Roger im Wunderland
Die Gegenwart: Roger Sun ist Gitarrist einer Metalband und zugleich ein ausgesprochener Fan von Rollenspielen und Adventures. Eines Tages wird der völlig durchschnittliche Alltagstyp mit der mystischen Kraft eines kürzlich erworbenen antiken Spiegels in eine andere Welt gesaugt und kracht mitsamt seiner Wohnzimmer-Einrichtung in den Konflikt zwischen einem königlichen Herr und grässlichen Kreaturen. Seine Fantasy-Phantasien scheinen wahr geworden zu sein, doch das Heldenleben hatte sich Roger anders vorgestellt. Die Kräfte des Lichts entpuppen sich als arrogant, egoistisch und bekriegen sich gegenseitig. Als dann die Vampire Dawnclaude & Solithaire auftauchen und Jagd auf alles Menschliche machen, wird schnell klar, dass sie nur die Vorboten einer düsteren Macht sind, vor der das Auftreten von Roger nicht verborgen blieb...
Story, Charaktere und Humor
Im Gegensatz zu anderen Rollenspielen will Grotesque nicht mit einer großen freien Welt punkten, in der man sich verloren fühlt, sondern einen klaren roten Faden vorgeben und die Story u.a. mit einem Dialogsystem im "Multiple Choice"-Format fortspinnen. Mit der Antwortauswahl könnt ihr den Dialog selbst lenken und euer virtuelles Gegenüber aktiv überreden, anstatt die Gesprächsführung den passiven Attributen zu überlassen. Neben Dialogen mit allerlei charismatischen Persönlichkeiten müsst ihr Quests lösen, wobei sich Sammel- oder Tötungsaufgaben der Marke "Erledige 15 Name des Monsters einfügen" in Grenzen halten sollen und sogar parodiert werden. So beschwert sich Roger lautstark beim Auftraggeber über den monotonen Aufbau, wenn ihr mal wieder Skelette erledigen und danach andere Schergen umhauen müsst.
Ausblick
Vor zwei Jahren wollte Grotesque mit Humor und lustigen Anspielungen auf Beutezug gehen, aber in den letzten Monaten verlegten die Entwickler den Fokus immer mehr in Richtung traditionelle Fantasy-Story und schlugen dabei den Grundsatz der vollständig offenen Welt à la Oblivion oder Gothic in den Wind. Mit Multiple-Choice-Dialogen und klassischen Adventure-Elementen (z.B. Gegenstände kombinieren) will Grotesque zu den Rollenspiel-Tugenden zurückkehren, untermalt mit (schwarzem) Humor - gespannt bin ich allerdings, ob die Gratwanderung zwischen Jux und ernster Story gelingt. Wie sich Kampfsystem und künstliche Intelligenz letztendlich präsentieren bleibt abzuwarten, aber schon jetzt hebt sich Grotesque von den Fantasy-Einheitsbrei-Konsorten ab.Features
- traditionelle Fantasy-Story mit Tiefgang
- Adventure-Elemente in Rätseln und Dialogen
- Anspielungen auf Fantasy-Filme und Spiele, viel "Schwarzer Humor"
- taktisch angehauchtes Kampfsystem mit Spezialmanövern
- zugängliches Benutzerinterface vergleichbar mit World of WarCraft oder Guild Wars
- nicht alle Monster wollen kämpfen, manche fliehen oder verbünden sich mit dem Spieler, Feinde greifen sich gegenseitig an
- abwechslungsreiche Aufgaben
- Gegenstände können im Inventar miteinander benutzt / kombiniert werden
- der Held kann Liebschaften eingehen
- 3D-Engine mit fließendem Tag- und Nacht-Wechsel
- professionelle Sprachausgabe
- kein Mehrspieler-Modus
- Plattformen: PC, Xbox 360
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In der Fantasy-Welt trefft ihr auch auf Gegner mit eigener Persönlichkeit. Es gibt z.B. "Goblin Commander", die anderen Goblins Befehle erteilen können und sich ganz schön aufregen, wenn ihre Untergebenen versagen, was häufig vorkommt. |
