StarCraft bleibt StarCraft
Der erste Eindruck von StarCraft 2 gleicht der Premiere des Vorgängers: Die auf den Screenshots gezeigte Grafik lässt ein bisschen zu wünschen übrig, vor allem im Vergleich zu C&C 3: Tiberium Wars. Doch hinter der eher gewöhnlichen Kulisse stecken haufenweise innere Werte - sprich: taktische Handlungsmöglichkeiten, die nicht durch eine Hochglanzfassade kaschiert werden müssen, schließlich sollen die drei ohnehin schon unterschiedlichen Rassen in der Spielweise weiter auseinander getrieben werden. So bekommen die Protoss allerlei Schutzschilde und Teleportationsequipment verpasst, während die Zerg weiter mutieren. Blizzard hat sich außerdem vorgenommen, kein "WarCraft III mit SciFi-Grafik" zu entwickeln und deswegen gibt es keine Helden der Marke "Ein-Mann-Armee", stattdessen servieren die Entwickler klassische, actionreiche Strategie-Schlachten mit höheren Einheitenzahlen. Ob in der Kampagnenstory markante Protagonisten wie Raynor oder Kerrigan auflaufen werden, bleibt abzuwarten, ist aber wahrscheinlich.
Neue Einheiten und Fähigkeiten
Zu den bekannten Truppen wie den Space Marines oder Belagerungspanzern, die u.a. mit neuen Fähigkeiten auflaufen (Sturmangriff beim Berserker, Zerglingmutation zu Säurebomben), gesellen sich neue Einheiten wie die Unsterblichen (Protoss), die über einen Schild verfügen, der nur starken Schaden abfängt. Neu bei den Terranern sind die Heuschrecken, eine Infanterie mit Jetpacks, die auf zerklüftetem Gelände schnell vorankommen und dank ihrer kleinen Geschosse effektiv gegen die Unsterblichen kämpfen. Somit hat jede Einheit mehrere (ausbaubare) Stärken oder Fähigkeiten (z.B. Waffenüberladung beim Protoss-Jäger) und entscheidende Schwachstellen, die der Gegner ausnutzen muss. Brandneu ist ebenfalls das Mutterschiff als eine Art Protoss-Superwaffe, das nur einmal pro Spieler aktiv sein kann und viele Ressourcen schluckt. Neben einem "Independence Day"-Laser und einem "Schwarzen Loch" kann das Mutterschiff mit Hilfe der "Zeitbombe" die Zeit um sich herum verlangsamen, was auf alle Einheiten im Umkreis und selbst auf anfliegende Geschosse wirkt; letztere fallen am Ende physikalisch korrekt und wirkungslos zu Boden. Knackpunkt bei solchen Superwaffen wird natürlich die Einheiten-Balance und inwiefern man kontern kann.
Ausblick
Features
- schnelle und ausgewogene Echtzeit-Strategie-Schlachten
- klassischer Basisbau und Ressourcenabbau von Kristallen sowie Vespin-Gas
- ausgedehnte Einzelspielerkampagne mit großer Rahmenhandlung
- drei Rassen (Protoss, Zerg, Terraner) mit individuellen Spielweisen und neuen Einheiten sowie Waffen
- viele taktische Handlungs- und Konter-Möglichkeiten, Schere-Stein-Papier-Prinzip
- größere Armeen auf dem Schlachtfeld
- animierte Einheitenportraits
- Kommandeure melden sich innerhalb der Mission per Videoeinblendung zu Wort
- Spielwelt komplett in 3D-Grafik
- angelehnt an das klassische StarCraft-Design
- mehrere Videosequenzen sind geplant
- Havok-Physik-Engine hat Einfluss auf die Schlachten (z.B. Höhenunterschiede, Projektilflugbahnen, etc.)
- Mehrspieler-Unterstützung über das Battle.net mit Turnierfunktionen
- überarbeitete Gegnerfindungs-Mechanismen im Multiplayer-Modus
- spezielles Anti-Cheating-System
- Karten- und Skript-Editor
- angepeilte Altersfreigabe: ab 12 Jahren
- Konsolen-Version nicht in Planung
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Die frisch geschlüpften Zerglinge überrennen einen Außenposten der Terraner. |






