Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten - First Facts - 4Players.de

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Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten (Adventure) von Daedalic
Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten
2D-Adventure
Publisher: Daedalic
Release:
22.06.2012
Spielinfo Bilder Videos

Deponia nähert sich der Veröffentlichung, doch Entwickler Daedalic hat noch ein Adventure in der Mache: Ein paar Büros weiter arbeitet ein zweites Team am deutlich düsterer designten »Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten«. Bei einem Besuch vor Ort hat Matthias Mangelsdorf uns das verschlafene Städtchen Andergast und seine Bewohner vorgestellt.



Urige Pinselstriche

 

Die Ähnlichkeit zu „The Whispered World“ ist kein Zufall: Ein Großteil des Teams arbeitete vor zwei Jahren am Fantasy-Adventure von Marco Hüllen, welcher auch diesmal beim Erstellen der Animationen hilft. Ähnlich wie in Sadwicks Abenteuer gibt es jede Menge knorrige Bäume, blubbernde Kessel und verschnörkelte Feinheiten in den komplett gezeichneten Kulissen zu entdecken. Damit Neulinge nicht überfordert werden, startet das Spiel in einem abgelegenen Teil des Rollenspiel-Universums von Das Schwarze Auge (DSA). Andergast ist in etwa mit Bayern im Hochmittelalter vergleichbar.

Der verschlafene Ort ist eigentlich nur für seine Rückständigkeit und seine alte Rivalität mit dem angrenzenden Königreich Nostria bekannt. Ausgerechnet als die alten Erzfeinde Frieden schließen wollen, wird das Städtchen von einer aggressiven Krähenplage heimgesucht. Diese, so wird gemutmaßt, könnte die Rückkehr eines Sehers andeuten, der Jahre zuvor auf dem Scheiterhaufen verbrannt worden war. Noch bevor er den Flammen zum Opfer fiel, sprach dieser eine Prophezeiung aus und brandmarkte einen Jungen namens Geron als Unglücksbringer. Dass er auch Jahre später mit diesem Stigma zu kämpfen hat, darf der Spieler selbst erleben, denn er spielt natürlich die Hauptrolle.

Was wusste der Seher?


Geron sieht die Plage als Chance: Bei einer Anhörung überredet er den König, ihn als Fallensteller zu engagieren. Sein Kampf gegen die angriffslustigen Vögel entpuppt sich aber nicht nur als unerwartet schwer, sondern markiert auch den Startpunkt seiner Abenteuer-Reise über den Kontinent Aventurien, welche ihn ins nördlich gelegene Orkland und weiter in Richtung Golf von Riva führt.  Im Gegensatz zu Spielen von Jan Müller-Michaelis setzt das Team weniger auf Minispiele: Stattdessen soll der Großteil der leichten bis mittelschweren Puzzles durch Inventar-Experimente und Dialoge enträtselt werden – manchmal auch mit alternativen Lösungswegen. Gesteuert wird immer nur Geron - doch wenn man mit anderen Party-Mitgliedern unterwegs ist, darf man auch die Zauber seiner Mitstreiter einsetzen. Manche Story-Elemente wie der auf dem Scheiterhaufen verbrannte Seher werden übrigens auch abseits des Spiels im Aventurischen Boten erwähnt. Das zweimonatig erscheinende Heft dokumentiert den Lauf der aventurischen Geschichte im Zeitungsstil.

Ausblick

Mein erster Einblick in die Welt von DSA: Satinavs Ketten gestaltete sich bereits recht atmosphärisch. Ich bin zwar ein Serien-Neuling, doch der Einstieg im überschaubaren Nest Andergast führt mich behutsam in die mittelalterliche Fantasy ein. Wenn es in die große weite Welt hinaus geht, sollen auch Fans auf ihre Kosten kommen, denn die Geschichte hält sich strikt an den offiziellen DSA-Kanon. Die Figuren wirken zwar etwas bieder, im Gegenzug sind die gezeichneten Hintergründe aber sehr hübsch und verschnörkelt geraten. Auch Synchronsprecher Sascha Draeger (Tim aus TKKG) passt prima zur Hauptfigur. Ich bin gespannt, ob die Entwickler eine ernster gestrickte Geschichte erzählen können.

Einschätzung: gut

Zu Beginn erforscht Geron seinen Heimatort.
Zu Beginn sucht Geron in seiner Heimatstadt nach der Ursache der Krähenplage.

Fakten:

- erscheint Ende März

- Geschichte komplett ins DSA-Universum eingebunden

- 70 gezeichnete Hintergründe

- Umfang rund 15-20 Stunden

- überarbeitete Visionaire-Engine aus „The Whispered World“

- leichter bis mittlerer Schwierigkeitsgrad

- Erzähler spricht wie Rollenspielleiter

- Tagebuch für Story-Details

- bis auf Hotspots keine Hilfe-Funktionen

- anders als in Deponia bewusst wenige Minispiele enthalten

Um der Krähenplage Herr zu werden, soll Geron im Steinwald die geheimnisvolle Fee Nuri einfangen.
Im Steinwald soll Geron die geheimnisvolle Fee Nuri einfangen.

 

Kommentare

FuerstderSchatten schrieb am
Mr.Freaky hat geschrieben:Die Conan Bücher hab eigentlich recht wenig episches an sich, Conan zieht eigentlich nie aus die Welt zu retten. Im Verhältnissen zu den Büchern ist er im Film auch recht nett dargestellt. Als Beispiel drehen sich auch viele Kurzgeschichten nur darum, wie er irgendwas wertvolles stiehlt oder dergleichen. ;)
Ehrlich? Nun eigentlich macht er ja auch im Film nix anderes als stehlen und irgendeinen Schlangengott den Kopp abzuschlagen. Als nett würde ich ihn also nicht bezeichnen.
Natürlich haben episodenhafte Bände so an sich, dass der Held nur wenig wirklich weltbewegendes macht, Spiderman rettet ja auch nicht jedes Mal die ganze Welt sondern nur die Halbe und zum Abschluss der Episoden-Reihe dann die ganze. (das ist aber nur so meine Spekulation, ich habe mich nie groß für Comics interessiert.)
Mr.Freaky schrieb am
Ja deswegen schrieb ich ja, dass anscheinend die High und Low Schiene bei Rollenspielen anders gesehen werden, als bei Büchern. ;)
Brakiri schrieb am
In den meisten Settings grade auch DSA macht es wenig bis keinen Sinn, gross epische Stories zu erzählen. Die wirklich grossen Helden sind NPCs, und daher verteilen die meisten epischen Geschichten(Kaufabenteuer) an die Spieler am Ende nur eine Statistenrolle.
Ich leite auch nur kleinere Sachen, weil es einfach keinen Sinn macht, das sich Stufe 10 Helden um Dinge kümmern müssen, die eigendlich Elminster und Khelben Blackstaff in die Hand nehmen müssten.
Wie oben schon gesagt, ist es eher eine merkwürdige Vorstellung das ein Setting episch sien kann. Eine Story kann episch sein, aber ein Setting besteht nur aus dem Hintergrund, Rassen, Sprachen, einer Gesellschaftsstruktur und Beziehungen zwischen politischen Gebilden.
Das kann genausowenig episch sein, wie eine Galiamelone, Lufthansapilot werden kann.
Romane und Settings zu vergleichen funktioniert nicht, denn ein Roman erzählt eine Geschichte in einer Welt, wärend die Welt an sich keine Geschichte erzählt, sondern nur eine Bühne ist, auf der die Geschichte erzählt werden kann.
Das eine ist der Container, dass andere der Inhalt.
Mr.Freaky schrieb am
Die Conan Bücher hab eigentlich recht wenig episches an sich, Conan zieht eigentlich nie aus die Welt zu retten. Im Verhältnissen zu den Büchern ist er im Film auch recht nett dargestellt. Als Beispiel drehen sich auch viele Kurzgeschichten nur darum, wie er irgendwas wertvolles stiehlt oder dergleichen. ;)
FuerstderSchatten schrieb am
Mr.Freaky hat geschrieben:Hab nochmal gerade Wiki zu rate gezogen...demnach wird High und Low Fantasy ungefähr in der Literatur so beschrieben, wie ich schrieb. Also Low Fantasy verzicht auf epische Story etc. und in Rollenspiel, sowie wie ihr schriebt, also weniger bis garkeine Magie usw. ;)
Ich denke, was die Geschichten angeht, ist alles möglich, auch ein "Red Sonja" ist im gewissen Maße episch - und auch Conan, selbst wenn der Film nicht eins zu eins den Büchern entspricht und diese unepischer angelegt sein sollten, hat eine gewisse Epik in sich.
Fantasy Sachen sind nun mal grundsätzlich auf heldenhafte Erzählung angelegt, das fängt mit Comics an und hört mit P&P RPGs auf.
Diese Literaturart will ja nicht dokumentarisch das Leben eines x-beliebigen Bauern in einer Fantasywelt aufzeigen, dessen schlimmster Albtraum die Kartoffelfäule ist, sondern das Leben eines (zumeist werdenden) Helden begleiten, das kann man selbst an solchen Filmen wie "Das Letzte Einhorn" sehen (sogar eigentlich ganz gut am Beispiel des Zauberers Schmendrick).
schrieb am

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