Neue alte Abenteuer
Entwickler Cyanide gibt sich nicht mit klotzen zufrieden, hier werden gleich Wolkenkratzer gebaut: Nicht weniger als das gesamte Adventure Runaway 2 soll auf das kleine DS-Modul gepackt werden, das gar nicht so klein ist - hier wird das erste 1GB-ROM verwendet. Diesen Platz zu füllen sollte kein Problem sein, denn die Designer packen mehr als eine Stunde Videosequenzen auf den Touchscreen! Das wird durch den neuen Codec »VX2« ermöglicht, der gute Wiedergabequalität bei beeindruckender Kompressionsrate ermöglicht. Bis auf krümelige Packfragmente gibt es an den Bildern auch absolut nichts auszusetzen.
Wohl aber am Ton, der gegenwärtig noch klirrt wie ein 32kbit-mp3 - spätestens mit Kopfhörern dürfte das der Tod jedes Gehörgangs sein, der nicht bei der Loveparade abgetötet wurde. Das betrifft gegenwärtig aber nur die Filmsequenzen, die direkt den PC-Originalen entspringen, im eigentlichen Spiel ist die Akustik weitaus angenehmer.![]()

Verweilt ihr mit dem Stylus auf dem Touchpad, wird die Ansicht vergrößert - sehr praktisch!
Wie gesagt folgt das DS-Spiel seinem großen PC-Bruder auf den Fersen; alle Puzzles, Dialoge und sechs Kapitel sind drin. Über 100 Bildschirme bieten mehr als genug Abwechslung, die Protagonisten Brian und Gina tummeln sich u.a. in Alaska, auf Hawaii oder auch mal unter Wasser. Die Grafik ist im Grunde ihres Herzens komplett 2D wie zu LucasArts-Zeiten, erlaubt aber den einen oder anderen Spaziergang in die optische Tiefe. Technisch gibt es kaum etwas am Gezeigten auszusetzen: Auch außerhalb der Filmsequenzen sind die Figuren sauber animiert, die in mehreren Ebenen scrollenden Hintergründe detail- und farbenreich - allerdings ist alles aufgrund der geringen Größe des Bildschirms etwas krümelig, dadurch sind gerade kleinere Gegenstände schlechter zu erkennen. Immerhin lassen sich auf Knopfdruck alle interessanten im Bild befindlichen Items hervorheben.
Der Mausstift
Ihr steuert das Spiel komplett via Touchpad und Stylus: Ein Tippser ins Bild, und Brian trabt treudoof an diese Stelle. Ein Tippser auf einen Gegenstand, und er wird näher untersucht. Haltet ihr den Stylus auf dem Pad fest, wird der entsprechende Bildbereich herangezoomt, was gerade dem im letzten Absatz erwähnten Krümelfaktor entgegen wirkt - mit dem Digipad könnt ihr dann den Cursor verwandeln, um etwa Gegenstände aufzusammeln. Mit den Schultertasten schaltet ihr durch die Gegenstände in eurem Inventar, die dann zu eurem Cursor werden und sich mit anderen Objekten kombinieren lassen - so weit, so simpel. Allerdings ist das Inventar an sich zu kontrastreich, die Items dagegen sind zu klein, und damit vor dem Hintergrund schlecht zu erkennen.
Ausblick
Ersteindruck: gut
Kommentare
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Ist etwa auch die komplette Sprachausgabe enthalten? 8O Wie ist denn das möglich, das klingt ja unglaublich! Bin echt schon gespannt auf die Umsetzung. PS: Achja, wie immer schön geschrieben! :)