The Messenger - Test, Action, PC, Nintendo Switch - 4Players.de

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The Messenger (Action) von Devolver Digital
Kniffliger Kampfplattformer
Action-Adventure
Entwickler: Sabotage Studio
Publisher: Devolver Digital
Release:
2018
2018
30.08.2018
2018
Spielinfo Bilder Videos
Shinobi und Ninja Gaiden bekommen ein spielbares Denkmal: The Messenger von Sabotage Studio und Publisher Devolver schickt sich an, die knifflige alte Schule fernöstlicher Kampfplattformer aufleben zu lassen. Kann das Spiel positiv aus der Flut an Pixelhüpfern und „Metroidvania“-Titeln herausstechen?

Shinobi Gaiden

An Retro-Plattformern herrscht bekanntlich nach wie vor kein Mangel, doch The Messenger hat es mit seinem Design auf Anhieb geschafft , mein Interesse zu wecken. Die blutroten Dämonen wecken schon nostalgische Gefühle und durch mein Ausbildungs-Camp gegen die höllische Bedrohung wuseln sogar Ninjas mit anderen Kostümfarben – fast wie in Klassikern der VHS-Ära. Auch der Rest der Kulisse erinnert angenehm an diese Epoche, die ausgiebig in Mega-Drive- und NES-Oldies zitiert wurde. Das Ganze wirkt zwar nach heutigen Maßstäben etwas karg, aber die dunklen Grotten, Dörfer und Wasserfälle wecken bei älteren Spielern wie mir sofort die passenden Assoziationen. Ein noch wichtigerer Teil der Atmosphäre ist der Chiptune-Soundtrack vom Künstler Rainbowdragoneyes, der mich mit seinen genialen Melodien und verspielten Bassläufen sofort ins Abenteuer gesogen hat.

Ninjaaa!
Ninjaaa!
Auch spielerisch gibt sich das Action-Adventure klassisch: Als Überbringer einer Schriftrolle spielt mein Messenger eine wichtige Rolle im Zeitalter der auferstandenen Dämonen, die überall durch die halboffenen Levels wuseln. Damit in Verbindung steht eine alte Prophezeiung, deren Details sich mir erst nach und nach offenbaren. Manchmal übertreiben es die in Kutten gehüllten Kultisten ein wenig mit ihren ausufernden, verschwurbelten Umschreibungen. Davon abgesehen passt die ordentliche  Portion Selbstironie der Unterhaltungen aber gut zur Stimmung. Der Held selbst war schließlich auch nicht gerade der Musterschüler seines altehrwürdigen Bundes, sondern  eher ein Tunichtgut – der sich im Angesicht der real gewordenen Bedrohung aber tapfer durch die finsteren Gegner schnetzelt.

Fokus aufs Plattforming?

Später verkauft der Shopkeeper auch Tipps gegen gesammelte scherben - falls man die verschwurbelt formulierte Prophezeiung nicht versteht. Ein Kreuz auf der Karte zeigt danach das Ziel an.
Später verkauft der Shopkeeper auch Tipps gegen gesammelte Scherben - falls man die verschwurbelt formulierte Prophezeiung nicht versteht. Ein Kreuz auf der Karte zeigt danach das Ziel an.
Die einfach gehaltenen Kämpfe mit ihren wenigen Schwertattacken bleiben dabei eher Mittel zum Zweck. Im Zentrum steht das geschickte Turnen über Felsspalten sowie Klettern und Hüpfen über poröse Plattformen. Auf dem Weg durch die teils scrollenden, teils überblendenden Räume beseitigt man Feuer spuckende Golems, kugelschleudernde Stachelschildkröten und andere Monstrositäten. Besonders schön gelöst ist, dass sich viele Exemplare sogar als Sprungbrett missbrauchen lassen: Einmal beherzt zukloppen und schon erreicht man mit dem zweitem Hüpfer einen Vorsprung über dem Widersacher. Mit Hilfe des Wing-Suits gleitet man auch zu entlegenen Höhlen. Dank der knackig-präzisen Steuerung gelingt das meist auf befriedigende Weise. Man muss sich zwar einige Zeit an das etwas behäbige Oldschool-Bewegungsschema des Helden gewöhnen, doch danach wird klar, wie sinnvoll und punktgenau Handhabung und Kollisionsabfrage hier ineinandergreifen.

Kommentare

Der Chris schrieb am
Okay, also jetzt werd ich ja schon ziemlich neugierig. Scheinbar muss ich da dann doch mal einen Blick riskieren.
Krulemuk schrieb am
Die erste Stunde hab ich auch noch gedacht, ich hätte einen ganz netten Action-Plattformer vor mir. Sobald dann aber das Leveldesign etwas komplexer wird und man sukzessive an Mobilität gewinnt, macht es Klick. So jedenfalls bei mir.
Die Kritik an der Musik kann ich nicht nachvollziehen. Für mich auf einem Level mit Shovel Knight und definitiv vor Celeste. Aber das ist sicher Geschmackssache...
Astorek86 schrieb am
Wobei das Prädikat "orientiert sich an Ninja Gaiden" nicht unbedingt positiv sein müssen. Dieses "Prädikat" wirkte auf mich eher abschreckend^^.
Ersteindruck: Bis jetzt ca. eine halbe Stunde gespielt. Sehr charmant, Flow ist vorhanden und wirklich angenehm, spielerisch kann ich bis jetzt nicht klagen, bin aber noch ziemlich am Anfang. Die Musik gefällt mir aber nicht so, da hatten andere Indie-Jump'n Runs (Shovel Knight, Celeste) IMHO die wesentlich bessere Musik^^.
Gameplay ist bisher "Ninja Gaiden" in Gut, ich hab bezweifelt dass das möglich wäre^^.
Bis jetzt gefällts, wird auf alle Fälle mal weitergespielt...
Krulemuk schrieb am
The Messenger ist nicht super schwer und hat aufgrund des Fokus' auf Mobilität i.V.m. der hohen Geschwindigkeit einen sehr angenehmen Flow. Darüber hinaus steckt mehr hinter dem Titel als man auf den ersten Blick annehmen würde. The Messenger ist kein reiner 2D Action-Platformer sondern ein unfassbar charmantes Action-Adventure, was man wohl eher mit Owlboy als mit Shovel Knight vergleichen kann. Teilweise kommen sogar Zelda Vibes auf, auch wenn das Gameplay sich natürlich an Ninja Gaiden orientiert.
schrieb am