Publisher: Frogster Interactive
Runes of Magic ![]()
Genre: Fantasy-Online-Rollenspiel
Item-Shop: Mittlerer Einfluss. Diamanten sind auch gegen erspielbares Gold im Auktionshaus kaufbar; im Spiel gegen Monster (PvE) sind die Vorteile beschränkt, im Spiel gegen Spieler (PvP) wiegen die Vorteile schwerer
Sprache: deutsch![]()

Laut Frogster sind bei Runes of Magic derzeit 1,5 Millionen Benutzer registriert.
Download: Release-Client
Ritter, Krieger, Schurke, Priester... die Wahl der passenden Klasse ist bei allen Online-Rollenspielen eine der ersten und wichtigsten Entscheidungen. Bei Runes of Magic wird man gleich zweimal vor diese Wahl gestellt, denn ab Stufe 10 darf man eine zweite Klasse wählen und damit einen heilenden Krieger, einen bogenschießenden Schurken oder einen schwertschwingenden Magier durch die Welt führen. Das Dual-Klassen-System ist einer der größten Unterschiede dieses sonst sehr klassischen Online-Rollenspiels. Auffällig ist die teilweise große Ähnlichkeit mit dem derzeitigen Platzhirsch aus dem Hause Blizzard, was aber nicht unbedingt negativ sein muss, auch wenn es manchmal ein "Das kenn ich doch?" verursacht.
Neben haufenweise Quests (über 1.600), Monstern und Gebieten bietet Runes of Magic jedem Spieler eine eigene Unterkunft und für Gilden eine Burg (beides in Instanzen). Dort können Möbel oder Arbeitsstationen für Handwerkskünste aufgestellt werden. Natürlich kostet das ganze Gold oder Diamanten, wobei letztere über den Item-Shop zu bekommen sind. Zwar lassen sich Diamanten inzwischen auch über das Auktionshaus gegen Gold von anderen Spielern kaufen, aber das ist ziemlich zeitaufwändig, da die Preise entsprechend hoch sind. Von fast allen Dingen gibt es auch für das erspielte Gold kaufbare Gegenstücke, allerdings sind diese meist zeitlich begrenzt (z.B. Reittiere) oder ein wenig schwächer. Sofern man nicht auf einem PvP Server unterwegs ist, kann man allerdings das ganze Spiel in seinem vollen Umfang erfahren, ohne den Item-Shop bemühen zu müssen - allerdings wird es länger dauern (da z.B. die Nutzung von Erfahrungspunkt-Booster ausbleibt). Wirklich lästig ist allerdings der begrenzte Platz im Rucksack, der nur gegen Diamanten für eine gewissen Zeitraum angemietet werden kann. Ansonsten bietet das Spiel alles kostenfrei, was das Abenteurer-Herz begehrt und präsentiert sich sehr rund - auch für inhaltlichen Nachschub wird regelmäßig gesorgt.
Wir haben mit Philipp Senkbeil (PR Manager bei Frogster) über die Free2Play-Entscheidung für Runes of Magic und die Zukunftschancen dieses Trendmodells gesprochen.
Philipp Senkbeil (PR Manager bei Frogster)
4Players: Hätte Deiner Meinung nach Runes of Magic auch als MMO mit monatlicher Abo-Gebühr funktioniert?
Philipp Senkbeil: Das Wichtigste beim Launch eines Spieles ist nicht das Bezahlmodell, sondern die Qualität. Die muss einfach stimmen. Der Stempel "Free-to-play" ist bei Runes of Magic natürlich hilfreich, da dies die Hemmschwelle potentieller Spieler senkt. Aber überzeugt hat letzten Endes das Spielkonzept selbst. Darum bin ich überzeugt, dass Runes of Magic auch mit einer Abo-Gebühr funktioniert hätte, wie gut ist natürlich spekulativ. Wir sehen Free-to-play aber als den Zukunftstrend im MMORPG-Bereich an und haben uns schlussendlich gegen monatliche Gebühren entschieden.
4Players: Denkst Du Free2Play-Spiele sind die Zukunft oder werden in nächster Zeit zunehmend an Bedeutung gewinnen?
Philipp Senkbeil: Wir sind überzeugt davon, dass Free-to-play-Spiele in Zukunft enorm an Bedeutung gewinnen, schließlich ist dies die fairste Art und Weise, den Spieler ins Boot zu holen. Er geht kein Risiko mehr ein, 40 oder 50 Euro investiert zu haben, um dann festzustellen, dass ihm das Spiel nicht gefällt. Publisher dürfen allerdings nicht den Fehler machen und bei der Qualität sparen. Dies hat in der Vergangenheit zum eher schlechten Ruf der Free-to-play-Spiele in unseren Breiten geführt und wird auch in Zukunft bei uns nicht funktionieren. Nur wer Qualität liefert, kann bei der anspruchsvollen Spielerschaft punkten. Wir sehen aber auch heute und in der Zukunft durchaus Chancen, mit einem Abo-Spiel Erfolg zu haben, wenn es über eine hervorragende Qualität verfügt. Beide Modelle haben ihre Vor- und Nachteile und ihre Daseinsberechtigung auf dem Markt.
Bounty Bay Online ![]()
Genre: Online Rollenspiel
Item-Shop: Mittlerer Einfluss, aufgrund der Ausrichtung auf Spieler-gegen-Spieler (PvP) können die verbesserten Gegenstände einen Vorteil verschaffen
Sprache: deutsch![]()

Arrr! Piraten vs. Händler.
Download: Client (mit Kolonie Add-on)
Eine frische Brise in den Segeln, ein Laderaum voller kostbarer Waren und keine Totenkopfflagge am Horizont: So muss das Leben sein. Das ist eine der Möglichkeiten, die Zeit in Bounty Bay Online zu verbringen. Oder man raubt einfach alles aus, was bei drei nicht im nächsten Hafen ist. Es dreht sich alles um Piraten, Händler und Schiffe. Inzwischen dürfen Gilden sogar Kolonien gründen und damit von eigenen Stützpunkten aus operieren und auf eigene Produktionsstätten zurückgreifen.
Leider nagen trotz zwei Erweiterungen altbackene Grafik, geringe Charakterauswahl sowie ein hoher Grindanteil an dem Piraten-Feeling. Da PvP eigentlich überall möglich ist und sichere Gewässer Mangelware darstellen, ist der Einfluss oder Vorteil der über den inzwischen eingeführten Item-Shop (bei Veröffentlichung des Spiels gab es nur ein Abosystem) erwerbbaren Gegenstände nicht gerade gering. Diese verbessern nicht nur Aussehen von Figur oder Schiff, sondern heben die Eigenschaften ordentlich an. Um diesen Einfluss etwas abzumildern, sind die Upgrade-Items (seit zwei Wochen) nur noch für Ingame-Silber und nicht mehr für Shop-Punkte zu haben.
Eine Free2Play-Zukunft wird auch The Chronicles of Spellborn
haben, dessen europäische Server kürzlich vom Netz genommen wurden. Das Online-Rollenspiel mit dem einmaligen Kampfsystem und der äußert kreativen Spielwelt war ebenso unzugänglich wie unfertig veröffentlicht worden und bis zum nächsten Jahr soll das monatliche Abosystem in eine Free2Play-Version mit Gegenstands-Verkäufen umgewandelt werden. Mit der Neuausrichtung des Erlösmodells sollen grundlegende Verbesserungen in der Spielkonzeption und Spielmechanik einhergehen.