Die Wahrheit ist da draußen
In den Neunzigern standen Geschichten rund um Alien-Invasionen hoch im Kurs. Vor allem die Mysteryserie Akte X (Original: The X-Files) lieferte einen entscheidenden Beitrag für die Faszination an Verschwörungstheorien und einem bevorstehenden Angriff von Außerirdischen, welche die Menschheit entweder versklaven oder auslöschen wollen. Man könnte also sagen, dass MicroProse zusammen mit dem Entwickler-Duo Julian und Nick Gollop die Gunst der Stunde nutzen, um vom aktuellen Trend zu profitieren und ihn auf den PC zu hieven. Der Name X-Com kommt als Anlehnung auf die TV-Serie also nicht von ungefähr. Zumindest in den USA, den außerhalb der Vereinigten Staaten erschien der Titel zunächst unter dem Namen UFO: Enemy Unknown.
Die Mischung macht’s
Ursprünglich als Nachfolger von Laser Squad (1988) geplant, bot X-Com weit mehr als die klassische Rundenstrategie, bei der man seine Soldaten mit begrenzten Zügen auf dem isometrischen Spielfeld positionierte und auf Alien-Jagd ging. Nein, bei MicroProse fügte man dem Titel mit einer Wirtschaftssimulation ein zweites Standbein hinzu, was zu einer außergewöhnlichen Mischung führte, die bei den Spielern gut ankam. Es reichte nicht aus, seine Soldaten der Geheimorganisation Extraterrestrial Combat (X-Com) taktisch clever in die Schlacht gegen die Invasoren zu führen, Ufos vom Himmel zu holen und die globale Bedrohung zu eliminieren. Stattdessen musste man auch die Rahmenbedingungen managen, um überhaupt die nötigen Ressourcen zu haben, um den kleinen grauen Männchen Widerstand leisten zu können.
Da galt es nicht nur frische Soldaten als Verstärkung zu rekrutieren - auch Wissenschaftler mussten angeworben werden, um die Alien-Technologie zu erforschen. Die Ergebnisse konnte man daraufhin an seine Ingenieure weiterleiten, die basierend darauf Waffenprototypen wie Laserpistolen herstellen können, die später dringend benötigt wurden. Auch die Entwicklung von nützlicher Ausrüstung wie Bewegungsmelder oder Heilpaketen wurden ermöglicht. Aber keine Forschung ohne Labor, keine Rekruten ohne Kaserne, keine Ufo-Sichtungen ohne Radar und keine Abfängjänger ohne Hangar. Richtig: Auch um den Aufbau von Stützpunkten musste man sich kümmern und diese strategisch klug über den Globus verteilen.
Geld regiert die Welt
Aber das alles hat natürlich seinen Preis und als Leiter von X-Com war man von der Finanzierung durch 16 Staaten abhängig, die ein genaues Auge darauf warfen, wie man sich im Kampf gegen die Bedrohung schlug. Machte man eine gute Figur, wurden mehr Mittel gewährt, die man in neue Stützpunkte sowie die Anschaffung von Personal und Material stecken konnte. Aber wehe, man baute ständig Mist und hatte zu viele Tote auf der eigenen Seite zu beklagen - da wurde der Geldhahn schnell zugedreht. Das galt übrigens auch dann, wenn der unbekannte Feind schon die jeweilige Nation unterwandert und die Kontrolle übernommen hatte. So begann am Ende des Monats immer das große Zittern, ob man noch genug Geld überwiesen bekam, um einerseits alles am Laufen zu halten und andererseits weiter in Fortschritt sowie Verstärkung zu investieren. Im „Geoscape-Modus“, in dem man vor allem mit Managementaufgaben beschäftigt war, konnte man das Zeittempo übrigens selbst bestimmen - angefangen vom 5-Sekunden-Rhythmus bis hin zu ganzen Tagen, die innerhalb weniger Momente vergingen.
Stützpunkte müssen aufgebaut und rund um den Globus verteilt werden.
Die Mischung macht’s
Ursprünglich als Nachfolger von Laser Squad (1988) geplant, bot X-Com weit mehr als die klassische Rundenstrategie, bei der man seine Soldaten mit begrenzten Zügen auf dem isometrischen Spielfeld positionierte und auf Alien-Jagd ging. Nein, bei MicroProse fügte man dem Titel mit einer Wirtschaftssimulation ein zweites Standbein hinzu, was zu einer außergewöhnlichen Mischung führte, die bei den Spielern gut ankam. Es reichte nicht aus, seine Soldaten der Geheimorganisation Extraterrestrial Combat (X-Com) taktisch clever in die Schlacht gegen die Invasoren zu führen, Ufos vom Himmel zu holen und die globale Bedrohung zu eliminieren. Stattdessen musste man auch die Rahmenbedingungen managen, um überhaupt die nötigen Ressourcen zu haben, um den kleinen grauen Männchen Widerstand leisten zu können.
Jedes Teammitglied verfügt nur über eine begrenzte Anzahl an Spielzügen.
Geld regiert die Welt
Aber das alles hat natürlich seinen Preis und als Leiter von X-Com war man von der Finanzierung durch 16 Staaten abhängig, die ein genaues Auge darauf warfen, wie man sich im Kampf gegen die Bedrohung schlug. Machte man eine gute Figur, wurden mehr Mittel gewährt, die man in neue Stützpunkte sowie die Anschaffung von Personal und Material stecken konnte. Aber wehe, man baute ständig Mist und hatte zu viele Tote auf der eigenen Seite zu beklagen - da wurde der Geldhahn schnell zugedreht. Das galt übrigens auch dann, wenn der unbekannte Feind schon die jeweilige Nation unterwandert und die Kontrolle übernommen hatte. So begann am Ende des Monats immer das große Zittern, ob man noch genug Geld überwiesen bekam, um einerseits alles am Laufen zu halten und andererseits weiter in Fortschritt sowie Verstärkung zu investieren. Im „Geoscape-Modus“, in dem man vor allem mit Managementaufgaben beschäftigt war, konnte man das Zeittempo übrigens selbst bestimmen - angefangen vom 5-Sekunden-Rhythmus bis hin zu ganzen Tagen, die innerhalb weniger Momente vergingen.