Counter-Strike: Die Wende im Fall coldgame - G7 als Vermittler? - Special

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

In den letzten Tagen hat uns kein Fall so beschäftigt, wie der Fall des Team`s coldgame, die sich mit einer einstweiligen Verfügung in die Königsklasse der ESL klagen wollten. Wird am heutigen Mittwoch die Wende eingeleitet und die G7 als neutrale Gerichtsbarkeit in diesem Fall eingesetzt?



Nachdem ein Schlichtungsversuch in der vergangenen Woche schon scheiterte und auch die Urteilverkündung vor dem Schnellgericht vertagt werden musste, steht mit dem 22.01. ein neuer Termin zur Sache coldgame vs ESL an.

Während in der Community wilde Diskussionen entfacht sind, ob nun der Weg vor ein öffentliches Gericht der richtige Weg sei und ob nicht eine Gerichtsbarkeit aus den eigenen Reihen, unter anderem der deutsche Esport-Bund, die bessere Anlaufstelle wäre, kommt hinter den Kulissen nun Bewegung in die Angelegenheit.

Die G7, ein Zusammenschluss von namhaften, internationalen Teams, hat sich nun als neutraler Vertreter angeboten. Die G7 ist dazu bereit, die Demo zu analysieren und ihre Empfehlung/Gutachten der ESL vorzulegen. Ein dafür benötigter Antrag seitens coldgame wurde am vergangenen Montag der ESL vorgelegt.

 
 

Counterstrike.de: Hat sich in den letzten Tagen was Neues im Fall coldgame vs ESL getan?

coldgame: Das mediale Echo war doch beachtlich und hat uns selber überrascht. Kurz darauf erreichten uns eine Menge an Meinungen, welche sowohl oft positiv und manchmal auch negativ im Sinne von: "Warum muss so etwas vor Gericht ausgetragen werden und nicht von einem neutralen Gremium in der Szene selber" waren.

Unter anderem erreichte uns auch eine E-Mail von einem Vertreter der G7. Genauer, von den Geschäftsführern von Sk-Gaming Alexander T. Mueller & Andreas Thorstenson. Diese boten sich an, die G7 könnte in unserem Fall die Funktion als neutrales Gremium übernehmen und eine unabhängige Analyse anfertigen lassen und diese als Empfehlung an Turtle weiterleiten.

 

Counterstrike.de: Wurde das Angebot von euch angenommen und fungiert nun die G7 als Vertreter?

coldgame: Wir stehen komplett und ohne Einschränkung hinter diesem Vermittlungsangebot und haben einen entsprechenden Antrag zum Einsetzen der G7 als eine Art Schiedsgericht auch am Montag an die ESL Anwälte weitergeleitet. Auch wir haben natürlich kein Interesse an einer nachhaltigen Schädigung des eSports bzw. der ESL und es liegt uns fern, wirklichen Cheatern durch juristische Feinheiten Tür und Tor in der ESL zu öffnen.

Das heißt genauer, wir würden uns einer Entscheidung der G7 Vertretern, welche sich übrigens glücklicherweise genau am kommenden Wochenende in Köln treffen, ohne Einschränkungen und ohne wenn und aber fügen und ihr neutrales Urteil akzeptieren. Im Gegenzug erwarten wir natürlich die selbe Fügung seitens der ESL.

 

Counterstrike.de: Gab es bisher eine Reaktion seitens der ESL. Wird die G7 als Schiedsgericht von der ESL akzeptiert werden?

coldgame: Von der ESL bzw. von Turtle-Entertainment gab es für dieses bis zum Mittwoch Mittag befristete Angebot keinerlei Reaktion.

Wir sind der Meinung, dass dieser Streitfall besser in der Communtiy und Szene aufgehoben ist als vor einem deutschen Gericht. Man muss allerdings auch festhalten, dass es ohne diesen Schritt vor Gericht dieses Angebot oder die Möglichkeit ein separates, neutrales Spielergremium über den Cheatvorfall in einer Liga zu urteilen, bisher nicht gab und wir natürlich nicht wissen, ob sich die ESL der Meinung von erfahrenen Pro-Gamern in diesem Zusammenhang beugt.

 

Counterstrike.de: Sollte die G7 ein Gutachten erstellen dürfen, ist euch bekannt wer namentlich an der Demoanalyse teilnehmen wird?

coldgame: Die G7 können in diesem Fall nur ihre Meinung äußern, oder besser gesagt eine Empfehlung geben. Ein vor der Justiz anerkanntes Gutachten ist dies also nicht. Da sich primär die Geschäftsführer von SK-Gaming mit dieser Möglichkeit beschäftigen, werden sich wohl die Profis von SK-Gaming mit der Demo auseinandersetzen. Weitere Details könnte man später sicher noch genauer absprechen, denn solange die ESL nicht einwilligt und die G7 als neutrale, unabhängige Schiedspartei akzeptiert, sind weitere Überlegungen nicht notwendig.

Zum Abschluss möchten wir noch zwei kurze Dinge sagen. Zum einen möchten wir uns bei ESL-TV herzlich für ihre wirklich sehr neutrale und objektive Berichterstattung zu unserem Fall bedanken. Dies war vor der Sendung nicht selbstverständlich zu erwarten. Wir werden, sollte das Interesse weiter bestehen, uns zu diesem Fall beim nächsten Mal gerne auch vor der Kamera äußern.

Zum anderen wäre es in unseren Augen ein wichtiger und guter Schritt, unser Fall zeigt es gerade auf, ein neutrales und anerkannten Gremium zu etablieren, welches sich mit Streitfällen dieser Art befasst und als eine Art Gerichtsbarkeit Urteile fällt bzw. einer Partei Recht zuspricht. Das würde allgemein für eine bessere Transparenz und letztendlich auch in der Öffentlichkeit für mehr Verständnis sorgen.

 
 

Stellungsname der ESL zur aktuellen Entwicklung im Fall coldgame

David 'Affentod' Hiltscher
Content & Online PR-Manager ESL

Im Gegensatz zu coldgame bevorzugen wir es, Kommunikation mit der gegnerischen Partei über unsere Anwälte laufen zu lassen anstatt über Community-Seiten. Über eine Art festes Schiedsgericht wird bei uns seit längerem nachgedacht. Mit wem und in welcher Form das passieren wird, zeigt sich in den kommenden Monaten. Ob die G7 als Bündnis aus Clans und ohne eigene (Anti-)Cheatexperten der richtige Ort für so eine Instanz ist, kann man ernsthaft bezweifeln, aber auch das wird in Betracht gezogen.

 
 
*Update Mittwoch 16.01.2008 - 15:00 Uhr*

Reichlich Bewegung im Fall coldgame vs ESL. Wie uns soeben mitgeteilt wurde, hat sich nun auch der deutsche eSport-Bund offiziell dazu bereit erklärt, den Vorsitz über dieses Gremium zu bilden und Neutralität zu gewährleisten.

 
 
 *Update Sonntag 20.01.2008 17:30 Uhr*

Nachdem die ESL das erste Ultimatum hat verstreichen lassen, welches am Mittwoch Abend abgelaufen war und sich einen weiteren Tag Bedenkzeit erbeten hatten, ist nun auch das zweite Ultimatum ohne weitere Reaktion der ESL abgelaufen.

Weder die G7, die sich als Schiedsgericht in diesem Fall angeboten hatten, noch der deutsche eSport-Bund, der den Vorsitz übernommen hätte um Neutralität zu gewährleisten, können die ESL davon überzeugen den Fall außergerichtlich abzuhandeln.

Turtle-Entertainment verfolgt höchstwahrscheinlich den Kurs, ein für alle mal "klar Schiff" mit diesem oder ähnlichen Fällen zu machen und auch ein Zeichen für die Zukunft setzten zu wollen. Vorausgesetzt sie bekommen am kommenden Dienstag Recht zugesprochen, bzw. der einstweiligen Verfügung von coldgame wird nicht stattgegeben.

 
 
 
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