Red Faction: Guerrilla - Test, Action, PC - 4Players.de

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Action-Adventure
Entwickler: Volition
Publisher: THQ
Release:
05.06.2009
18.09.2009
05.06.2009
Spielinfo Bilder Videos
Wieso geht in Actionfilmen eigentlich ständig dermaßen viel zu Bruch? Es ist doch wirklich nicht nötig, dass gleich der ganze Leuchtturm in einem gleißenden Flammenmehr ertrinkt, nur weil ein Kleinwagen durch den Vordereingang rauscht. Oder? Natürlich oder! Denn in unserer Brust tanzt doch nur dann ein frohlockendes Herz, wenn Kulissen unter spektakulärem Getöse in ihre Einzelteile zerbrechen. Warum das so ist, entzieht sich meinem psychologischen Verständnis. Dass das so ist, dafür danke ich Red Faction: Guerilla!

Moderne Physikstunde

Es gibt Spiele, die leben vor allem von ihrer Erzählung. Von charismatischen Figuren oder einer durchdachten Handlung. Von magischen Momenten oder cleveren Wendungen. Red Faction: Guerilla ist keins dieser Spiele. Es pfeift auf eine durchdachte Story. Ihm sind seine

Das Intro und die ersten Spielszenen vermitteln euch einen kurzen Eindruck vom Mars der Zukunft.
Charaktere egal. Seine frei begehbare Welt ist ihm nur Mittel zum Zweck. Denn das Spektakel auf dem Mars zehrt einzig und allein von jenen destruktiven Momenten, die der Höhepunkt jedes großen Blockbusters sein könnten. Es bereitet diese Momente mit brachialer Action vor - um eine Abrissparty anzustiften, die es zumindest technisch so noch nie gegeben hat!

Denn wo Knobeleien wie Crayon Physics nur an der physikalischen Oberfläche kratzen und selbst die Zerstörung in teuren Krachern wie Battlefield: Bad Company  nur rudimentär simuliert wird, stellt das dritte Red Faction den korrekten Einsturz von Gebäuden zum ersten Mal in den spielerischen Mittelpunkt. Natürlich: Schon in den Vorgängern konnte man Löcher in die Umgebung schießen, um alternative Wege zu entdecken. Diesmal verzichtet Entwickler Volition allerdings auf jede Veränderung des Bodens und lässt ausschließlich die Zerstörung der Gebäude zu. Müssen sich bisherige Fans deshalb vernachlässigt fühlen? Keineswegs. Denn was laut Aussage der Entwickler mit der Marsoberfläche aus technischen Gründen nicht machbar war, funktioniert mit Häusern umso beeindruckender!

Morbides Ausweiden

Stellt euch einfach mal vor, eine Lagerhalle bestünde aus zahlreichen Metallplatten. Jetzt stellt euch einen dicken Raketenwerfer vor, dessen Ladung mit voller Wucht auf die Lagerhalle trifft und jede einzelne ihrer Platten in alle Winde zerstreut. Oder denkt euch eine aus Stein errichtete Hütte, die bei Beschuss unter einer riesigen Ladung Staub in sich zusammenbricht. Genau: Das ist die Zerstörung der Umgebung, wie sie bisher aussah - wenn man Glück hatte. In Guerilla werdet ihr eine
Die Gebäude bestehen nicht nur aus Metallplatten, sondern sind tatsächlichen Konstruktionen nachempfunden.
solche steinzeitartige Zertrümmerung nicht mehr erleben! Nur Fahrzeuge und kleine Objekte, wie z.B. Ölfässer bestehen aus herkömmlichen Modellen.

Volition baut nämlich jede Struktur (Brücken, Barrikaden, Zäune, Büros usw.) aus verschiedenen Materialien auf. Für eine Garage werden somit tragende Stahlpfeiler errichtet und der Rest mit leichteren Metallen verdeckt. Anschließend könnte ein zusätzliches Verdeck dem Gebäude seine Fassade verleihen. Das Besondere ist aber, dass man die Bestandteile buchstäblich Stück für Stück auseinander nehmen kann! Schwingt man den riesigen Hammer, den der Protagonist stets bei sich trägt, zerfallen die Strukturen nämlich nicht nur in ihre Einzelteile. Vielmehr zerbröseln selbst jene Einzelteile je nach Beschaffenheit in unterschiedlich große Stücke. So kann man u.a. deutlich erkennen, wie zunächst der Beton eines dicken Pfeilers abbrechen könnte, um den Blick auf die Stahlstreben im Inneren freizugeben. Erst ein weiterer Hieb könnte den Pfeiler schließlich komplett teilen. Ich kann mich selbst nach etlichen Spielstunden noch immer nicht an diesem "morbiden" Ausweiden satt sehen!

Daran ändern selbst die viel zu schwachen horizontalen Kräfte nichts, dank denen viele Strukturen selbst bei extremem Überhang noch fest verwurzelt stehen bleiben. Und daran ändert auch die Tatsache nichts, dass die PC-Variante enorm Prozessor-hungrig ist. Selbst auf zwei mit jeweils 3000 MHz getakteten Kernen bleibt das Geschehen schon bei mittelschweren Explosionen nämlich in einer Diashow stecken, obwohl das Spiel sonst mit maximalen Details flüssig läuft. Die Grafikkarte spielt im dritten Red Faction eine untergeordnete Rolle - im flüssigen Vorteil sind vor allem Besitzer von Quad-Core-Prozessoren.   

Kommentare

crewmate schrieb am
Nordic Games haben heute die "Steam Edition" veröffentlicht.
Steam Edition Feature Highlights:
Added Steam Trading Cards
DirectX 11 Render Backend instead of DirectX 10 (DirectX 9 still available as fall back)
Added Wrecking Crew maps: RUINS, REPURCUSSION, IMPERIAL, EXPANSION, FROST, ABANDONED
Added Behemoth Mode
Matchmaking and Multiplayer via Steamworks
Added Host Migration functionality
Added Join in Progress functionality to join matches that are already started
No Games for Windows Live sign-in required
Leaderboards via Steam
Voice Chat via Steam
Achievements via Steam
At first launch the game attempts to migrate savegames from GFWL to the new system
Added Russian, Polish and Czech Localization
WuschelWolf schrieb am
Tobs85 hat geschrieben:Hab mir das Spiel heute für nen 10er bei Steam gekauft und ich muss sagen es gefällt mir sehr gut. Von den Rucklern, die im Test beschrieben wurden, bemerke ich nichts, was wohl damit zu tun hat, dass die Hardware seit das Spiel erschienen ist, sehr viel potenter geworden ist (Intel i5-2500, GeForce GTX 570).
Und ein fehlendes, bzw. ungenügendes Storygerüst vermisse ich auch nicht. Irgendwie ist es so ein Spiel wie Just Cause 2. Großes Gebiet, viel Freiheit, wenig Zwang. Und Just Cause 2 habe ich bis zur vergasung gezockt. Das werde ich bei Red Faction jetzt sicher auch machen. Jedes Gebäude was ich sehe zerlegen usw. Solche Sandbox-Spiele sprechen mich total an.
Ein sehr guter Vergleich wie ich finde. Man muss eben wirklich spaß an Open-World Zerstörungsorgien haben. Dann ist das Spiel sehr spaßig. :D
Dass du keine Ruckler hast liegt an den erschienenen Patches. Die haben die Performance ordentlich verbessert. :)
Tobs85 schrieb am
Hab mir das Spiel heute für nen 10er bei Steam gekauft und ich muss sagen es gefällt mir sehr gut. Von den Rucklern, die im Test beschrieben wurden, bemerke ich nichts, was wohl damit zu tun hat, dass die Hardware seit das Spiel erschienen ist, sehr viel potenter geworden ist (Intel i5-2500, GeForce GTX 570).
Und ein fehlendes, bzw. ungenügendes Storygerüst vermisse ich auch nicht. Irgendwie ist es so ein Spiel wie Just Cause 2. Großes Gebiet, viel Freiheit, wenig Zwang. Und Just Cause 2 habe ich bis zur vergasung gezockt. Das werde ich bei Red Faction jetzt sicher auch machen. Jedes Gebäude was ich sehe zerlegen usw. Solche Sandbox-Spiele sprechen mich total an.
Monster*TNT* schrieb am
Hallo ich hätte da auch mal ne frage, wieviele spieler sind so in der regel online zu gange. ich mache das nämlich davon abhängig ob ich mir das kauf oder nicht. und ausserdem wie ist das spiel im multiplayermodus.
warum quatscht ihr alle über sachen die schon so langweilig sind wie popstars, big brother und co jeder weiss doch wie gfwl und steam funzen. ich will infos zum spiel haben
danke mfg monster
mk4play schrieb am
Hallo,
eigentlich gehört es gar nicht in dieses Forum, aber da ich hier nun einmal angemeldet bin und relativ unkompliziert die Möglichkeit habe, einfach mal was abzulassen, lasse ich hier einfach mal was ab.
Außerdem hilft dieser Beitrag ja vielleicht jemandem weiter, der überlegt, sich Red Faction Guerilla zu kaufen.
Also:
Ich bin sehr ärgerlich darüber, dass der 5.1 Soundbug bis heute nicht behoben ist. Im RFG-Forum steht mit letztem Update vom 11.11. (Spiel erschien am 27.09., heute ist der 17.12.), dass ein Patch jetzt sehr schnell erscheinen wird und quasi schon so gut wie fertig ist.
Ich erwarte ja keine Wunder, nur soll endlich auch die Soundausgabe in 5.1 fehlerfrei ermöglicht werden - mehr nicht.
Das Spiel an sich ist nicht schlecht und macht sehr viel Spaß. Aber die Betreuung lässt hier eindeutig zu wünschen übrig.
Ansonsten wünsche ich allen ein frohes Fest und einen guten Rutsch.
schrieb am

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