Spiel und Realität
Wenn man sich die Rekruten in den Unterrichtsräumen des Joint Multinational Training Commands (JMTC) der US Army anschaut, könnte man fast meinen, auf einer LAN-Party gelandet zu sein, bei der Uniformpflicht besteht. Der Spaß steht hier jedoch nicht im Mittelpunkt, denn hier werden die Soldaten auf ihre lebensgefährlichen Einsätze in Afghanistan und im Irak vorbereitet, indem z.B. auch Situationen in den Krisenregionen nachgestellt werden, um in Zukunft Fehler zu vermeiden. Dazu nutzt die Army hochauflösende Satellitendaten, mit deren Hilfe die Software Karten generiert, die möglichst realistisch sind. Am Ende der virtuellen Mission werden die Soldaten und ihre Aktionen von Kommandierenden in einer Abschluss-Sitzung bewertet. Aus der Sicht eines Spielers erscheint der Trainingssimulator nur bedingt interessant: Technisch wirkt der Virtual Battle Space eher unspektakulär und erinnert an PC-Shooter vor fünf Jahren. Und auch inhaltlich wären die Einsätze für manche Spieler eine Schlaftablette, denn einige der Soldaten durften während der gesamten Mission in der Rolle ihres digitalen pixelgenau nachempfunden werden und auch bei den über 70 enthaltenen Waffen von der Pistole über (Sniper-)Gewehre bis hin zu Granaten und schweren Geschützen wie dem Raketenwerfer ist die realistische Nachbildung samt einer genau berechneten Ballistik inklusive glaubwürdigem Rückstoß oberstes Ziel.
Pflichtprogramm: Tutorial
Wer sich als Otto-Normal-Spieler umgehend in den ersten Einsatz stürzt, wird schon bald an seine Grenzen geführt. Man segnet nicht nur schneller das Zeitliche als einem lieb ist, sondern ist auch angesichts der komplexen Steuerung, bei der man selbst auf einer PC-Tastatur noch auf Tastenkombinationen zurückgreifen muss, hoffnungslos überfordert. Zum Glück bieten die Entwickler ein umfangreiches Tutorial an, das man sich unbedingt zu Gemüte führen sollte, da es nicht nur in die grundlegenden Elemente der Spielmechanik einführt, sondern sich auch mit Details wie dem Befehlssystem, dem Basisbau und sogar dem Fallschirmspringen beschäftigt. Allerdings wirken manche Textanweisungen noch etwas zu ungenau und ließen mich oft im Dunkeln darüber, was genau ich jetzt eigentlich machen oder drücken soll. Trotzdem ist das Tutorial die erste Anlaufstation für angehende Soldaten, die nicht nur als Kanonenfutter herhalten wollen. Angesichts der Komplexität wage ich es jetzt schon zu bezweifeln, dass ArmA II in diesem Umfang jemals auf einer Konsole erscheinen wird - auch wenn die Entwickler eine Umsetzung nicht ausschließen. Vielleicht liefert man ja gleich eine Tastatur mit...
Wenn man sich die Rekruten in den Unterrichtsräumen des Joint Multinational Training Commands (JMTC) der US Army anschaut, könnte man fast meinen, auf einer LAN-Party gelandet zu sein, bei der Uniformpflicht besteht. Der Spaß steht hier jedoch nicht im Mittelpunkt, denn hier werden die Soldaten auf ihre lebensgefährlichen Einsätze in Afghanistan und im Irak vorbereitet, indem z.B. auch Situationen in den Krisenregionen nachgestellt werden, um in Zukunft Fehler zu vermeiden. Dazu nutzt die Army hochauflösende Satellitendaten, mit deren Hilfe die Software Karten generiert, die möglichst realistisch sind. Am Ende der virtuellen Mission werden die Soldaten und ihre Aktionen von Kommandierenden in einer Abschluss-Sitzung bewertet. Aus der Sicht eines Spielers erscheint der Trainingssimulator nur bedingt interessant: Technisch wirkt der Virtual Battle Space eher unspektakulär und erinnert an PC-Shooter vor fünf Jahren. Und auch inhaltlich wären die Einsätze für manche Spieler eine Schlaftablette, denn einige der Soldaten durften während der gesamten Mission in der Rolle ihres digitalen pixelgenau nachempfunden werden und auch bei den über 70 enthaltenen Waffen von der Pistole über (Sniper-)Gewehre bis hin zu Granaten und schweren Geschützen wie dem Raketenwerfer ist die realistische Nachbildung samt einer genau berechneten Ballistik inklusive glaubwürdigem Rückstoß oberstes Ziel.
Pflichtprogramm: Tutorial
Wer sich als Otto-Normal-Spieler umgehend in den ersten Einsatz stürzt, wird schon bald an seine Grenzen geführt. Man segnet nicht nur schneller das Zeitliche als einem lieb ist, sondern ist auch angesichts der komplexen Steuerung, bei der man selbst auf einer PC-Tastatur noch auf Tastenkombinationen zurückgreifen muss, hoffnungslos überfordert. Zum Glück bieten die Entwickler ein umfangreiches Tutorial an, das man sich unbedingt zu Gemüte führen sollte, da es nicht nur in die grundlegenden Elemente der Spielmechanik einführt, sondern sich auch mit Details wie dem Befehlssystem, dem Basisbau und sogar dem Fallschirmspringen beschäftigt. Allerdings wirken manche Textanweisungen noch etwas zu ungenau und ließen mich oft im Dunkeln darüber, was genau ich jetzt eigentlich machen oder drücken soll. Trotzdem ist das Tutorial die erste Anlaufstation für angehende Soldaten, die nicht nur als Kanonenfutter herhalten wollen. Angesichts der Komplexität wage ich es jetzt schon zu bezweifeln, dass ArmA II in diesem Umfang jemals auf einer Konsole erscheinen wird - auch wenn die Entwickler eine Umsetzung nicht ausschließen. Vielleicht liefert man ja gleich eine Tastatur mit...



