Counter-Strike: Kolumne: Nicht schon wieder eine Unterschriftenliste... - Special

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos
Sie sind so alt wie das Internet selbst und so nervend wie die Klingeltonwerbung auf manchen Musiksendern...

 Unterschriftenlisten... Jeder kennt sie. Es gibt sie zu jedem erdenklichen Thema. Sei es um eine Wiederauflage der ersten Fix & Foxi Comics zu erreichen, um Robbenbabys vor dem Schlächtertod zu retten oder schlicht zur Erringung des Weltfriedens.

Passt einem User der neuen Medien etwas nicht, so scheint er sich flugs daran zu setzen, in einer schnell entworfenen Homepage der Welt sein Anliegen mitzuteilen und per Unterschriftenliste Gleichgesinnte zwecks Druckerhöhung zum globalen Aufschrei aufzufordern.

Das sich auf diesen Listen die Unterschriften von Puschel, dem 11jährigen Ego-Shooter-Spieler oder die der 8jährigen Mirijam tummeln, der einfach nur das Robbenbild so gut gefällt, ist dabei Nebensache. Ernst nehmen wird diese Liste sowieso Niemand.

Robben werden noch immer gejagt. Der Weltfrieden ist auf den Mond geflüchtet und Fix & Foxi Nummer 1 nicht in Sicht. Im Geiste höre ich die Aufschreie der Unterschriftenleister und der Unterschriftenforderer:
"Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft, hat schon verloren"
Schallt es mir gleich den Trompeten von Jericho um die Ohren. Ihr lieben Unterschreiber, seid nicht sauer auf mich. Ich bewundere euer Engagement ich befürworte oft auch euer Anliegen (ich mag Robben) und nichts wäre mir lieber wie eine Welt die man per Unterschriftenliste ändern kann.

Aber leider funktioniert die Welt so nicht. Ein Herr Bush wird seine Soldaten nicht wegen Unterschriften aus fremden Ländern zurückziehen. Genau so wenig wird ein Herr Beckstein wegen einer Unterschriftenliste seine bürgerrechtsfeindliche Einstellung aufgeben. Überzeugt werden können beide eventuell durch eine sachliche Diskussion und politische Realitäten. Im Zweifelsfall leider erst dann, wenn Alles schon in Scherben liegt.

Verwendet die Energie, die ihr in Unterschriftenlisten setzt, für etwas Besseres. Tragt eure Einstellung und euer Anliegen in einem positiven Licht nach Aussen. Überzeugt Menschen denen ihr begegnet. Seien es eure Eltern, die vielleicht aus Unkenntnis eine andere Meinung haben oder sei es der Lehrer welcher aus seiner intellektuell überheblichen Sicht alle entgegenstehenden Meinungen abkanzelt.

Eine Unterschriftenliste, mag sie noch so umfangreich und authentisch sein, wird keinen Hund hinter dem Ofen hervorlocken. Sie wird lächelnd (wenn überhaupt) entgegengenommen und dann nach einiger Lagerungszeit als 3-lagiges Toilettenpapier reinkarnieren. Aber ein junger Mensch der engagiert und sachlich mit einem Gesprächspartner seiner Wahl ein Thema erörtert, ausdiskutiert und es vielleicht noch schafft sein Gegenüber zu überzeugen, bleibt im Gedächtnis und bringt uns Fix & Foxi Nummer 1 vielleicht einen Schritt näher.

In diesem Sinne

Euer

Heuermeuer

 

  

Kommentare

johndoe-freename-102382 schrieb am
Nein, Herr Busch wird seine Soldaten nicht aus dem Krieg ziehen, weil das Desaster, dass er angerichtet hat, dann gigantische Ausmaße annehmen würde.
Trotz allem sollte jeder Politiker spüren, dass das Volk auch zusieht, was er macht.
Und egal wie, das Volk muss sich melden und schreien: Ich bin hier und neben mir stehen 10.000 andere, die gucken dir genau auf die Finger.
Wenn das Volk sich zu passiv erhält, verändert das auch die Entscheidungsart- und weise der Leute an der Spitze.
Dafür sind wir schließlich eine Demokratie und keine Diktatur.
schrieb am

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