Fünf nach zwölf
Alles in allem herrscht auf der Erde also eine zünftige Bilderbuch-Apocalypse voller Smog und rauchender Trümmer. Diesmal sind zur Abwechslung weder Maschinen noch Außerirdische Schuld an der Misere, sondern wir Menschen selbst. Die einzige Chance, die Katastrophe noch abzuwenden, liegt in der Vergangenheit. Damals hatte ein raffgieriger Industrieboss die falsche Entscheidung getroffen und eine wichtige Technik in der Schublade verschwinden lassen. Was also tun? Zurück in die Vergangenheit! Protagonistin Fay ist das wichtigste Mitglied des Rettungsteams aus der Zukunft. Eigentlich sollte sie die Mannschaft nur als Funkerin unterstützen, doch nachdem etwas schief geht und die anderen Zeitkapseln havarieren, müssen sie und die überlebenden Mitglieder improvisieren.

Die Geschichte um die sympathische, aber zu Beginn noch leicht naive Hauptfigur wird im Stil einer Graphic Novel, also in leicht animierten Comic-Bildern erzählt. Die Szenen werden ähnlich wie in XIII
stilvoll ineinandergeblendet, bis sich eine der rund 80 Comic-Seiten auf dem Bildschirm zusammengesetzt hat. Da die Zwischensequenzen diesmal direkt bei Daedalic entstehen, fügen sie sich harmonischer ins Spielgeschehen ein als die in Auftrag gegebenen Renderfilmchen in The Whispered World. Sobald der Spieler die Kontrolle bekommt, marschiert Fay im klassischen Point'n'Klick-Stil durch diverse Zeitepochen.
Ein Zyniker als letzte Hoffnung
Der erste Auftrag lautet, Bent von der Wichtigkeit der Mission zu überzeugen. Der kauzige Wissenschaftler lebt als zurückgezogener Eremit an einem norwegischen Fjord, nachdem seinem ambitionierten Froschungsprojekt zur Energiegewinnung die Mittel entzogen wurden. Um sein Vertrauen zu gewinnen, muss Fay zunächst einmal ihr technisches Geschick unter Beweis stellen und eine seiner Maschinen reparieren. Klicke ich auf eine der Spulen am Gerät, erscheint ein kreisförmiges Menü auf dem Bildschirm, welches je nach Kontext andere Auswahlmöglichkeiten bietet:
Eine Klappe lässt sich ansehen, untersuchen und öffnen, eine Person ansprechen, usw. Ich schnappe mir also einen Schlauch aus der Umgebung und stecke ihn in das dezent am unteren Bildrand eingeblendete Inventar.
Zurück an der Maschine setze ich ihn als improvisierten Keilriemen ein. Kurze Zeit später rattert das Mechanik-Monstrum los und spritzt eine grüne Giftwolke auf die Bäume in der Umgebung. Wie sich herausstellt, tötet die altertümlich anmutende Apparatur nicht nur mutiertes Ungeziefer: Ein paar Sekunden später plumpst auch das vor kurzem noch idyllisch vor sich hin trällernde Vögelchen vom Baum. In anderen Rätseln muss Fay sich z.B. mit diversen Fundstücken durch zertrümmerte Gebäude arbeiten. Ab und zu gibt es auch eine Mechanik-Aufgabe in der Nahaufname zu lösen: Nachdem ich die Batterie meines defekten Zeitfunkgeräts mit einem portablen Reaktor aufgeladen habe, gilt es, die daran gestöpselte Antenne auszurichten. Dazu verbinde ich einige Stangen und setze diverse Quadrate zu einem symmetrischen Muster zusammen.
Keine bekloppten Experimente
Wildes Herumprobieren wie in Edna bricht aus
ist nicht vorgesehen. Dadurch wollen die Entwickler einerseits an unnötigen Texten sparen, andererseits passt es es nicht zur bedrückenden Stimmung des storylastigen Abenteuers, wenn Fay zunächst einmal alles in Bents Haus mit Ketchup vollschmiert oder sich mit Gegenständen unterhält. Auch die bislang noch nicht synchronisierten Dialoge wirken um einiges ernsthafter als in Edna bricht aus, The Whispered World
oder 1 1/2 Ritter
.
Einige zynische Sprüche gibt es vom grummeligen Bent natürlich trotzdem zu hören. A New Beginning wurde zwar vor drei Jahren von Jan "Poki" Müller-Michaelis konzipiert, doch da er seine Energie mittlerweile voll in den Titel Deponia
steckt, stammt nur ein Teil der Texte aus seiner Feder. Der Großteil der Dialoge wird von seinem Kollegen Kevin Mentz geschrieben. Hat man den Wissenschaftler Bent trotz penetranter Anrufe seiner Psychotherapeutin überzeugt, sich an der Mission zu beteiligen, avanciert auch er zur spielbaren Figur.
Ein weiterer wichtiger Charakter ist Salvador: Als einer der wenigen überlebenden Zeitreisenden geht er die Weltrettung rabiater an als seine Kollegin. Während Fay und Bent wichtige Köpfe auf einer Klimakonferenz mit Worten überzeugen wollen, geht er auch über Leichen. Die Reise mit der Zeitkapsel führt den Spieler unter anderem nach Oslo, ins zertrümmerte San Francisco sowie in eine große Forschungsstation auf dem Meer, auf der man jede Menge Räume erforschen darf. Es gibt aber auch sehr kleine Kapitel mit nur drei Hintergründen. Insgesamt soll der Umfang von The Whispered World aber noch ein ganzes Stück übertroffen werden. Die Engine hinter beiden Spielen ist übrigens die gleiche - allerdings werden diesmal endlich Breitbildmonitore unterstützt. Da die Entwicklung von A New Beginning bereits vor drei Jahren startete, sind die Zeichnungen aber trotzdem noch für das 4:3-Format konzipiert. Besitzer von Breitbild-Monitoren müssen also am rechten und linken Rand mit Balken leben, welche mit Menüs und Ziergrafiken aufgefüllt werden.
Alles in allem herrscht auf der Erde also eine zünftige Bilderbuch-Apocalypse voller Smog und rauchender Trümmer. Diesmal sind zur Abwechslung weder Maschinen noch Außerirdische Schuld an der Misere, sondern wir Menschen selbst. Die einzige Chance, die Katastrophe noch abzuwenden, liegt in der Vergangenheit. Damals hatte ein raffgieriger Industrieboss die falsche Entscheidung getroffen und eine wichtige Technik in der Schublade verschwinden lassen. Was also tun? Zurück in die Vergangenheit! Protagonistin Fay ist das wichtigste Mitglied des Rettungsteams aus der Zukunft. Eigentlich sollte sie die Mannschaft nur als Funkerin unterstützen, doch nachdem etwas schief geht und die anderen Zeitkapseln havarieren, müssen sie und die überlebenden Mitglieder improvisieren.

Die Geschichte um die sympathische, aber zu Beginn noch leicht naive Hauptfigur wird im Stil einer Graphic Novel, also in leicht animierten Comic-Bildern erzählt. Die Szenen werden ähnlich wie in XIII
Ein Zyniker als letzte Hoffnung
Der erste Auftrag lautet, Bent von der Wichtigkeit der Mission zu überzeugen. Der kauzige Wissenschaftler lebt als zurückgezogener Eremit an einem norwegischen Fjord, nachdem seinem ambitionierten Froschungsprojekt zur Energiegewinnung die Mittel entzogen wurden. Um sein Vertrauen zu gewinnen, muss Fay zunächst einmal ihr technisches Geschick unter Beweis stellen und eine seiner Maschinen reparieren. Klicke ich auf eine der Spulen am Gerät, erscheint ein kreisförmiges Menü auf dem Bildschirm, welches je nach Kontext andere Auswahlmöglichkeiten bietet:
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| Zyniker Bent hatte einst große Pläne, lebt nun aber zurückgezogen in der norwegischen Natur. |
Zurück an der Maschine setze ich ihn als improvisierten Keilriemen ein. Kurze Zeit später rattert das Mechanik-Monstrum los und spritzt eine grüne Giftwolke auf die Bäume in der Umgebung. Wie sich herausstellt, tötet die altertümlich anmutende Apparatur nicht nur mutiertes Ungeziefer: Ein paar Sekunden später plumpst auch das vor kurzem noch idyllisch vor sich hin trällernde Vögelchen vom Baum. In anderen Rätseln muss Fay sich z.B. mit diversen Fundstücken durch zertrümmerte Gebäude arbeiten. Ab und zu gibt es auch eine Mechanik-Aufgabe in der Nahaufname zu lösen: Nachdem ich die Batterie meines defekten Zeitfunkgeräts mit einem portablen Reaktor aufgeladen habe, gilt es, die daran gestöpselte Antenne auszurichten. Dazu verbinde ich einige Stangen und setze diverse Quadrate zu einem symmetrischen Muster zusammen.
Keine bekloppten Experimente
Wildes Herumprobieren wie in Edna bricht aus
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| Zwischendurch gibt es rund 80 Seiten animierte Comics zu sehen. |
Ein weiterer wichtiger Charakter ist Salvador: Als einer der wenigen überlebenden Zeitreisenden geht er die Weltrettung rabiater an als seine Kollegin. Während Fay und Bent wichtige Köpfe auf einer Klimakonferenz mit Worten überzeugen wollen, geht er auch über Leichen. Die Reise mit der Zeitkapsel führt den Spieler unter anderem nach Oslo, ins zertrümmerte San Francisco sowie in eine große Forschungsstation auf dem Meer, auf der man jede Menge Räume erforschen darf. Es gibt aber auch sehr kleine Kapitel mit nur drei Hintergründen. Insgesamt soll der Umfang von The Whispered World aber noch ein ganzes Stück übertroffen werden. Die Engine hinter beiden Spielen ist übrigens die gleiche - allerdings werden diesmal endlich Breitbildmonitore unterstützt. Da die Entwicklung von A New Beginning bereits vor drei Jahren startete, sind die Zeichnungen aber trotzdem noch für das 4:3-Format konzipiert. Besitzer von Breitbild-Monitoren müssen also am rechten und linken Rand mit Balken leben, welche mit Menüs und Ziergrafiken aufgefüllt werden.
Ausblick
Ersteindruck: gut
Kommentare
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klingt doch nett, werde dann mal den Test abwarten.
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Also ich muss sagen, dass ich ein wenig skeptisch bin. Obwohl ich ein riesen Daedalic Fan bin könnte es durchaus passiern, dass ich diesen Titel überspringen da mir die Story nicht so gant zusagt. Warte doch lieber auf Deponia.
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hört sich ganz gut an , mal sehen wie es sich so entwickelt und was dann letzt endlich der test bringt :)

