01.02.10, Autor: Julian
 
Tower Defense erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Das Genre wächst quantitativ, aber auch qualitativ wie kreative Spiele der Marke Plants vs. Zombies oder Defense Grid beweisen. Ein Team von der Mediadesign Hochschule will sich jetzt ebenfalls am Verteidigungsgeplänkel versuchen – sechs Wochen haben die Studenten dafür Zeit. Wir begleiten das Projekt von der Idee bis zur Geburt.
 
 
Bernd hat ein Problem

Als Hausmeister hat sich Bernd (oben rechts im Header)  schon mit allerlei Ekelhaftem wie verstopften Toiletten abgeben müssen; von Zombies stand jedoch nichts in seinem Arbeitsvertrag. Das wird ihm allerdings nicht viel helfen, als Untote langsam zum Dach hoch schlurfen, wo er festsitzt und auf den Rettungshubschrauber wartet.

Glücklicherweise hat er einen Hilfsroboter namens U-do-I-51337 (you do, I sleep - oder einfach: Udo) zur Hand, der an der Decke schwebt und die nahenden Kreaturen mit allerlei Büroinventar aufhalten kann: Aktenschränke blockieren, Drehstühle verlangsamen, Ventilatoren schlitzen.

Im Gegensatz zu gewöhnlicher Tower Defense baut man nicht beliebig Türme: Das im Büro platzierte Equipment wird über Stiften aktiviert, die man mit Udo ansammelt. Klingt etwas merkwürdig, wird aber damit erklärt, dass die Firma mit dem 'Most Robust Expendable Pointing Pen' (MREEP) eine neue Generation stabiler Auszieh-Kugelschreiber entwickelt hat, die sich auch dazu eignen, die Objekte eine bestimmte Zeit lang zu fixieren.

Der Klebefeuerventilator

Erledigte Zombies lassen Items fallen, mit denen man Gegenstände aufwerten kann: Ein Beamer hält mit einem Film alle Zombies in seiner Reichweite auf und sorgt fast für einen Stau und Kleber verlangsamt die Untoten. Last but not least: Mit einem Zippo-Feuerzeug lassen sich Gegenstände um Feuerschaden verstärken. Items werden sich zudem kombinieren lassen und ermöglichen es, einen Ventilator mit Kleber und Feuer aufzuwerten.

Die Grafik ist in 3D gehalten, das Spielgeschehen findet allerdings auf zwei Ebenen statt: Der Spieler blickt seitwärts auf das Gebäude; erreicht Udo eine Ecke davon, dreht die Kamera zur nächsten Seite des Hauses. Über eine am Ende jeder Etage platzierten Treppe kann der Roboter in andere Stockwerke wechseln.
Fakten

- Tower Defense im Büro-Szenario
- Studentenprojekt der Mediadesign Hochschule Berlin
- Zeitvorgabe: 6 Wochen
- 4-5 Level sind geplant

Von der Konzeptzeichnung zum Spiel: "The Deadline" soll in sechs Wochen entstehen.














- Spielziel: Zombies aufhalten, Hubschrauberrettung
- Leveldesign über mehrere Stockwerke
- Roboter "Udo" als Gehilfe
- Gegenstände aufwerten (Feuerschaden etc.)
- evtl. Zufallsgenerierung von Karten
- mittels Unreal Development Kit entwickelt

Diese Herrschaften wollen das Büro stürmen - Bernd und Udo müssen sie aufhalten.
 
    Ausblick
Als Studentenprojekt mit sechswöchiger Zeitvorgabe wird The Deadline in Sachen Umfang und Feinschliff natürlich nicht mit einem Plants vs. Zombie mithalten können. Da wir dem Team bei der Entwicklung über die Schulter schauen dürfen, wird es aber interessant sein zu sehen, was die Studenten dort innerhalb weniger Wochen auf die Beine stellen können. Der Umfang des Equipments wurde bewusst klein gehalten - umso wichtiger wird es sein, die Spielbalance richtig abzustimmen. Über deren Qualität kann aber nur gemutmaßt werden, denn bis dato konnte das Spiel nur auf dem Papier getestet werden.
 
 
    Kommentare im Forum
targeter
Tower Defense spiele machen riesigen Spaß.
Dieses Projekt hört sich sehr Interessant an und ich bin sehr
ge...
_Omega_
Klingt nach nem schönen projekt.
Bin auch mal gespannt was dabei rauskommt.
FreshG
Tower Defense ist immer gut. Macht riesen spaß wenn alles zusammen passt.
Bin mal gespannt was die Herrscha...
Kommentare anzeigen (12)
schreiben
Bookmark and Share