History Line: 1914 - 1918: Geschichtsstunde als Computerspiel - Special

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History Line: 1914 - 1918 (Strategie) von Blue Byte
Geschichtsstunde als Computerspiel
Runden-Strategie
Entwickler: Blue Byte
Publisher: Blue Byte
Release:
1992
kein Termin
Spielinfo Bilder  
Computerspiele und Bildung – diese Kombination gehört auch heute noch zu den Ausnahmen in der Spielewelt. Anfang der Neunziger Jahre versuchte das deutsche Studio Blue Byte mit History Line: 1914 – 1918 die Rundenstrategie im Stil von Battle Isle mit einem historisch akkuraten Rückblick auf den Ersten Weltkrieg zu verknüpfen. Wir haben uns erneut auf die Hexagon-Schlachtfelder begeben und zeigen, was den Klassiker so besonders gemacht hat...

Aufwändiger Einstieg

Schon das für die damalige Zeit aufwändig gestaltete Intro gab bereits einen ersten Vorgeschmack darauf, dass es die Entwickler mit ihrem „Edutainment-Ansatz“ ernst meinten: In einer Kombination aus animierten Szenen und Texteinblendungen wurden die Ereignisse rekapituliert, die schließlich zum Ausbruch des Weltkrieges geführt haben - angefangen bei der Bündnispolitik unter Otto von Bismarck über den Zerfall und mitunter sogar die Umkehr der Pakte unter Wilhelm II. bis hin zum Attentat von Sarajevo, bei dem Erzherzog Franz Ferdinand und damit der Thronfolger Österreich-
Die wechselnden Jahreszeiten hatten u.a. Einfluss auf die Bewegungsgeschwindigkeit mancher Einheiten.
Die wechselnden Jahreszeiten hatten u.a. Einfluss auf die Bewegungsgeschwindigkeit mancher Einheiten.
Ungarns zusammen mit seiner Frau von einem serbischen Nationalisten ermordet wurde und damit eine Kettenreaktion auslöste, mit der die Welt zusammen mit der allgemeinen Kriegslust innerhalb der Gesellschaft ins Chaos gestürzt wurde.

Das Spiel richtete seinen Fokus thematisch auf die Kämpfe an der Westfront und damit den Konflikt zwischen dem Deutschen Reich und Frankreich, wobei man auf beiden Seiten in die Rolle des Kommandeurs schlüpfen durfte. Mechanisch baute Blue Byte auf dem starken Fundament auf, das man ein Jahr zuvor bei Battle Isle errichtet hatte: Entsprechend standen sich auch bei History Line die beiden Kriegsparteien auf einem Hexagon-Schlachtfeld am geteilten Bildschirm gegenüber, wo die Einheiten verschoben und Angriffe gestartet werden konnten. Dabei wechselten sich potenzielle Bewegungs- und Angriffsoptionen mit jeder Runde ab und verliefen asynchron zum Gegner, dessen Truppen entweder von der KI oder einem weiteren Mitspieler übernommen werden konnten. War also der eine Spieler mit seinen Truppenbewegungen beschäftigt, befehligte der andere parallel seine Angriffe auf feindliche Einheiten, die sich in Reichweite befanden.

Erfahrung zahlte sich aus

Geschehnisse und der Verlauf des Ersten Weltkrieges wurden historisch akkurat wiedergegeben.
Geschehnisse und der Verlauf des Ersten Weltkrieges wurden historisch akkurat wiedergegeben.
Auf den Karten tummelten sich alle erdenklichen Variationen der Kriegswerkzeuge, angefangen bei Infanterie und Kavallerie über diverse Artilleriegeschütze bis hin zu Vehikeln wie Panzern, Flugzeugen und Schiffen sowie Truppentransportern. Zwar standen einem dabei manchmal schon von Beginn an Elite-Truppen zur Verfügung, doch stiegen auch herkömmliche Einheiten durch wachsende Kampferfahrung in höhere Ränge auf und verbesserten dadurch ihre Statistikwerte. Darüber hinaus spielten auch die Gebäude eine Rolle: So konnte man Soldaten in Bunkern verschanzen, angeschlagene Einheiten in Depots wieder reparieren lassen oder sogar Nachschub produzieren lassen. Nicht zu vergessen das Hauptquartier, dessen Eroberung bzw. Verteidigung das Hauptziel der Gefechte markierte. Auch die Beschaffenheit des Geländes zeigte Auswirkungen, so z.B. in Hinblick auf Schutz. Darüber hinaus wurden sogar die wechselnden Jahreszeiten berücksichtigt und dabei z.B. das Vorankommen mancher Einheiten im Winter erschwert.


Kommentare

[Shadow_Man] schrieb am
Bussiebaer hat geschrieben: ?
05.12.2018 08:17
[Shadow_Man] hat geschrieben: ?
05.12.2018 00:18
Schade, dass es das bisher noch nicht auf gog.com gibt.
Hat sich nur gut versteckt: Battle Isle Platinum
Contains full versions of the following strategy games in one package:
? Battle Isle 1 including Data Disk 1 & Battle Isle ?93 & Historyline: 1914-1918
? Battle Isle 2 including Scenery CD ?Titan?s Legacy?
? Battle Isle 3 along with extensive video sequences
? Incubation and The Wilderness Missions,
Allesamt tolle Spiele, wenn man Rundenstrategie mag
Das ist ja geil. Ich danke dir :)
Minando schrieb am
Also, was lernt man aus dem Edutainment-Krieg?
'Hätte ich damals das Sagen gehabt und nicht dieser Typ mit dem albernen Bärtchen...'
...
Nee, das nicht. Hoffentlich nicht. :Vaterschlumpf:
Knarfe1000 schrieb am
Pommern hat geschrieben: ?
04.12.2018 19:04
Incubation, Schleichfahrt...ein breites Portfolio. Später bei Ubisoft nur noch Siedler crap.
Schleichfahrt - *schwärm*. Was für ein tolles und seither unerreichtes Spielerlebnis.
Kajetan schrieb am
cujo31 hat geschrieben: ?
05.12.2018 13:01
Dort verschanzte man sich mit seiner Infanterie bzw. Kavallerie (und wenn nötig Luftabwehr) vor seiner mittleren bzw. schweren Ari, die sich Zug um Zug verbesserte während man immer im Rückraum Infanterie oder Kavallerie als Ersatz für die erste Verteidigungslinie gehalten hat um ggf. angeschlagene Einheiten rauszuziehen und zu reparieren. Irgendwann, spätestens wenn die Ari`s das eiserne Kreuz hatten, kippte dann die materielle Überlegenheit des Gegners, weil seine Nachschübe als Kanonenfutter reihenweise am Verteidigungsring zerschellten. Spätestens wenn man materiell Pari und ggf. auch die Luftüberlegengheit hergestellt hatte, konnte man schrittweise seinen Verteidigungsring nach vorn schieben und den Gegner in die Defensive zwingen. Geduld war das Zauberwort.
Korrekt. Das war das einzige Manko an HL14-18. Es gab eigentlich nur diese eine Strategie, gleichgültig ob Du nun die deutsche oder allierte Karten gespielt hast, weil dem Gegner IMMER mehr Einheiten und IMMER mehr Nachschub zur Verfügung stand. Man hat die KI kommen lassen, hat ihre EInheiten ausgelöscht, dabei die Ari aufgelevelt und dann gemächlich die restlichen Einheiten und Stellungen zermalmt.
Insofern war das bis auf die Schlussoffensive eine genau Wiedergabe des Stellungskrieges. Jeder Angriff auf die eigenen Stellungen bleibt im Stacheldrahtverhau und schwerem Artilleriefeuer stecken. Nur die Schlussoffensive, die war dann unrealistisch, den "in Echt" sind ja auch diese schnell wieder mehr oder minder ergebnislos steckengeblieben.
cujo31 schrieb am
Veteran of Gaming hat geschrieben: ?
05.12.2018 11:21
Ich hatte die Spiele damals auf dem Amiga und heute bei Gog. Mit den Kampagnen bin ich allerdings nie warm geworden. Die ersten Level kindisch einfach und plötzlich wird es total unfair. Bei Battle Isle etwa der Level, wo man mit 3 mittleren oder schwachen Einheiten startet und in Reichweite hat der Computer einen mit 5 - 10 zT. starken Einheiten im Grunde umzingelt. Das habe ich seinerzeit mit allen möglichen Varianten versucht und irgendwann entnervt aufgegeben. Bereits in der zweiten Runde quasi vernichtet zu werden war mir einfach zu blöd, genauso, wie durch trial & error mühsam herauszubekommen, welche vermeintliche Lösung es gibt.
Im SP waren die Spiele keine Strategie, sondern Puzzle Spiele, um die miese KI zu kaschieren. Ich spiele ja auch nicht mit 3 Bauern und dem König gegen feindliche Dame, Türme und Springer. Sowas ist auch kein Schach, sondern ein Schachrätsel, wenn überhaupt.
Gegen menschliche Spieler hat es mir viel Spass gemacht, meinen Gegnern meist weniger. :lol:
Seh ich zumindest in History Line nicht so, die Level waren niemals unfair. Klar wurde später die KI in Sachen Einheitenmenge bevorteilt (und clever war sie wirklich nicht, weil sie nie wirklich taktisch auf extreme Verteidigungspositionen reagierte, sondern schiere Masse entgegensetzte), logisch, Deutschland hatte nun mal mit fortschreitendem Kriegsverlauf nicht die Ressourcen wie Frankreich mit seinen Verbündeten. Aber das musste und konnte man eben strategisch ausnivellieren, indem man eben auch mal zu Beginn eines...
schrieb am