen. Technical Director Marius Fahlbusch berichtete uns, dass das die deutsche Datenbank noch in Arbeit ist und dass in der finalen Version, welche am 25. September erscheint, noch einige Wörter dazu kommen. Falls ihr mehr über die Arbeit an dem ungewöhnlichen Knobler erfahren wollt, solltet ihr einen Blick auf unser Interview werfen. Und natürlich umblättern zur zweiten Seite dieses Artikels.




