Wolfgang Hohlbein

Special: Wolfgang Hohlbein

So testet 4Players
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Autor:
Jörg Luibl

 4Players: Clive Barker hat schon 2001 am Horror-Shooter Undying mitgearbeitet. Und gerade entwickelt er zusammen mit John Woo ein 3D-Actionspiel namens Demonik . Egal ob der Herr der Ringe, Cthulhu oder Harry Potter - prominente Literatur wird immer öfter versoftet. Gibt es auch Pläne, eines Ihrer Werke in ein Spiel umzuwandeln?

Wolfgang Hohlbein: Ja, wir arbeiten gerade mit Phenomedia aus Bochum zusammen und entwickeln ein Spiel zu Die Chronik der Unsterblichen. Es gab schon einen Comic, aber die Atmosphäre und die Anmut der Charaktere wollen wir ins Spiel übertragen.

4Players: Was wird das für ein Spiel? In welche Richtung geht es?

Wolfgang Hohlbein: Das wissen wir noch nicht. Wir haben uns erst kürzlich mit den Entwicklern aus Bochum getroffen, um erste Konzepte und Ideen zu besprechen. Das, was die Jungs mir gezeigt haben, hat mich sehr begeistert. Jetzt geht es zunächst um die Finanzierung des Projektes und da wird sicher noch ein Jahr ins Land gehen.

4Players: Das Druidentor aus dem Jahr 1993 gilt für viele als ihr gelungenstes Werk: Ein ICE bleibt in einem Alpentunnel stecken, Angst vor Terror macht sich breit und plötzlich kommt es zu mysteriösen Entdeckungen. Wäre das nicht der ideale Stoff für ein spannendes Adventure?

Wolfgang Hohlbein: Ja, warum nicht? Dass wir die Chronik der Vampire jetzt in ein Spiel verwandeln wollen, kam auch eher durch die Zeichner ins Rollen, die den Comic gemacht haben. Aber ich hoffe, dass das nicht das einzige Projekt bleibt. Das Druidentor könnte ich mir auch sehr gut als Adventure vorstellen.

4Players: Sie werden die Hintergrundstory für das Browserspiel KnightsDivine schreiben, das am 1. Mai bei
Die Übersichtkarte des Browsergames KnightsDivine.
4Players.de angeboten wird. Wie ist es zu der Zusammenarbeit gekommen?

Wolfgang Hohlbein: Die beiden Entwickler haben mich einfach angerufen und gefragt, ob ich Lust dazu hätte. Ich höre mir so etwas immer an und sage dann meist in neun von zehn Fällen ab. Aber als die Jungs mir das Spiel hier bei mir gezeigt haben, war ich interessiert. Zumal ich auch gerne mal etwas Neues ausprobiere.

4Players: Können Sie schon etwas über die Welt verraten?

Wolfgang Hohlbein: Leider nicht viel. Ich warte noch auf weiteres Material, aber es wird sich um eine mittelalterliche Fantasy-Welt handeln. Allerdings wird es wirklich nur eine kleine Hintergrundstory geben: Ein Held taucht auf, findet nichts vor und muss sich sein Reich aufbauen - so in etwa. Ich habe schon ein Konzept, aber noch ist das alles zu ausführlich für so ein Spiel.

4Players: Sind Sie abseits der Story noch weiter in die Entwicklung von KnightsDivine eingebunden?

Wolfgang Hohlbein: Ja, ich werde z.B. einige Audio-Files beisteuern und den Mentor für KnightsDivine sprechen.

4Players: Was finden Sie als Spieler so interessant an KnightsDivine?

Wolfgang Hohlbein: Dass ich nicht gegen den Computer, sondern gegen Menschen antrete. Ich habe bisher immer einen Trick herausgefunden, um gegen den Computer zu gewinnen. Hier ist der Spielverlauf unberechenbarer.

4Players: Interessiert Sie eigentlich die Kritik von Fans und Fachpresse?

Wolfgang Hohlbein: Doch, doch. Wobei ich sagen muss, dass die Kritiker bisher immer sehr lieb zu mir gewesen sind. Allerdings interessieren mich weniger die Stimmen vom Buchreport, dem Spiegel oder Stern. Viel wichtiger sind mir die Dinge, die die Leser mir schreiben. Wenn ich da mal 50 Zuschriften bekomme, die etwas bemängeln, dann mache ich mir schon Gedanken.

4Players: Arbeiten Sie derzeit an einem Roman?

Wolfgang Hohlbein: Ja, ich werde heute oder morgen mit einem neuen Roman beginnen. Ich habe jetzt vier Wochenenden darüber nachgedacht und Material gesammelt. Ich weiß noch nicht genau, wie lang er wird, aber es wird eine Abenteuergeschichte, die so ein bisschen in Richtung Lovecraft geht - allerdings nicht ganz so schauerlich.

4Players: Wenn Sie drei Schriftsteller oder Werke nennen müssten, die Ihren Erzählstil am meisten geprägt haben - welche wären das?

Wolfgang Hohlbein: Ich würde Tolkien nennen. Dann Karl May, der mich schon früh begeistert und beeinflusst hat - vor allem zum epischen Schreiben. Und vor allem H.P. Lovecraft.

4Players: Vielen Dank für das Interview.
        

Kommentare

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  • Zitat:
    4Players: Warum mögen Sie die lieber als das Tolkien'sche Original? Wolfgang Hohlbein: Wegen der Bilder. Er hat diese Welt einfach unheimlich dicht inszeniert
    Lächerliche Aussage. Also der Film vermittelt die Welt besser als es das Buch tun konnte?! Das es ne  [...]
    Zitat:
    4Players: Warum mögen Sie die lieber als das Tolkien'sche Original? Wolfgang Hohlbein: Wegen der Bilder. Er hat diese Welt einfach unheimlich dicht inszeniert
    Lächerliche Aussage. Also der Film vermittelt die Welt besser als es das Buch tun konnte?! Das es ne kastrierte, angepasste und langweilige Fassung war ist nicht so wichtig. Ach die schönen Bilder, jaja. Ich will nicht den intellektuellen Überflieger spielen sondern habe nur meine Meinung geäußert. Putzig das einige sich gleich angegriffen füllen und in die offensive gehen. Zitat:
    Wer das brauch? eine etwas einfältiges Mainstream-Puplikum natürlich - inkl. mir. Was denn das für ne Frage?
    Schon klar. Witzig was manche Menschen nicht alles "brauchen". Ich fand den Film gähnend langweilig und die Dialoge waren ne Zumutung. Gut, man konnte ihn schon bis zum Ende aushalten. Aber begeistern konnte er mich an keiner Stelle.
  • Wer das brauch? eine etwas einfältiges Mainstream-Puplikum natürlich - inkl. mir. Was denn das für ne Frage? Aber vielleicht kommt für intellektuelle Überflieger wie Dich bald auch eine nach Brecht nachempfundene Theater Aufführung. Gruß Michael Dilger  [...] Wer das brauch? eine etwas einfältiges Mainstream-Puplikum natürlich - inkl. mir. Was denn das für ne Frage? Aber vielleicht kommt für intellektuelle Überflieger wie Dich bald auch eine nach Brecht nachempfundene Theater Aufführung. Gruß Michael Dilger www.knightsdivine.de
  • Zitat:
    Also wenn, dann sicher Mittelerde. Allerdings lieber Peter Jacksons Mittelerde
    Disqualifiziert. Die Fantasyszenerie wurde zwar ganz gut rübergebracht. Sonst ist der Film nichts weiter als auf eine etwas einfältige Zielgruppe zugeschnittenes unglaubwürdiges  [...]
    Zitat:
    Also wenn, dann sicher Mittelerde. Allerdings lieber Peter Jacksons Mittelerde
    Disqualifiziert. Die Fantasyszenerie wurde zwar ganz gut rübergebracht. Sonst ist der Film nichts weiter als auf eine etwas einfältige Zielgruppe zugeschnittenes unglaubwürdiges Mainstream-Spektakel. Wer braucht schon die Secondhand-Phantasie eines Peter Jackson?