Die Qual der Wahl
Wer schnappt sich die Beute? Joe, Kopf des Raubüberfalls, welcher 40 Jahre in Alcatraz schmoren soll? Seine Frau Christine? Oder Joes alter „Geschäftspartner“ Mickey? Der an Steve Buscemi angelehnte Verräter droht schließlich damit, Christine umzubringen, wenn Joe ihm nicht das Versteck verrät. In Daedalics neuem Adventure beeinflusst der Spieler den Ausgang des Abenteuers. John ist zwar die Hauptfigur, doch zwischendurch steuert man auch Christine und andere Charaktere. Die Entscheidungsfreiheit ist eines der wichtigsten Merkmale: Je nach gewählter Dialog-Option soll der Krimi völlig anders verlaufen.
Eine weitere Besonderheit ist der raue Umgangston: Während Joe Ausbruchspläne schmiedet, lassen seine Knastbrüder am laufenden Band schmutzige Sprüche vom Stapel. Die Suche nach der Beute führt auch ins Rotlichtmilieu - in einer Zeit, als die Kriminalität in der Westküstenmetropole noch eine größere Rolle spielte als Tourismus und Miet-Wucher. Obwohl sich das Team in Hamburg um die visuelle Umsetzung kümmert, wirkt das Design sehr untypisch für Daedalic. Die nachdenklichen Mienen der schlicht gehaltenen 3D-Charaktere erinnern eher an Pendulos Der Fall John Yesterday als an hauseigene Produktionen. Die Hintergründe werden aber wieder von Hand gezeichnet.
Ausblick
Einschätzung: gut
- Krimi im San Francisco der Fünfziger
- spielt auf Alcatraz und am North Beach
- zahlreiche Abzweigungen und Enden
- viele Dialog-Rätsel
- 90 gezeichnete Kulissen
- dreidimensionale Cel-Shading-Charaktere
- Jazz-Soundtrack von Pedro Macedo Camacho
- momentan nur für den PC in Planung
- erscheint in diesem Jahr