Counter-Strike - Special, Shooter, PC - 4Players.de

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Arcade-Shooter
Entwickler: VALVe
Release:
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Das ZDF berichtet mit neuer Offenheit über das Phänomen Sport am Computer. Ein neuer Weg oder Einschmeichlung bei einer neuen Zielgruppe?



Erst neulich, es kommt einem vor, als wäre es gestern gewesen, da waren sie noch Verfolgte. Sie mussten sich verstecken, sie mussten die strengen Blicke der Öffentlichkeit absorbieren, um nicht in Schuld zu versinken. Sie mussten sich heimlich treffen, sie mussten unterirdische Treffen zu schrecklich unterirdischen Zuständen organisieren, mit Cola, Chips, Fast-Food, um die Kontrolle zu behalten, um ihre ausgelaugten Körper wach zu halten, die Kraft in ihren Händen nicht schwinden zu lassen.
Sie wirkten Verloren, Kreuzfeuer von allen Seiten, eine aussichtslose Lage, das Böse stand vor der Kapitulation. Getrieben von so einem Bauchgefühl, einer Ahnung, feuerte vor allem das ZDF aus allen Rohren auf die Ballerboys und Killergirls, die mit ihren virtuellen Waffen nur innerhalb der Matrix Schaden anrichten konnten.

Wer kann schon so kreativ sein und dabei nicht aus der Puste kommen. Goldstücke, Sendungen wie "Massenmord als Kindersport" oder "Video-Gemetzel im Kinderzimmer" klangen noch in den Ohren. Mit diesen Kampfansagen an die PC-Spieler in Deutschland betraten die Bauchgefühl-Journalisten von den "Öffentlichen" das Schlachtfeld und zeigten den Kids einmal, wie man außerhalb der albernen Flimmerkiste Krieg führt. "Wir haben euch gewarnt", wollte Frontal21 sagen, als das ZDF-Magazin im letzten Jahr erneut über die Seuche des 21. Jahrhunderts berichtete. Niemand hatte sie gehört und so Ballerte man dem Volk die Wahrheit erneut an die hohle Birne: "Töten am Bildschirm!". Hier wird gemordet. Die Idioten lernen das Töten und ihr schaut zu, das wollte Theo Koll uns wohl im August letzten Jahres sagen. Hier wurde wahrlich Krieg geführt. Seriösitäts-Maschinerien wie das zweite deutsche Fernsehen hatten sich gebückt um auf tiefster Ebene für Wut und Angst zu sorgen, sobald es um die Ballerspieler ging. Anstatt spielend zu lernen, lernen wir spielend zielen. Zu sehen bekam die Öffentlichkeit gekonnt zusammengebastelte Auszüge aus einschlägigen Gewaltspielen: gekonnt in Szene gesetzte Argumente lieferte die staatliche Television, die dafür sprachen, den mörderischen Sohnemann samt Computer aus dem Fenster zu stürzen. Man lasse dies einmal so stehen.

 

Es ist alles schlimmer geworden. Anstatt die Warnrufe von Reiner Fromm und anderen, in diesem Falle GEZ-Verschwendern anzuhören, macht das Programm vom ZDF aktuell eine seltsame Wandlung durch. Erst neulich, es war fast gestern, da konnte man mit ein wenig Glück Stichworte wie "fremde Welt", "Strategie und Mannschaftsgeist" oder "Computerspiele auf dem Weg zum Breitensport" durchs Headset vernehmen. Tatsächlich hatte man es mit einer Reportage aus dem freindlichen Lager zu tun. Gefährlich neutral, ja fast wohlgesonnen wurden Bilder aus Frankfurt gezeigt. Im hiesigen Kongresszentrum hielten zu diesem Zeitpunkt Elite-Kämpfer von der internationalen Front eine Messe vor Publikum. Eine Zurschaustellung der erlernten Kampf-Künste vor dem Bildschirm, sie nannten es Extreme Masters. Die Meisterschaft der Champions wurde von "ZDF Heute Nacht" nur vorsichtig sondiert, einige kleine Interviews vor Ort geführt. Die Verrückten nennen es eSport! Ja, ganz richtig, Sport am PC, gar nicht körperlich, eine Innovation! . Moderator Normen Odenthal hielt ganz richtig fest: "Ein wetterfestes Hobby, immerhin". "Das muss man gesehen haben", leitete er den Beitrag über das Narrenspektakel weiter ein.
Heute.de (ZDF) hatte kürzlich darüber hinaus Counter-Strike-Spieler Jan "mooN" Stolle von Alternate Attax im Interview. Man ließ ihn ohne größere Attacken auf sein blutrünstiges Hobby ziehen.

Also ehrlich: Bei dieser vielen Harmonie kann einem doch Angst werden. Da, wo nur die Sonne scheint, ist bekanntlich Wüste, also hoffen wir auf Regen - denn ein wetterfestes Hobby haben wir ja, das müssen Sie gesehen haben.

     

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