Counter-Strike - Special, Shooter, PC - 4Players.de

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Passen Satire und eSport zusammen? Nein? Warum eigentlich nicht? Ist diese meinungsbetonte und überspitzte Art des Informierens in der Gaming-Szene angebracht? Vielleicht sogar wichtig? Folgender Beitrag will diese Fragen beleuchten.



  

 

Satire sagt die Wahrheit. Zumindest nimmt sie kein Blatt vor den Mund. Sie hält der Realität den Spiegel vor, ist unverschämt, hemmungs-, schonungs- und gnadenlos. Satire ist immer unterhaltsam und bringt die Sache auf den Punkt, auch wenn sie dem Amüsement zuliebe oft über das Ziel hinaus schießt. Sie ist bissig und kritisch. Sie bedeutet genau das also, was man braucht, wenn andere nicht die Wahrheit sagen, wenn sie das, was ist, schönreden oder sich anderweitig einer Kritik würdig machen. Satire bringt also vor allem oft Beleuchtung in den Stall der hohen Tiere und konzentriert sich auf bedeutsame Vorgänge und Gegebenheiten, die im Interesse der Öffentlichkeit stehen. Sie macht das meistens auf eine Vorlaute, polemische Art und Weise, und ironisch, in einem meist gehobenen, kreativen Rahmen.

Manche aus der Szene haben sich organisiert und die Satire auf das www-Schild geschrieben. Begrüßenswert, eigentlich, denn auch das Publikum aus der Gaming-Szene sucht nach Unterhaltung. Ist etwas wie Satire aber richtig am Platz, spricht man von der Spieler-Szene? Ist die tägliche Sturmflut von Informationen nicht schon groß genug, auch ohne eSport-Satire? Seiten voller Text und Bilder, die im Grunde an nichts ein gutes Haar lassen! Non-Sense, Anstößiges, politisch Unkorrektes, Aussagen die lediglich der Unterhaltung dienen. "Redaktionelle Beiträge", die nicht wirklich viel beinhalten neben Spott und Polemik, deren Kerninformationen vielleicht besser bei News-Sites mit großer Reichweite und hohen Besucherzahlen aufgehoben wären. Während es schon kompliziert genug ist, die Website der Gaming-Liga zu bedienen, kommt auch noch der Hofnarr daher und besteubt das Feld der Weisheit, bringt die Meldungen mit von Sarkasmus verschleierter Verpackung und raubt einem die Zeit. Brauchen wir wirklich diese Form der Unterhaltung?

Ja. Wir brauchen sie. Ganz dringend sogar. Und zwar in einem noch viel größeren Maße, als sie derzeit besteht. Wir brauchen reichlich Unterhaltung, frische Köpfe, die sich aus ihrem virtuellen Gefängnis loslösen, das Fenster aufmachen und skandalöse, interessante und bedeutsame, oder auch einfach alltägliche Themen aus einer übersichtlichen Distanz beobachten.

eSport und Gaming allgemein, das sind trockene Pflaster, durch deren enge, elektronische Leitungen weniger oft etwas Frisches, Humorvolles oder einfach nur Menschliches fließt, im Verhältnis zu den Massen an bunten aber blanken Informationen über Spieltermine, Server-IPs, ICQ-Nummern und gelegentlich einer LAN-Party, einem Bootcamp oder einem eSport-Liga-Event. Frische Luft schnappen können Gamer meist nur, wenn sie raus gehen, das Gerät, die Schnittstelle zum Internet ausmachen. Auflockerungen und Dehnübungen sind nicht nur vor dem Ski-Fahren oder Fußballspielen wohltuend und gesund, wir Spieler brauchen sie auch. Wir brauchen den Hofnarren, der uns verbal ins Gesicht spuckt, der scheinbar schwachsinnig ist und albern-boshaft-übertrieben über den Alltag sinniert, während er uns auf andere Gedanken oder sogar ein Stückchen näher an die "Wahrheit" bringt - Wer immer diese Wahrheit ist.

 

 

Kommentare

langhaariger bombenleger schrieb am
Einfach 15 Minuten auf einen CS Server joinen und man hat genug Realsatire für Monate.
barlond schrieb am
das war nicht immer so, dass es keine satire gab. wenn ich da an mumu|becks oder den gesamten mumu|clan denke. das war eigentlich satire pur. schön den spiegel vorgehalten. ich sag nur: nix für n00bs :D
fand ich damals schon schade, dass es damals sehr wenige kapiert haben und so mumu halt der cheaterlamerkiddiclan war. oder wie war das? :D
schrieb am

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