Counter-Strike: Spieleplattform Steam Teil 3: Darwinia - Special

4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell. 4Players.de Das Spielemagazin. Kritisch. Ehrlich. Aktuell.

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Kann ein kleines Programmierer-Team ein Spiel entwickeln, welches mit den großen Entwicklungsstudios mithalten kann? Die kleine Firma Introversion hat es geschafft.



Ein Spiel welches nach grafischen Gesichtspunkten zwar nicht unbedingt den opulenten Grafikorgien aktueller Spiele entspricht aber welches trotzdem den Bereich der Echtzeitstrategie um eine interessante Variante bereichert hat.

Die Rede ist von Darwinia. Programmiert von der kleinen englischen Spieleschmiede Introversion. Gegründet 2002 von Chris Delay, Mark Morris und Thomas Arunde produzierten sie ihr Erstlingswerk "Uplink: Hacker Elite", welches sie noch mit selbstgebrannten CDs und selbst hergestellten Verpackungen verkauften.


Chris Delay


Mark Morris


Thomas Arunde

Ermutigt von dem Erfolg machten sie sich an ihr nächstes Projekt, Darwinia. Dabei blieben sie ihrem unabhängigen Vertriebsmodell (ohne Publisher) treu und erweiterten es durch die Partnerschaft mit VALVe und dem Vertrieb über Steam.

Doch nun zur "Story" des Spiels. Der überaus geniale und bewundernswerte Dr. Sepulveda, bekannt durch seine desaströsen Geschäfte mit Homecomputern, konzentriert sich jetzt auf die Erforschung künstlicher Intelligenz.

Dazu hat er im Inneren seines Computers eine kleine Kunstwelt namens Darwinia erschaffen. In dieser leben die kleinen Bewohner, genannt Darwinianer (wer hätte das gedacht). Diese putzigen grünen Kerlchen besitzen sogar eine virtuelle DNS und nebenbei eine kleine Seele, die wenn der Darwinianer rechtschaffen und fleissig war, samt DNS gen Himmel wandert. Dort wird sie in einem zentralen Knotenpunkt "recycelt" und anschliessend wiedergeboren (die Buddhisten wussten es schon immer). Dr. Sepulveda hofft, dass sich seine Schöpfung irgendwann einmal zu selbstständig denkenden und handelnden Individuen entwickelt.

Doch es wäre kein Sepulveda-Projekt wenn es nicht zu einem unliebsamen Zwischenfall kommen würde. Durch sein unbekümmertes Surf-Verhalten und den häufigen Besuch von Seiten auf denen sich Damen tummeln, die wohl zu arm sind um sich genügend Kleidung zu kaufen, schleichen sich bösartige rote Viren in die Welt von Darwinia und überrennen alles was sich ihnen entgegenstellt.


Zum Glück für unseren schusseligen Doktor und seine grünen Wesen, tritt genau in diesem Moment der Spieler (oder natürlich die Spielerin) auf den Plan, und hilft ihm bei der Befreiung der virtuellen Welt.

Die Spielsteuerung erfolgt per Maus und mit einigen, wenigen Tasten. Zum Beispiel erscheint bei gedrückter ALT-Taste ein Taskmanager mit einer Liste der verfügbaren Einheiten, den entsprechenden Gesten sowie den Missionszielen des jeweiligen Levels. Die Einheiten selbst sind kleine Programme, die vom Taskmanager ausgeführt und vom Spieler jederzeit wieder gelöscht werden können. Baumaterial für die Einheiten benötigt man nicht. Nur einen freien Programmplatz, da es ja schließlich kleine Computerprogramme sind. Ab und zu meldet sich der liebe Doktor per "Webcam", um Erklärungen und Tipps anzubieten. Parallel erforscht er auf euren Wunsch hin verschiedene Upgrades für Waffen, Einheiten und den Taskmanager.

Am Anfang sind eure Bewohner noch völlig schutz- und hilflos. Für das Kämpfen müsst ihr also die so genannte "Squad-Einheit" erstellen und einsetzen. Diese besteht zunächst aus drei Soldaten. Damit ballert man sich munter einen Weg durch die Viren. Ein Klick mit der rechten Maustaste feuert Lasersalven ab, ein gleichzeitiger Linksklick die Sekundärwaffe: Granate, Rakete oder Luftangriff. 

        

Alle Wesen in Darwinia, egal ob Freund oder Feind, hinterlassen nach dem Ableben eine Seele mit ihrer DNS. Genau die benötigt der Doktor, um seine Welt erneut mit gesunden Kreaturen zu bevölkern.

Jetzt kommt die Klasse der Engineers, die Wartungseinheiten des Spiels , zum Einsatz. Sie reparieren nicht nur Gebäude sondern sammeln auch die "Seelen" der im Kampf Gefallenen ein. Im Inkubator werden aus diesen Seelen wieder normale Bewohner der Kunstwelt.

Mit der Zeit betreiben eure Bewohner Solarkollektoren, Minen, Fördertürme, Generatoren und allerlei wundersame Gerätschaften. Diese sind für die Befreiung Darwinias und die erfolgreiche Beendigung eines Levels erforderlich. Später im Spiel kommen mächtige Kanonen dazu mit denen man den Viren so richtig ein´s verpassen kann. Steuern könnt ihr eure Darwinianer immer nur indirekt per "Officer". Nun zu den Viren. Die einfachste Variante ist ein zweidimensionales Würmchen, das seine Seele schon mit einem einzigen Schuss gen Himmel aushaucht. Gefährlicher sind da die Tausendfüßler, die nach Beschuss in autonome Einzelteile zerfallen und so weiter Jagd auf die Bewohner machen. Furchteinflößende Kraken und Spinnen können mit Lasern kaum noch bekämpft werden und legen zudem Eier, aus denen neue Viren schlüpfen und und und... 
 
Von den fraktalen Bäumen, den Vektorinseln und dem Leveldesign bis hin zu den Geräuschen präsentiert sich alles stimmig und mit einer eigentümlichen Eleganz. Auch die an die wilden 80er erinnernde Musikuntermalung fügt sich nahtlos in das Spielkonzept ein. Wer ständig taktieren, agieren und reagieren will, wie in anderen Echtzeit-Strategiespielen, wird sich schnell langweilen. Denn neben der Action lädt Darwinia oft zum Verweilen ein, zum stillen Genießen. Darwinia ist ein Genremix und nicht mit einem herkömmlichen Echtzeit-Strategiespiel zu verwechseln: die Einheiten besitzen fast keine automatischen Wegfindungsroutinen, man muss sich also ständig um sie kümmern. Dies ist aber durchaus im Sinne der Erfinder und betont den Arcade-Aspekt des Spiels.

 
 
Info: Homepage Introversion
Info: Homepage Darwinia
Video: Gameplay Trailer (2 Minuten)
Game: Demo Darwinia

 

    

Kommentare

Es gibt noch keine Kommentare zu diesem Thema!
schrieb am

Facebook

Google+