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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Zwar stehen in einem professionellen Counter-Strike-Clan vor allem die Spieler Blickpunkt aber wesentlich wichtiger für die Funktion des Clans ist das Management im Hintergrund.



Für die Jungs aus dem Hause hoorai gab es diese Saison wohl zwei Überraschungen, das Counter Strike 1.6 Team spielte eine entäuschende Season während das Counter Strike: Source Team mit dem zweiten Platz im Rücken nach Köln auf die Finals fahren darf. Wir haben uns mit Projektleiter Larion "D.Devil" Syrota unterhalten, welcher uns einen kleinen Einblick in die Transferpolitik von hoorai gab.

 

Counterstrike.de: Hallo Lari, die Season ist vorbei, was zieht ihr für ein Fazit in Counter-Strike 1.6 als auch Counter-Strike: Source?

Larion "D.Devil" Syrota:
Mit der Leistung unseres Counter-Strike-Teams können wir nach der anfänglichen Erfolgsserie natürlich keinesfalls zufrieden sein. Vieles lief schief und unser achter Platz entspricht nicht annähernd unseren Zielen vor der Saison. Wir haben weit unter unseren Erwartungen gespielt und müssen nun dafür Sorge tragen, dass sich so etwas nicht wiederholt.

Unser CS-Source-Team hingegen hat ausgesprochen gut harmoniert. Wir haben uns ja vor der Saison mit zwei Alternate-Spielern verstärkt, in der Hoffnung, es diesmal auf die EPS Finals zu schaffen. Dieses Ziel haben wir erreicht. Nach anfänglichen Abstimmungsschwierigkeiten gelang es uns, ein gut funktionierendes Team auf die Beine zu stellen und die Ergebnisse belegen eindeutig, dass wir uns zu den stärksten deutschen Mannschaften zählen dürfen.Im Nachhinein ist es zwar etwas schade, dass wir das Spiel gegen Team Speed-Link doch noch aus der Hand gegeben haben und es somit nicht ins Overall-Finale geschafft haben, aber wir können mit dem dritten Platz auf jeden Fall zufrieden sein.

Counterstrike.de:  Du sprichst die schlechte Leistung des 1.6-Teams bereits an. Was glaubst du sind die Gründe für das schlechte Abschneiden des Teams? Allein das Turnier in der Ukraine wird ja nicht schuld gewesen sein.

Larion 'D.Devil' Syrota ist seit den Anfängen des Clans an an Bord und aus dem Management von hoorai.XQ wohl nicht mehr wegzudenken. Er koordiniert das gesamte Projekt und sorgt in allen Bereichen für einen geregelten Ablauf. 

Larion "D.Devil" Syrota:

Die desaströse Vorstellung gegen Ende der Saison lässt sich wahrlich nicht einfach auf den DTS Cup abwälzen, auch wenn wir uns sicher eingestehen müssen, dass er unsere Jungs ein wenig aus dem spielerischen Alltag gerissen hat. Ein Zusammenspiel aus mehreren Faktoren war für das schlechte Abschneiden verantwortlich. Hauptsächlich lag es jedoch daran, dass wir uns nach dem guten Start zu sicher fühlten im Bezug auf die EPS Finals. Bei einigen Spielern nahm die Trainingsmoral entsprechend ab und das spiegelte sich rasch auch in den Ergebnissen wider. Das soll nicht bedeuten, wir hätten nach einer gewissen Zeit kaum noch trainiert, allerdings machte sich einfach ein verminderter Ehrgeiz hinsichtlich des Trainings bemerkbar. Und wenn man ganz oben mitspielen möchte, darf so etwas einfach nicht passieren.

Da müssen wir im Management auch uns selbst den Vorwurf machen, dass wir nicht rechtzeitig reagiert haben, nämlich erst nachdem wichtige Punkte im Kampf um die EPS Finals verspielt wurden. In Zukunft müssen wir da ohne Frage viel konsequenter durchgreifen. Ein weiterer Punkt, in dem wir mehr tun müssen, ist die Vorbereitung auf die EPS. Mehr Bootcamps und häufigere Teilnahme an Offline-Events wären trotz der jahrelangen Erfahrung unserer Akteure sicherlich nicht fehl am Platze gewesen.

Des Weiteren lässt sich als Grund anführen, dass dem Team ein starker Ruhepol gefehlt hat, der das Team in kritischen Situationen nochmal hochzieht. Gerade dann gerieten unsere Jungs nämlich aus dem Konzept und es dauerte oft viele Runden, bis sich der Spielfluss wieder eingependelt hatte. Dadurch, dass wir kurzfristig einen Ersatz für Roman R. gebraucht haben, waren wir bei der Auswahl des fünften Manns eingeschränkt: Eine weitere starke Persönlichkeit wie Tim "Mason" Kleemann bringt zusätzliche Unruhe ins Team, auch wenn das Zusammenspiel im Großen und Ganzen reibungslos verlief und Mason natürlich spielerisch vollstens zu überzeugen wusste.

Counterstrike.de: Du sagst, die Harmonie und Motivation hat sich verschlechtert. Ich nehme an, ihr plant daher Spielerwechsel. Wird es einen kompletten LineUp-Wechsel geben oder werden nur ein oder zwei Spieler ausgetauscht? Korrigiere mich, wenn ihr mit dem jetztigen LineUp in die nächste Season starten wollt.

Larion "D.Devil" Syrota:
Wir werden auf jeden Fall an unserem Team festhalten und planen keine radikalen Einschnitte. An der spielerischen Qualität unserer Jungs zweifeln wir nicht und der mangelnde Ehrgeiz war auch nur temporärer Natur. Ob und inwieweit es zu Transfers kommen wird, vermag ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht endgültig zu sagen, es ist aber durchaus denkbar, dass es zu 1-2 Spielerwechseln kommt. Wie diese genau aussehen werden, wird sich noch früh genug zeigen. Zunächst müssen wir uns so sorgfältig wie möglich mit der Situation auseinandersetzen und genug Zeit investieren, um das bestmögliche Lineup für die EPS XIII herauszuholen - denn einen weiteren Patzer können wir uns nicht leisten!

Counterstrike.de: Sollte es zu Transfers kommen, inwiefern bist du als Projektleiter darin involviert und welches Mitspracherecht hast du bei der Verpflichtung neuer Spieler?

Larion "D.Devil" Syrota:
Nun, derartige Entscheidungen werden bei hoorai nie von einer einzelnen Person getroffen, sondern basieren immer auf den Einschätzungen und Meinungen aller involvierten Parteien: des Managements, des Teammanagers sowie der einzelnen Spieler. Das letzte Wort obliegt natürlich immer dem Management, und als Mitglied der Clanleitung habe ich da natürlich maßgeblichen Einfluss. Am Ende ergeben sich personelle Entscheidungen aber meistens ganz von alleine - Fakten sprechen eine unmissverständliche Sprache.

Counterstrike.de: Worauf achtet ihr denn bei der Verpflichtung neuer Spieler besonders?

Larion "D.Devil" Syrota:
Eine sehr große Rolle spielt auf jeden Fall die Motivation und Leistungsbereitschaft des Spielers - der Spieler muss "heiß" sein. Nur wer konstant wirklich 100% zeigt, schafft es heutzutage, oben mitzuspielen. Eine Verpflichtung kommt für uns also nur in Frage, wenn sich die Vorstellungen und Anforderungen des Spielers mit denen des Clans überschneiden. Wichtig ist zudem, dass der Spielertyp gut zu den Persönlichkeiten in unserem Team passt und sowohl auf dem Gameserver als auch außerhalb so wenig Konfliktpotential wie möglich vorhanden ist. Das lässt sich natürlich erst nach ausgiebigen Trainingseinheiten präzise abschätzen, was eine sorgfältige Begutachtung jedes Kandidaten erfordert. Dass die individuelle Spielstärke stets eine entscheidende Rolle spielt, dürfte ja selbstverständlich sein. Ein Spieler, der "underperformt", zieht nämlich auch seine Kollegen herunter. Hierzu gehört aber nicht nur das Aiming, sondern auch Spielverständnis, Kommunikationsfähigkeit und Belastbarkeit.

Counterstrike.de: Wenn es dann zur endgültigen Verpflichtung kommt, welche Klauseln müssen auf jeden Fall in einen Vertrag? Es gab ja in der Vergangenheit immer wieder Streit zwischen Spielern und Clans. Was kann man vertraglich unternehmen, um so etwas zu vermeiden?

Larion "D.Devil" Syrota:
In erster Linie fungiert ein Spielervertrag als schriftliche Festsetzung sämtlicher Modalitäten sowie als Mittel zur Durchsetzung von Forderungen. Man kann den spielerischen Alltag jedoch nicht komplett auf einen Vertrag verlagern, das funktioniert nicht. Es ist immer noch notwendig, kontinuierlich darauf zu achten, dass alle Spieler sich wirklich reinhängen und auch das Einhalten der Trainingszeiten niemandem Probleme bereitet. Ein Vertrag kommt einem Clan ja meist erst dann zu Gute, wenn eine der Vertragsparteien sich nicht an die Abmachungen hält und es sonst keine Möglichkeit gibt, eine Lösung zu finden. Dann ist es aber meistens so oder so schon zu spät...

Counterstrike.de: Lass uns deine Person einmal näher beleuchten. Zunächst einmal: Was genau sind die Tätigkeiten eines Projektleiters bei hoorai?

Larion "D.Devil" Syrota:
Mein Aufgabenbereich umfasst hauptsächlich die Koordination des Clans sowie die Überwachung und aktive Mitgestaltung der einzelnen Bereiche. Neben der Kommunikation mit Spielern, Teammanagern, Redakteuren und anderen Managementmitgliedern bedeutet das bei einem relativ jungen Clan wie hoorai.XQ auch das Arbeiten an Konzepten und Richtlinien, die den Clan hoorai weiter voranbringen, aber auch solchen, die alltäglichen Arbeitsabläufe optimieren sollen.

Ebenso kümmere ich mich um die Öffentlichkeitsarbeit und Markenentwicklung von hoorai - ich bin verantwortlich für das öffentliche Erscheinungsbild des Clans. Hinzu kommen selbstverständlich noch zahlreiche kleinere Aufgaben, die zum Tätigkeitsfeld eines Clanmanagers zählen. Diese sind zwar nicht weiter der Rede wert, machen aber einen nicht geringen Teil des täglichen Arbeitsaufwandes aus.

Counterstrike.de: Was ist denn der größte Lohn für deine Arbeit?

Larion "D.Devil" Syrota:
Der größte Lohn? Geld! Das klingt zunächst vielleicht etwas trocken, aber mit der Zeit nimmt der finanzielle Aspekt eine immer größer werdende Bedeutung ein. Sicherlich ist der Job eines Clanmanagers oft sehr spaßig, aber eben auch mit viel Stress verbunden. Der anfängliche Enthusiasmus weicht irgendwann, und wenn die eSport-Arbeit immer mehr zum Alltag wird, erwartet man irgendwann zusätzliche Anreize, um weiterhin so viel Zeit und Schweiß in ein Projekt zu investieren.

Das bedeutet aber natürlich nicht, ich wäre nicht mit Herzblut bei der Sache - Ganz im Gegenteil! Ich denke, ich kann sehr stolz sein auf das, was wir bei hoorai in den letzten zwei Jahren aufgebaut haben und es ist wirklich toll, zu sehen, dass das eigene Engagement Früchte trägt. Die Unterstützung unserer Fans und die Verantwortung den Spielern gegenüber stellen sicher, dass ich auch in Zukunft mein Bestes geben werde, um hoorai weiter nach oben zu bringen.

Counterstrike.de: Was möchtest du mit hoorai noch erreichen?

Larion "D.Devil" Syrota:
Nun, erstmal möchte ich in Counter-Strike 1.6 auf die EPS Finals, dann sehen wir weiter.

Langfristig soll sich hoorai.XQ auf jeden Fall als einer der führenden Clans in Deutschland etablieren und in allen wichtigen Ligen und Turnieren um den Titel mitspielen können. Insbesondere lege ich darauf Wert, dass wir nicht nur spielerisch überzeugen, sondern auch organisatorisch in der obersten Liga spielen. Im Endeffekt ist der Erfolg eines Clans schließlich von den Leistungen hinter den Kulissen abhängig, und hier streben wir in jeder Hinsicht Perfektion an. Sicher ist das ein ehrgeiziges Ziel, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen können, nicht zuletzt dank der hervorragenden Zusammenarbeit mit unserem Hauptsponsor Xilence, dem ich an dieser Stelle nochmals für die tolle Unterstützung danken möchte.

Counterstrike.de: Ich bedanke mich für deine Zeit Lari.

Larion "D.Devil" Syrota:
Immer wieder gerne.

 
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