Aufstieg eines Edelmanns
Die schwedischen Strategiespielexperten gehen einmal mehr ihre eigenen Wege, denn das Spiel um Macht, Intrigen und Pfründe soll noch komplexer als der Vorgänger werden. Beginnen wird alles 1066 - ein Datum, das zumindest jeder britische Schüler kennen sollte, denn damals eroberten die Normannen England. Doch man wird nicht nur auf der Insel tätig sein, es geht europaweit um Macht. Man beginnt als einfacher Adeliger und muss sich die Lehenspyramide hocharbeiten bis zum Herrscher. Alles endet nach 400 Jahren, genug Zeit also, um dem Kontinent mit seinem Adelsgeschlecht den Stempel aufzudrücken. Bis dahin sollte man sein Territorium erweitert haben, das auch über Ländergrenzen hinweg reichen kann.
Ränkespiele allerorten
Das Herrschergeschick hängt natürlich auch von den persönlichen Eigenschaften ab, die sich durch Ereignisse verändern. Dazu gehört etwa das Erkennen von Intrigen gegen das eigene Adelsgeschlecht, die zum Alltag gehören. Denn natürlich führt jeder der untergebenen Fürsten ebenfalls was im Schilde, um "Kalif anstelle des Kalifen" zu werden. Hat man die Verräter aufgespürt, kann man sie hinrichten lassen. Ausboten muss man vor allem Rivalen, die auch König werden wollen. Ein weiterer wichtiger Faktor wird die Kirche sein, mit der man auch um Einfluss ringt. Kann man sie durch einen Kreuzzug ins Heilige Land besänftigen oder muss man auf Konfrontation zum Papst gehen und einen Gegenpapst einsetzen?
Zuerst habe ich befürchtet, dass Crusader Kings 2 nur ein stinknormales Echtzeit-Strategiespiel im Stil von Crusaders oder Lionheart wird. Aber Paradox hat mich neugierig gemacht: Die Kreuzzüge werden hier nur am Rande eine Rolle spielen. Eigentlich geht's darum, einen beliebigen Adeligen im Mittelalter an die Spitze zu führen. Dazu sind viele Mittel zwischen Intrigen und Kriegen erlaubt und interessante Entscheidungen zeichnen sich ab: Wie verhält man sich zu den Untergebenen und welches Herrscherbild hat das Volk? Wen schickt man, wenn es einen Aufstand gibt - einen x-beliebigen Grafen, den mächtigsten Herzog des Reiches oder gar den eigenen Thronfolger? Einen Wermutstropfen gibt es, denn die Kämpfe werden bewusst nicht im Stil von Total War, sondern automatisch ablaufen, ohne dass man großen Einfluss auf den Verlauf haben wird. Aber als historische Adelssimulation könnte dieses Spiel genug Abwechslung bieten, da jedes Land seine eigenen Gesetze, Gebräuche und Machtverhältnisse bietet. So ist in Deutschland die Frage zentral, wer den meisten Einfluss auf die mächtigen Geistlichen vor Ort hat - der deutsche Kaiser oder der Papst im fernen Rom? Ich freue mich auf die erste Vorschauversion dieses Ränkespiels.
Die schwedischen Strategiespielexperten gehen einmal mehr ihre eigenen Wege, denn das Spiel um Macht, Intrigen und Pfründe soll noch komplexer als der Vorgänger werden. Beginnen wird alles 1066 - ein Datum, das zumindest jeder britische Schüler kennen sollte, denn damals eroberten die Normannen England. Doch man wird nicht nur auf der Insel tätig sein, es geht europaweit um Macht. Man beginnt als einfacher Adeliger und muss sich die Lehenspyramide hocharbeiten bis zum Herrscher. Alles endet nach 400 Jahren, genug Zeit also, um dem Kontinent mit seinem Adelsgeschlecht den Stempel aufzudrücken. Bis dahin sollte man sein Territorium erweitert haben, das auch über Ländergrenzen hinweg reichen kann.
Ränkespiele allerorten
Das Herrschergeschick hängt natürlich auch von den persönlichen Eigenschaften ab, die sich durch Ereignisse verändern. Dazu gehört etwa das Erkennen von Intrigen gegen das eigene Adelsgeschlecht, die zum Alltag gehören. Denn natürlich führt jeder der untergebenen Fürsten ebenfalls was im Schilde, um "Kalif anstelle des Kalifen" zu werden. Hat man die Verräter aufgespürt, kann man sie hinrichten lassen. Ausboten muss man vor allem Rivalen, die auch König werden wollen. Ein weiterer wichtiger Faktor wird die Kirche sein, mit der man auch um Einfluss ringt. Kann man sie durch einen Kreuzzug ins Heilige Land besänftigen oder muss man auf Konfrontation zum Papst gehen und einen Gegenpapst einsetzen?
Ausblick
Fakten:
- Echtzeit-Strategiespiel im Hochmittelalter
- ein beliebiges Adelshaus führen
- Charaktereigenschaften verändern sich
- von 1066 bis ungefähr 1400
- Aufstände bekämpfen
- eigenes Territorium erweitern
- Gesetze erlassen
- mit Kirche um Einfluss ringen
- Thronrivalen ausstechen
- Kreuzzüge veranstalten
- automatische Kämpfe
- Multiplayer für bis zu 32 Spieler
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Den schwedischen König kann man natürlich auch spielen, der hier über seinen Machtbereich blickt. Optisch ist das bislang keine Offenbarung.