Die Siedler: Aufstieg eines Königreichs - Interview, Strategie, PC - 4Players.de

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Strategie
Entwickler: Blue Byte
Publisher: Ubisoft
Release:
26.09.2007
Spielinfo Bilder Videos
Was hat Blue Byte dieses Jahr für Aufbaustrategen in petto? Werden Anno und Siedler letztendlich verschmelzen und welche Konsequenzen haben die Entwickler aus "Das Erbe der Könige" gezogen? Diese und andere Fragen haben wir Benedikt Grindel, dem Producer von "Die Siedler: Aufstieg eines Königreiches" bei Blue Byte, vor Ort in Düsseldorf gestellt.

4Players: Aufbaustrategie steht wieder im Mittelpunkt von "Die Siedler: Aufstieg eines Königreiches" und geht auf Abstand zum meiner Meinung nach verunglückten "Das Erbe der Könige", was irgendwie kein "Siedler" mehr war. Was hat euch bewegt zu den Wurzeln zurückzukehren, die ihr zwar weiterentwickelt habt, aber diesmal behutsam und nicht mit der Brechstange?

Benedikt Grindel: Zuerst muss man sagen, "Das Erbe der Könige" war für uns ein sehr erfolgreiches Spiel, sowohl in Deutschland als auch international. Aber im Nachhinein sagen wir auch, dass wir für die Siedlerserie mit dem Konzept zu

Benedikt Grindel ist Producer von "Die Siedler: Aufstieg eines Königreiches" bei Blue Byte.
weit in eine Richtung gegangen sind. Wir haben viel ausprobiert und das Resultat war stellenweise weder Fisch noch Fleisch: Der Aufbaustrategie-Teil war zu rudimentär, das Militär drängte in den Vordergrund und die Helden waren zu stark. Manche Spieler haben die Kampagnenmissionen nur mit den Helden und ihren Spezialfähigkeiten gelöst. Im Endeffekt war es ein interessanter Ausflug in Richtung Echtzeitstrategie.

4Players: Da waren wir und scheinbar viele Fans anderer Meinung...

Benedikt Grindel: ...unbestritten ist, dass mehr als 50% der befragten Spieler die Grafik liebten, die Identifikationsmöglichkeit mit dem Helden sowie die leichte Bedienung mochten. Besonders der Einstieg fiel Neulingen leichter, was bei Die Siedler IV ein großes Hindernis war. Genau diese Stärken von "Das Erbe der Könige" fließen in die seit zweieinhalb Jahren laufende Entwicklung von "Aufstieg eines Königreichs" ein. Das neue Spiel ist eindeutig eine Aufbaustrategiespiel, gepaart mit den Stärken des Vorgängers: Leichter Einstieg, Identifikation mit heldenhaften Rittern, über die wir die Geschichte erzählen, und einer herausragenden Grafik. Kämpfe wird es auch geben, jedoch liegt die hauptsächliche Herausforderung im Aufbau der Städte. Kämpfe sind eine Herausforderung: Ist meine Stadt stark genug, gegen Feinde zu bestehen? Die Rolle des Kampfes sieht man daran, dass es neben den Belagerungsmaschinen nur zwei Militäreinheiten gibt: Schwertkämpfer und Bogenschützen.

4Players: Was ist mit den Trägern - bekannt aus Die Siedler 2 - passiert?

Benedikt Grindel: Die Träger gibt es nicht mehr! Soll ein Haus gebaut werden, bringt der Bauherr alle Materialen aus dem Lager mit, errichtet das Haus und beginnt direkt mit der Arbeit. Spezielle "Träger" benötigen wir in diesem System nicht! Jeder Siedler transportiert die von ihm zur Produktion benötigten Güter bzw. die von ihm produzierten Waren selbst. Dieser Transport ist im Spiel immer zu beobachten und somit für jeden nachvollziehbar. Die Siedler sind je nach Ausbaustufe zu Fuß, mit Handkarren oder Eselskarren unterwegs. Spezielle Händler kommen noch dazu. Wir wollten ein Spiel rund um den
Während zwei Siedler gerade Wasser aus dem Brunnen am Marktplatz holen, muntert der singende Held einige Dorfbewohner auf.
Aufbau einer mittelalterlichen Stadt machen. Die spezielle Einheit des Trägers wie in "Die Siedler 2" funktioniert in diesem Szenario nicht.

4Players: Das neue zentralisierte Handelssystem mit dem Speicher als Mittelpunkt für alle Siedler führt ja früher oder später zu längeren Transportwegen, schließlich müssen weit weg platzierte Produzenten ihre Waren in den Speicher bringen oder dort Nahrung holen. Ist es nicht möglich Zwischenlager zu errichten oder eine zweite autarke Siedlung zu errichten?

Benedikt Grindel: Über diesen Punkt haben wir uns lange Gedanken gemacht und gegen ein Zwischenlager entschieden: Unser Transportsystem beruht auf dem zentralen Lager am Marktplatz, um das sich die Stadt ausbreitet. Genauso, wie sich im Mittelalter Ortschaften und Städte gebildet haben, habt ihr also einen Kern, um den ihr euch ausbreitet und solltet die Siedlung demnach geschickt planen, dass die Wege kurz bleiben. Natürlich werden einige Ressourcen einen langen Transportweg haben. Das kann der Spieler durch Ausbau der Gebäude - dann haben sie einen schnellen Eselskarren - und insbesondere durch Ausbau der Straßen ausgleichen. Planung und Gestaltung der Siedlung bleiben der Schlüssel zur effizienten Siedlung - genau das macht ja Spaß. Jeder Transport einer Ware ist vollständig sichtbar und gibt dem Spieler direktes Feedback, was gerade von wem wohin transportiert wird.

    

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