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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
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Anlässlich der anstehenden Europawahl befragten die Kollegen des ORF Vertreter ihrer politischen Parteien zur Gewaltspielfrage.



Bisher setzt man im EU-Parlament bei Computerspielen auf eine freiwillige Selbstregulierung der Spieleindustrie. Seit Februar 2009 wird das Alterseinstufungssystem Pan European Games Information (PEGI) unterstützt. Ebenfalls wurde der Vorschlag angenommen, einen Verhaltenskodex für Einzelhändler mit Regeln für den Verkauf von Videospielen an Minderjährige zu erstellen. Trotzdem bleibt das Thema Gewaltspiele Gesprächsthema und drängt sich im anlaufenden Wahlkampf der Europawahl immer mehr in den Vordergrund. Wie die österreichischen Parteien zu diesem Thema stehen, haben die Kollegen des ORF erfragt:

 

Sozialdemokratischen Partei Österreichs (SPÖ): Wir stehen hinter dem Entschluss, mit dem der Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz des EU-Parlaments einen Bericht des liberalen niederländischen Abgeordneten Toine Manders einstimmig angenommen hat. Manders setzt auf die Selbstregulierung der Spielebranche und auf eine europaweite Kennzeichnung der Games nach dem PEGI-System. Im aktuellen Regierungsprogramm sind neben Aktivitäten hinsichtlich Einschränkung der Darstellung von Gewalt in den Medien auf ein jugendverträgliches Maß auch die Weiterführung und der Ausbau der Bundesstelle für Positivprädikatisierung von Computer-Konsolenspielen zur Sensibilisierung der Eltern bezüglich Gewaltdarstellungen in Computerspielen festgelegt.

 

Österreichische Volkspartei (ÖVP): "Killerspiele" sind ein Symptom, keine Ursache des Problems. Es gibt einen beunruhigenden Trend unter Jugendlichen zu Verharmlosung von Gewalt. Dieser Trend hat viele Ursachen. Um unseren Kindern und Jugendlichen soziale Kompetenz im Umgang miteinander zu vermitteln, sind zuallererst die Eltern, Familien und die Schulen gefordert. Wenn Eltern der Meinung sind, dass ihre Kinder solche Spiele nicht benutzen sollten, ist es zuallererst Aufgabe der Eltern, das mit den Kindern zu besprechen. Eltern können ihre Verantwortung nicht an den Gesetzgeber abgeben. Ein gesetzliches Verbot der Spiele würde nur die Jugendlichen kriminalisieren. Strengere Regeln im Umgang mit solchen Spielen kann man durchaus diskutieren (z. B. Anhebung des Mindestalters oder der Preise für solche Spiele). Als alleinige Maßnahme sind sie aber wirkungslos.

 

Die Grünen: "Killerspiele" sind ein ernstes Problem, weil sie die Schwelle zur Gewaltanwendung unter Umständen senken können. Darüber gibt es eine heftige Auseinandersetzung zwischen Experten. Man kann sie aber keinesfalls allein für Amokläufe verantwortlich machen. Ich stelle mir eine Regulierung sehr schwierig vor - die Grenze zur Zensur ist fließend!

 

Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ): Hier ist in erster Linie die Familie gefragt, und nicht der Staat. Es sind ja nicht nur "Killerspiele", sondern auch problematische TV- und Kino-Produkte, die zu solcherlei Verhalten beitragen. Hier muss es natürlich einen entsprechenden Jugendschutz geben - sprich eine Freigabe erst ab 18. Diesen Schutz jedoch umzusetzen, liegt letztlich in der Hand der Familien. Das zu stärken, ist aus unserer Sicht die Aufgabe.

 

Die Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ): "Killerspiele" sind die eine Sache. Gewalt in der Gesellschaft, tagtäglich vielfach von Männern in nicht wenigen Familien in den eigenen vier Wänden auch real vorgelebt, sind eine andere Sache. Mord und Totschlag auf staatliche Anweisung hin (Kriege genannt) sind ein dritter Bereich, wo vorgelebt wird, wie Probleme "gelöst" bzw. "nicht gelöst" werden. Nur ein simples Verbot von "Killerspielen" wird das Problem nicht lösen. Zudem, wie die Wirtschaftskrise zeigt, wo Profit erzielt werden kann und muss, da zählen Moral und Ethik nichts. Und werden die Lobbyisten dieser Branche nicht argumentieren, dass durch ein Verbot solcher Spiele "die freie Marktwirtschaft" selbst gefährdet wird?

 

Junge Liberale Österreich (JuLis): Die Jungen Liberalen lehnen im Zusammenhang mit Gewalttaten die pauschale Verurteilung von PC- und Videospielen ab, die soziale und persönliche Missstände von Tätern außer Acht lässt. Sie akzeptieren es nicht, wenn ein Hobby vieler Menschen ungerechtfertigt als Sündenbock missbraucht wird. Natürlich sind nicht alle Videospiele zu begrüßen. Dennoch gilt hier für uns (wie in vielen anderen Bereichen): Aufklärung statt Verbote!

 

Bündnis Zukunft Österreich (BZÖ): Computerspiele sind bereits jetzt reguliert, beispielsweise sind verhetzende oder rassistische Spiele bereits jetzt durch das Strafgesetzbuch zu Recht verboten. Generell Computerspiele zu verbieten ist in Zeiten des Internets sinnlos und kontraproduktiv

 
Quelle: ORF.at
 
 
  

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