Client und Account
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Egal ob "Free2Play"-Spiele in die Genres "Online-Action", "Sport" oder "Rollenspiel" eingeordnet werden können, das Konzept ist prinzipiell gleich: Man lädt sich einen Spiel-Client kostenlos herunter (kein Webgame) und muss zusätzlich einen Account auf der jeweiligen Spiel-Webseite erstellen, was meist ohne Gebühren oder Abo vonstatten geht. Mit den Accountdaten könnt ihr euch dann via Client in die Onlinewelt einloggen.
Kostenloser Segen?
Bislang ist alles kostenlos und früher oder später fragt man sich: Wie finanziert der Anbieter die Spiel-Entwicklung, den Support und die Server-Infrastruktur? Die Idee dahinter ist genauso simpel wie effektiv: Der Spieler kann sich für echtes Geld entweder direkt oder per Umrechung in Spielwährung bestimmte Dinge im jeweiligen Shop des Titels kaufen - oft als Mikro-Transaktionen oder Mikro-Payment bezeichnet.
Mit diesen gekauften Gegenständen können sich Käufer gegenüber Nicht-Käufern kleine oder stellenweise größere Vorteile verschaffen. So werden häufig "Tränke" angeboten, die dafür sorgen, dass der Charakter mehr Erfahrungspunkte bekommt oder Gegenstände, mit denen man sich schneller von A nach B bewegen kann. Reittiere, Einrichtungsgegenstände für Häuser, Waffen, virtuelle Haustiere oder ganz simple Heil- oder Manatränke können somit gegen echtes Geld gekauft und dann in der Onlinewelt eingesetzt werden.
Welchen Einfluss diese gekauften Gegenstände bzw. Hilfen auf das Spielgeschehen haben, kann ganz unterschiedlich sein. Während bei manchen Spielen alles Kaufbare lediglich für einen schickeren optischen Effekt sorgt und den Charakter äußerlich aufwertet, gibt es bei vielen "Free2Play"-Titeln auch Dinge wie Verstärkungszauber, Waffen oder Ausrüstung zu kaufen, die dem Spieler gegenüber anderen einen Vorteil verschaffen; der Extremfall wäre "Cash over Skill", also die Bevorteilung von zahlenden Usern gegenüber denen, die tatsächlich mit Geschick agieren. Dennoch ist es bei vielen Spielen so, dass diese "spielverändernden Gegenstände" über sehr zeitintensive Partien kostenfrei zu bekommen sind oder fast nur im PvP (Spieler gegen Spieler) zu Nachteilen führen. Häufig führt der Geldeinsatz also zu einem Zeit-Vorsprung oder zu einer Vereinfachung des Spiels gegenüber Nicht-Käufern oder ermöglicht ferner Zugang zu besonderen Features, die kostenlosen Nutzern nicht zur Verfügung stehen.
Special und Ausblick
Aufgrund des nicht zu vernachlässigenden Trends und des wachsenden Angebots von Free2Play-Spielen werden wir in diesem Artikel einige Kandidaten kurz vorstellen. Die Spiele werden nicht bewertet und der Bericht erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll nur einen Überblick über diese neue "Goldgrube" verschaffen.
Zunächst beleuchten wir die Spiele anhand ihrer Publisher, schließlich bietet es sich als Betreiber an, einen zentralen Account zur Verfügung zu stellen, damit die Benutzer zentral auf die verschiedene Free2Play-Angebote zurückgreifen zu können. Beispiel: Mit einem Account bei GOA könnt ihr auf Warrior Epic, Pangya und Kart n' Crazy zugreifen. Abschließend gehen wir noch auf einige Einzelspiele ein.
| Autoren: Marcel Kleffmann und Sebastian Rosendorfer |