Brothers in Arms: Furious 4

First Facts: Brothers in Arms: Furious 4

So testet 4Players
Seite:  1 

Autor:
Paul Kautz

Brothers in Arms - das war doch dieser Team-Shooter, ziemlich realistisch, sehr viel Wert auf glaubwürdige Team-Taktik legend, nicht? Ja, mit dem hat Brothers in Arms: Furious Four trotz gleichem Namen und Entwickler nichts zu tun. Stattdessen werden hier pausenlos Ärsche getreten - Naziärsche.
»October '44, somewhere in Germany«

Es ist kein Zufall, dass diese Überschrift nach Quentin Tarantino und seinem Meisterwerk »Inglourious Basterds« klingt - Gearbox Software hat den Streifen mehr oder weniger ungeniert zum Vorbild für das neue BiA-Spiel genommen. Hier wie da geht es um eine kleine, aber umso schlagkräftigere Truppe Amerikaner, die den Nazis ordentlich das Fürchten lehren soll: Stitch, Montana, Chok und Crockett haben den Auftrag Hitler zu töten - und das machen sie so abgefahren und gewalttätig wie möglich!

»Kaugommää?«

Furious Four ist ein Arcade-Ego-Shooter: Mit Minigun, Flammenwerfer, Elektroschocker oder Schrotgewehr geht es den Nazischergen pausenlos an den Kragen. Zusätzliche Waffen sorgen dafür, dass das Spiel gar nicht offiziell in Deutschland veröffentlicht wird: Tomahawks und Spitzhacken lassen Köpfe platzen, die Kettensäge sorgt für Nazi-Gulasch und das Resultat der Kombination aus Bärenfalle und Handgranate muss nicht näher erläutert werden, oder? Für jeden kreativen Kill gibt es Punkte und Multiplikatoren, ständig blinkt es wie bei Bulletstorm. Das Ganze darf allein (mit Bots) oder lokal und online zu viert gespielt werden. Die Gegenwart von Menschen ist spätestens bei den dicken Bossgegnern von Vorteil: Ob Jetpack-Nazi, schwer bewaffneter Helikopter oder fetter Nazi mit Minigun, dicker Panzerung, Schnurrbart und Pickelhaube - die Action ist immer wahnwitzig und surreal überdreht.

Ausblick

Fans der Namen gebenden Serie dürften hier Fackeln und Heugabeln schwingend auf die Barrikaden gehen: Was ist mit Matt Baker, wo ist die 101. Infanterie, wo bleibt die Team-Taktik, was soll der Scheiß hier? Ganz einfach: Furious Four ist als Spin-Off der Reihe zu verstehen - und zwar als eines, das sich sehr genau sowohl Inglourious Basterds als auch Bulletstorm angesehen hat. Hier geht es nicht um das taktisch kluge Einnehmen eines Dorfes, sondern um das kreative Nazi-Metzeln: Abgefahrene Waffen noch und nöcher, alberne Sprüche, dicke Bossgegner, alberne Sprüche, Bärenfallen mit Granaten dran, pausenlose Action, jede Menge alberne Sprüche. Ein quietschverrückter Arcade-Shooter, wie er im Buche steht. Nur halt nicht im deutschen.

Einschätzung: gut
Fakten:

- hat mit der BiA-Reihe nur sehr wenig zu tun
- vier spielbare Kämpfer
- erscheint nicht offiziell in Deutschland
- Zeitlupenangriffe mit Sonderaufgaben
- stark Arcade-lastiges Spielprinzip
- Bärenfallen mit Granaten!
- außergewöhnliche Wurfwaffen
- Umgebung teilweise zerstörbar
- abgefahrene Bossgegner
- allein oder kooperativ spielbar
- gewonnene Erfahrung wird in Ausrüstung investiert
- jeder Kämpfer hat eigenen Skilltree
- verlorene Energie regeneriert sich von selbst
- klischeebeladene deutsche Sprachausgabe

Video: Mit der ursprünglichen BiA-Serie hat Furious Four nichts mehr zu tun - mit Inglourious Basterds dafür umso mehr.

Kommentare

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  • Warum habe ich das schlechte Gefühl, dass das Spiel nur wegen seiner Brutalität, als vo seiner Qualität, von sich reden machen wird. 8)
  • mia79 schrieb:
    @ ruffygx vollkommen sinnfrei dein post, wer entscheidet denn das der toiletten witz nicht zeitgemäss ist?! @ to frag mich was sich hier jeder aufregt ihr findet es doof das es bia ist? dann denkt euch den namen weg. den film fand ich für mich sehr gut er
     [...]
    mia79 schrieb:
    @ ruffygx vollkommen sinnfrei dein post, wer entscheidet denn das der toiletten witz nicht zeitgemäss ist?! @ to frag mich was sich hier jeder aufregt ihr findet es doof das es bia ist? dann denkt euch den namen weg. den film fand ich für mich sehr gut er hatte ne menge witz. ist halt geschmackssache. sonst liest man ständig das es krachen muss und das die fsk so doof ist weil sie alles indizieren nunja mal abgesehen das es in deutschland nicht erscheint ist es doch ein nettes sorgenfreies metzeln erster güte. mir ist es scheiss egal ob ich auf nazis baller oder auf japaner engländer, marsianer, orks oder russen. alles virtuelles zeugs und wenn es spasig inzeniert ist dann unterhält es mich. das ist es doch was man erwartet wenn man für ein spiel geld ausgibt
    Du bist lustig. Sagst was von wegen "back to topic" - in dem es wohlgemerkt um den Trailer zum Spiel geht - und fängst dann an über Inglorious Basterds zu labern. :roll:
  • Hab jetzt die BiA Spiele nie wirklich gespielt, kann mit WW2 Spielen eigentlich nie wirklich viel anfangen Furious Four finde ich jetzt von den Ideen her schon interessant, und werde es auch auf jeden Fall weiter beobachten, aber Zitat:
    - hat mit der BiA-Reihe nur sehr wenig zu
     [...]
    Hab jetzt die BiA Spiele nie wirklich gespielt, kann mit WW2 Spielen eigentlich nie wirklich viel anfangen Furious Four finde ich jetzt von den Ideen her schon interessant, und werde es auch auf jeden Fall weiter beobachten, aber Zitat:
    - hat mit der BiA-Reihe nur sehr wenig zu tun
    Warum nennt man es denn dann so? Da hätte man doch auch nen komplett neuen Franchise entwickeln können, und das Spiel würde dann wahrscheinlich auch von alten Fans und Kritikern wesentlich besser aufgenommen, wenn es letzten Endes erscheint. So macht man nur die alten Fans sauer, und die neuen Fans würden es auch ohne Brothers in Arms im Namen spielen