Prey - Test, Shooter, PC, PlayStation 4, Xbox One - 4Players.de

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Prey (Shooter) von Bethesda Softworks
Moral ex Machina
Science Fiction-Shooter
Entwickler: Arkane Studios
Release:
05.05.2017
05.05.2017
05.05.2017
Spielinfo Bilder Videos

Im Jahr 2032 hat die Menschheit zwar noch nicht den Mars besiedelt, aber wohnt zumindest in der Nähe des Mondes. Dort schwebt die Raumstation Talos 1, die einem Privatkonzern namens TranStar gehört. Was wird da oben gemacht? Geforscht! Und zwar an nichts weniger als dem perfekt modifizierten Übermenschen. Dass derartige Visionen auch in Wahnsinn übergehen und noch Schlimmeres anlocken können als humane Hybris, demonstriert das Science-Fiction-Abenteuer Prey.



Der perfekte Übermensch

Welche Folgen eine geistige Umnachtung selbst für die größten Denker haben kann, hat Friedrich Nietzsche (1844 - 1900) in seinen letzten Jahren erfahren müssen. Aber was würde bei einer geistigen und körperlichen Überfrachtung geschehen? Wenn man den von ihm erdachten Übermenschen nicht über Generationen aus der Gesellschaft heraus bilden, sondern einfach bauen würde? Indem man sich den Genius von Philosophen oder Künstlern, dazu die Athletik von Olympiasiegern einpflanzt? Im Jahr 2032 sorgen Neuromods von TranStar dafür, dass man den Menschen zu einem Supersystem modifizieren kann.

Zu Beginn folgt man seinem Bruder Alex Yu.
Zu Beginn folgt man seinem Bruder Alex Yu zu einem Psychotest.

Aber das Ganze befindet sich noch in der Testphase. Die beiden deutsch-chinesischen Brüder Alex und Morgan Yu, die als Chefs der Raumstation das Sagen und den eingespritzten Genius quasi erfunden haben, rätseln noch über die vielen Potenziale sowie Nebenwirkungen. Reagiert jeder Mensch gleich auf die neuen Kräfte? Was passiert mit der Psyche, wenn man all die tollen Fähigkeiten wieder löscht - "aptorepressive Neurotomie" genannt? Natürlich geht es auch um die delikaten Grenzen der Wissenschaft sowie  Ethik und Moral. Ist alles erlaubt, was möglich ist? Also betreibt man weit weg von der Erde ehrgeizige und höchst brisante Studien, die sich nicht nur auf die Stimmung in der Besatzung auswirken.

Alien Ex Machina

Man schlüpft in die Rolle der weiblichen oder des männlichen Morgan Yu und unterzieht sich einem scheinbar einfachen Psychotest, in dem es vor allem um die eigene Moral und Opferbereitschaft geht: Würde man sein Leben retten, wenn man jemanden dafür töten

All
Allerdings eskaliert der Psychotest als ein Alien auftaucht und die Wissenschaftler hinter der Scheibe attackiert...

müsste? Würde man sein Leben geben, wenn dafür die Menschheit überlebt? Noch ahnt man nicht, dass die Ergebnisse dieses Tests und die pathetisch anmutenden Fragen ganz praktische Auswirkungen haben werden. Und dass innerhalb der Belegschaft schon lange einige Konflikte schwelten. Es gehört zu den Stärken dieses Spiels, dass sich all diese Kreise irgendwann schließen und man von Entwicklungen überrascht wird.

Im Einstieg erlebt man in Egosicht, wie man seinem Bruder folgt und brav die Fragen der Wissenschaftler beantwortet, bis die Lage eskaliert. Nicht etwa, weil alle wahnsinnig werden, sondern weil plötzlich etwas Außerirdisches angreift: Eine undefinierbare schwarze Masse attackiert die Forscher während des Experiments. Was ist das bloß? Jetzt hat Morgan mehrere Probleme: Zum einen ist er zwar einer der Bosse, aber leidet noch unter dem Gedächtnisverlust und weiß nichts mehr von seiner eigenen Forschung. Was weiß er eigentlich von sich selbst? Zum anderen geistern Aliens auf der mehrstöckigen Raumstation umher, die er für Antworten erkunden muss. Ach so: Gibt es eigentlich Überlebende? Immerhin meldet sich sein Bruder Alex per Funk...

Der gewöhnliche Einstieg

Die Story macht zwar neugierig, wird routiniert inszeniert, aber kann in den ersten Stunden noch nicht fesseln. Man freut sich über die an System Shock (1994) erinnernde Spielmechanik, die von Action, Erkundung und Schleichen geprägt ist, zumal einem schon die wieselflinken, schwer ins Visier zu nehmenden Aliens so zusetzen, dass man früh sterben kann und so zum geduckten Schleichen motiviert wird. Aber vieles wirkt sehr vertraut: Schon wieder Amnesie und dazu zig Audiologs, E-Mails und eine Stimme, die einen durch ein Labyrinth leitet?

Das Artdesign auf der Raumstation erinnert stark an BioShock.
Das Artdesign auf der Raumstation erinnert stark an BioShock.

Und schon wieder ein Szenario, das vor allem ästhetisch wie eine Blaupause von BioShock anmutet? Das gediegene Interieur, die pompösen Statuen sowie die Architektur erinnern in ihrer Symbolik und Farbgebung so stark an die Spielereihe von Ken Levine, dass man sich auf den Fluren nicht über einen Wassereinbruch oder einen Big Daddy wundern würde.

Die Raumstation sieht nicht schlecht aus - im Gegenteil, man schaut sich gerne um, wenn man das erste Mal vor diesem riesigen Schacht mit all seinen Stockwerken steht oder durch die Scheibe all die Stahlkonstrukte vor dem Mond dahinschweben sieht. Außerdem ist sie angenehm verwinkelt, über (natürlich erstmal defekte) Schwebelifte verbunden und es ist klasse, wie die Geschichte der Talos 1 in einer Art Museum mit Relikten und Chronologie samt Sprachausgabe dargestellt wird. Aber die Kulisse wirkt mitunter austauschbar. Ein Dead Space 2 und insbesondere ein Dishonored 2 waren wesentlich markanter in ihrem Artdesign und zumindest auf Konsolen auch technisch ausgereifter. Die Defizite hinsichtlich spät nachgeladener Texturen, der Bildrate sowie Ladezeiten sind weniger auf dem PC, aber auf PS4 und Xbox One spürbar. Trotz Patch 1.1. gibt es auch immer noch eine leicht verzögerte, aber nicht spielbeeinflussende Reaktionszeit auf Sonys Konsole sowie sporadische Abstürze. Das klingt bis hierher nach Abkupferung ohne finalen Feinschliff. Aber der äußere Schein trügt.

Kommentare

Crossbones schrieb am
Mich interessiert nur selten die Story in einem Game, aber bei Prey hat sie mich sogar dazu bewegt weiter zu zocken obwohl ich eigentlich schon die Schnauze voll davon hatte, somit ist PREY für mich eines der besten Games überhaupt, nicht nur von der Story her, das ganze Game an sich und natürlich die Möglichkeit sich endlich mal in einen Kaffeebecher verwandeln zu können.....das ist immer schon mein Traum gewesen! :mrgreen:
die-wc-ente schrieb am
Es gibt Momente im Leben in denen man sich ernsthaft fragt "wollt ihr mich verarschen?"
Ich habe Prey bei Müller für 9,99 ? gekauft.
Installation über dvd. Das die meisten Daten über Steam gezogen werden ist ja klar.
Aber das von der dvd nur 23mb installiert werden ist schon ein Witz...
Da könnte man sich die dvd auch sparen und nur den Key in die Verpackung legen.
18,6gb sind es insgesamt.
23mb sind ca. 0,12 %
SpookyNooky schrieb am
Gerade eben zu Ende gespielt. Wundervolles Spiel.
SpoilerShow
Faszinierend, wie man am Ende der letzten Mission absolut unspektakulär selbst herausfinden kann, dass sich das alles immer noch um eine Simulation handelt. Einfach auf der Brücke "behind the looking glass" schauen bzw. mit dem Schraubenschlüssel draufhauen. Keine gewollt coole Zwischensequenz, die mit einem Tamteram erklärt. Nur der Spieler und was er sieht, und schlussfolgert. Gefällt mir.
Mentiri schrieb am
Zum Ende des Spiels bin ich nur noch durch die Gänge gerannt. Dabei habe ich die Gegner einfach ignoriert. Zeit und Munitionsverschwendung da rumzuballern
padi3 schrieb am
Ich war auch von dem spiel begeistert; klasse Raumstation mit tollen orten und richtig guten Weltraumspaziergängen. doch . . .
ab dem ich die Baupläne für Munition hatte, war das mit der Knappheit vorbei und das spiel verwandelte sich in einen shooter. Alte Orte werden auch dauernd mit neuen Gegnern gefüllt und man ballert sich wieder aufs neue durch. Es gibt da noch recht starke Gegner, die man besser umgehen sollte, aber . . .
dann kommen schnell die anderen Bauplänen zu Hilfe: Upgrades für Wafffen und die Neuromods. Da hatte ich dann sehr schnell alles voll. Einige Seiten zuvor hat hier jemand eine Zahl genannt: er hat untertrieben, es ist noch schlimmer!
Das spiel versucht dann krampfhaft dagegen zu steuern, in dem es einen unpassenden Gegner spawndt: Alptraum.
Doch es machte alles eher schlimmer.
Obwohl ich schon wieder, wie leider zu oft bei Arcane, absichtlich schlechter gespielt hab. Vielleicht verlor es gerade daher den reiz.
Nach geschätzt zwei drittel hab ich es vorerst beendet. Denke aber, dass ich es noch durchspielen werde.
schrieb am

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