Kaum ist die Eroberung der drei "Tiberium Control Network"-Türme abgeschlossen, beginnt ein Reparatur-Countdown, bis das Schiff wieder startklar ist. Währenddessen versuchen einige Nod-Sprengel anzugreifen, doch die Zeit bis der Countdown endlich seinen Höhepunkt erreicht hat, ist am besten mit einem Wort zu beschreiben: Langweilig! Es passiert einfach zu wenig, es rücken kaum Gegner an und die gegnerischen Crawler verlaufen sich vor
eigener Blödheit. Es fehlt die Herausforderung, die Spannung und ganz viel Feintuning. Selbst als Supporter oder Defensiv-Kommandant machte es keinen Unterschied: Es war einfach langweilig dem Treiben zu folgen und das obwohl die Action mit den relativ kleinen Kampfverbänden in den Vordergrund gestellt und die strategischen Belange zusammengestrichen wurden. ![]()

Im Hintergrund sind Mammutpanzer und der Mastodon zu erkennen (auf der Anhöhe).
Scheinbar ging dies nicht nur mir so, auch die anderen C&C-Testsspieler vertrieben sich die Zeit mit anderen Dingen wie zum Beispiel der Zoom-Funktion der Kamera, um die Grafik aus der Nähe zu betrachten. Zumindest hier kann C&C 4 punkten: Die Einheitenmodelle sehen schick aus, die Umgebung ist stimmig und die ganzen Laser-/Raketen-/Geschütz-Effekte krachen gewaltig.
Die falsche Mission?
Okay, sicher war die Missionswahl bei der Anspielstunde ein Griff ins Klo und der Ersteindruck dieser Momentaufnahme mitten aus der GDI-Kampagne ist allenfalls "befriedigend": Abgesehen von dem gestiegenen Spieltempo und der Fokussierung auf kleinere Kampftruppen spielte die Computerintelligenz einfach nicht mit und von actionreicher Missionsgestaltung/Inszenierung fehlte sowieso jede Spur; von einer echten Herausforderung ganz zu Schweigen - aber was soll man auch machen, wenn man weder Basis aufbauen noch irgendeine Form des Ressourcen-Managagement bewältigen darf? In dieser Singleplayer-Mission wirkte Command & Conquer 4 weniger wie ein Echtzeit-Strategiespiel, sondern wie Action-Taktik mit Mobilitätsbonus und Rollenspiel-Anteil, wobei ich Letzteren überaus gelungen finde.
Level-Ups als Chance
Mit Erfahrungspunkten, Level-Ups und erlangten "Battle Merrits" schaltet ihr neue Einheiten oder Upgrades in den drei Klassen frei und spezialisiert euch. Keine Sorge, ihr könnt pro EA-Master-Account mehrere Profile erstellen und alle drei Klassen komplett "durchentwickeln". Das hat natürlich einen Haken und zwar müsst ihr jederzeit online sein, denn selbst im Singleplayer-Modus wird fleißig mit dem
EA-Konto-Server kommuniziert, um Cheatern das Leben schwer zu machen und "böse Zungen" munkeln über Raubkopie-Prävention. Des Weiteren ist es schnuppe, wo ihr eure Erfahrungspunkte sammelt: Egal ob im Einzelspieler-Modus, im Gefecht oder Multiplayer überall werdet ihr mit XP belohnt und könnt zum Beispiel eine "schwere" Einzelspieler-Mission dadurch vereinfachen, indem ihr vorher mehrere Skirmish-Matches macht, um ein Level aufzusteigen und dann eine neue/stärkere Einheit im Arsenal habt; wie zum Beispiel den Sandstorm, einen Hover-Panzer, der mit einer Art Raketensalve feuert.![]()

Kleinere Gefechte mit weniger Einheiten stehen im Vordergrund beim vierten Teil.
Multiplayer-Modus
Neben Gedanken an das Unwort "casual", temporeichen Schlachten mit relativ wenigen Einheiten und den drei Klassen drängt sich die Frage nach der Balance auf, vor allem im Mehrspieler-Modus, der hoffentlich das wahre Herzstück von C&C 4 darstellen wird. Anhand des Spieler-Levels werden via Matchmaking-System die "passenden" Gegner automatisch zugeteilt. Es sollen niemals Stufe 1-Leute gegen Stufe 17-Kommandanten spielen, es sei denn, es wird explizit eingestellt. Features wie ein globales Chat-System, Clan-Support und Mehrspieler-Modi mit Missionszielen sind eingeplant. Laut dem Produzenten soll es in den Multiplayer-Partien auf Teamplay und kooperative Aktionen ankommen, da eine clevere Mischung aus den drei Klassen in den Team-Gefechten zum Sieg führen soll, wobei die Balance lange und intensiv auf Herz und Nieren getestet werden muss. Außerdem bin ich gespannt, ob auch im Mehrspieler-Modus der Crawler sofort nach der Zerstörung respawnt oder ob dort irgendein anderes System zum Einsatz kommen wird (evtl. mit steigender Wartezeit à la Demigod oder via begrenztem Spawn-Gebiet).
Ausblick
Ersteindruck: befriedigend
Kommentare
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Das neue system ist ja noch langweiliger als die schlacht um mittelerde 1!!! das ressoursen sammeln macht das spiel erst spannend!!! die vorschau hat mich echt enttaüscht!!!! :(
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Ich finds auch Schade... früher wars noch anders xD vorallem bei C&C3 hatte man das gefühl das es nach dem Motto ging "the show must go on!" dann noch das Addon hinterher damits nich ganz so eintönig wird. Schade eigentlich
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Hardwarekiller schrieb:
Mir tut es vor allem leid für dieses spannende Szenario welches damals mit Teil 1 bis maximal Renegade aufgebaut wurde. Eine instabile Erde in naher Zukunft, die mit einem unbekannten und gefährlichem Stoff hantiert, welcher sowohl ein Segen aber auch [...] Hardwarekiller schrieb:
Mir tut es vor allem leid für dieses spannende Szenario welches damals mit Teil 1 bis maximal Renegade aufgebaut wurde. Eine instabile Erde in naher Zukunft, die mit einem unbekannten und gefährlichem Stoff hantiert, welcher sowohl ein Segen aber auch Bedrohung ist. Die Aliens aus Teil 3 haben dem ganzen aber den letzten Rest an Glaubwürdigkeit genommen. Ein ausserirdisches Element ist ok aber eine ausserirdische Rasse ist unglaubwürdig? Irgendwie ein bisschen heuchlerisch oder nicht?