Counter-Strike: 13. EPS Finals - Der Vorbericht - - Special

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Fußball hat sie. Handball hat sie. Sie gehören dazu wie das Rad zum Fahrrad oder der Monitor zum Computer.



6 Jahre eSport - 6 Jahre ESL Pro Series Finals

Die Deutschen Meisterschaften belohnen seit jeher die besten der besten, die es auf nationaler Ebene zu finden gibt. Der elektronische Sport kommt dabei keinesfalls zu kurz: Counterstrike.de lässt die EPS Finals der vergangenen 6 Jahre Revue passieren.

 

Der Anfang

Freitag. Wir schreiben den 13. Dezember 2002. Am heutigen Abend finden die historischen, ersten Finals der ESL Pro Series statt. Im kleinen Kölner Internetcafe "Futurepoint" trifft sich die nationale Elite der Disziplinen Counter-Strike, Warcraft 3 und Jedi-Knight 2 um den Deutschen Meister unter sich zu küren.

Bei der Auswahl der Location ist man bescheiden geblieben: Dennoch bieten zwei große Eventräume mit insgesamt vier Leinwänden optimale Übertragungsmöglichkeiten der Spiele - insgesamt 500 Zuschauer hatten das Vergnügen, den Wettkämpfen beizuwohnen. Den Profi-Spielern merkt man die Nervosität an - schließlich geht es um ein Preisgeld von 80.000 Euro.

 

Hauptsache Spiele wechseln

Fußball bleibt Fußball. Ebenso wenig werden sich die Olympischen Spiele plötzlich von begehrten Disziplinen wie dem 100m-Sprint trennen. In der EPS mussten die Titel in den letzten Jahren aber einiges einstecken.

Gestartet wurde mit den vier Spielen  Counter-Strike (damals noch in der Version 1.5),  Warcraft III Nascar 2002 und  Jedi-Knight letzteres musste die Segel streichen und war in der folgenden Saison kein EPS-Titel mehr. Das Rennspiel Nascar 2002 wurde von seinem 2003er-Nachfolger ersetzt. Die beiden anderen Titel sind jedoch bis heute fester Bestandteil und gehören auch international immer noch zur absoluten Spitze des eSports. Auch wenn viele bereits das Ende von Warcraft III zugunsten des langersehnten zweiten Teils der Strategielegende Starcraft voraussagen, welches immer noch den Maßstab für zukünftige Echtzeit-Strategiespiele auf professioneller Ebene bestimmt.

Wie uns Gandalf der Graue über das Kommen und Gehen der Völker erzählt, herrscht auch in der Riege der EPS-Spiele ein ständiger Wechsel. Nascar 2003 wird in der dritten Saison durch  Live for Speed ersetzt und der Fußballklassiker  FIFA findet ebenfalls den Weg in die höchste deutsche Spielklasse, auch wenn es Jahr für Jahr von seinem Nachfolger abgelöst wird.

Frischen Wind verspürt die Community dann aber Anfang von Saison VI: Die Supported Pro Series wird erstmals eingeführt und leitet für   Der Herr der Ringe: Die Schlacht um Mittelerde ein neues Kapitel ein. Verglichen mit dem allseitsgeliebten Ego-Shooter entpuppt sich dieser frische Wind aber lediglich als eine kleine Brise, denn zu Beginn der achten Saison ist auch mit den Hobbits Schluss. Dafür hinzugekommen sind mittlerweile der Warcraft-Konkurrent  Starcraft und mit  Battlefield 2 der zweite Shooter im Bunde.

Nach vielen weiteren Wechseln, bricht mit der zehnten Saison ein Titel in die EPS ein, der es wie kein Zweiter versteht, eine riesige Community in zwei Lager zu spalten:  Counter-Strike:Source findet auf der einen Seite schnellen Anklang und gibt sich als neue Anlaufstelle für Neueinsteiger des Shooters aus. Auf der anderen Seite, die bevorzugt aus alten Hasen der 1.6er-Version besteht, stößt der Quasi-Nachfolger auf eine undurchdringbare Mauer erbarmungsloser Ablehnung, die sich nicht nur auf die Tatsache bezieht, dass man eine solche Anhäufung von Bugs und weiteren Nachteilen zuletzt bei Windows-Betaversionen bestaunen durfte, wobei vielen bereits die Lust auf einen spontan aufkommenden Blue-Screen und ein Ende des Spiels größer war als der Apetitt auf das tägliche Mittagessen.

Doch diese Vergangenheit ist sechs Jahre her. Dem Anschein nach finden sich beide Parteien langsam wieder zu einem, gemeinsamen Kern zusammen, die allgemeine Akzeptanz und Toleranz ist ebenso gestiegen. Aus dem einstigen Hobby, bei welchem es nur um Spaß ging, wurde mittlerweile für Viele ein harter Wettkampfalltag, den keiner so einfach auf die leichte Schulter nimmt. Denn nun geht es nicht mehr zwangsläufig nur um das reine Vergnügen am Spiel. Ruhm und Anerkennung, Fangemeinden, Preisgelder in 5-stelliger Höhe: Dies ist das Leben einiger Spieler der ESL Pro Series.

 

Die Gegenwart

Um es kurz zu fassen: In den 6 Jahren hat sich einiges geändert. Das Preisgeld ist auf die beachtliche Summe von 165.000 Euro angestiegen. Die Location ist kein kleines Internetcafe mehr: Das EXPO XXI in Köln ist der ausgesuchte Ort der am 6.-7. Dezember 2008 Finals der inzwischen 13. Saison der EPS. Auf über 7.000m² findet sich hier alles, was man selbst für Konzerte, Messen und Sportveranstaltungen benötigt. Niemand weiß, wohin uns die Zukunft verschlägt, ob wir nicht doch schon in wenigen Jahren ähnliche Umstände bejubeln dürfen, die bereits heute in eSport-Hochburgen wie Korea gang und gebe sind.

Doch es bleibt eines zu hoffen: Neben allem, was den elektronischen Sport ausmacht - was Professionalität, Kameradschaft, Ansehen und eine neue Lebenseinstellung auszeichnet - dürfen wir Einen Aspekt niemals aus den Augen verlieren, denn er ist unser aller Grund dafür, und für einige sogar ein großer Ansporn, diesen Sport, der hoffentlich möglichst bald von allen genau als solcher gesehen wird, eines Tages professionell zu betreiben: Freude. Vergnügen. Spaß.

 
 Fakten, Fakten, Fakten
 
 
 

                                   

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