Civilization 4: Colonization - Test - 4Players.de

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Runden-Strategie
Entwickler: Firaxis
Publisher: 2K Games
Release:
26.09.2008
Spielinfo Bilder Videos
Jeder Mann ist wichtig

Nur, wer kluges Personalmanagement betreibt, wird in seiner Kolonie sowohl rebellische Stimmung verbreiten als auch expandieren können.
Was heißt Personal- statt Reichsmanagement? Das heißt, dass jeder Mann wichtig ist. Denn es gibt keine festen Berufe - jeder kann theoretisch alles machen. Und alles hängt miteinander zusammen. Wenn man einen Siedler zum Holzfäller oder Schmied macht, kann man schneller in Sachen Infrastruktur expandieren und Gebäude bauen. Wenn man ihn zum Bauern macht, wächst die Stadt schneller und es gibt Bevölkerungswachstum. Wenn man ihn gleich ins Rathaus steckt, wächst die rebellische Stimmung und damit dehnen sich die Reichsgrenzen aus.

Aber wie soll man gleichzeitig wirtschaftlich expandieren, also Wohlstand und Arbeit schaffen, was wiederum Gold und Handelsware einbringt, und rebellisch sein? In Colonization müsst ihr dazu wertvolle Arbeitskräfte und Neusiedler ins Rathaus stecken, wo sie das nationale Selbstbewusstsein in Glockenform stärken. Das Problem ist erstens, dass diese drei nicht arbeiten und trotzdem ernährt werden müssen. Das Problem ist zweitens, dass die rebellische Stimmung immer aus einem Verhältnis zwischen diesen drei Propagandamännern und der Stadtbevölkerung berechnet wird. Sprich: Je mehr arbeitende Leute in der Siedlung, desto niedriger der Wille, gegen die Krone aufzubegehren. Man muss also einen Weg finden, der sowohl eine gewisse Produktion sichert als auch genügend Propaganda. Und dann muss man seine Siedlungen
Die zwei Kolonisten im Rathaus sorgen für die rebellische Stimmung in Form der Freiheitsglocken. Aber sie müssen ernährt werden - und das ist teuer.
noch so schützen, dass sie nicht gleich von Indianern überrannt oder von den drei europäischen Konkurrenten vereinnahmt werden. Und dann muss man mit Indianern aus zig Stämmen handeln, sie bekehren und mit Geschenken beehren. Und dann muss man selbst Waffen produzieren. Und dann muss man die blöden Freibeuter mit eigenen Linienschiffen abwehren. Und dann. Und dann. Und dann.

Also behandelt man jeden, wirklich jeden neuen Kolonisten, wie einen Schatz. Und man macht sich Gedanken darüber, ob man den Meistertabakpflanzer, der statt drei gleich sechs Blätter erntet, wirklich auf das Feld schickt oder ihn nicht doch zum rebellischen Politiker oder Missionar ausbildet. Das Schöne an Colonization ist, dass ihr die Berufe der Kolonisten quasi jederzeit wechseln könnt - allerdings auf Kosten etwaiger Spezialisierungen. Wie teuer die Ressource Mensch ist, vor allem wenn sie qualifiziert ist, zeigt sich bei einem Besuch im Heimatland. Wer dort seine Rohstoffe verkauft, kann auch Auswanderer mit Beruf einkaufen, wenn sie nicht von alleine in die Neue Welt wollen. Und das ist richtig teuer: Für so einen Meisterpolitiker, der im Rathaus von Québec ordentlich gegen den französischen König wettern könnte (sechs statt drei Glocken!), zahlt man schon mal zweitausend Gold. Dafür muss man in Amerika richtig lang Baumwolle pflücken. 

Der Wettlauf um die Gründerväter

Wer geschickt Zusatzpunkte in den Bereichen Erkundung, Handel, Militär, Religion & Co sammelt, kann diese nutzen, um Gründerväter zu bezahlen, die permanente Boni einbringen.
Sobald ihr eine Kolonie gründet, setzt ihr das Räderwerk in Gang, das euch Nahrung, Gold, Schätze, Rohstoffe, Produkte, Verbündete & Co einbringt. Aber wozu sind eigentlich Religions-, Handels-, Politik-, Erkundungs- und Militärpunkte gut? Nur mit ihnen könnt ihr prominente Gründerväter aus verschiedenen Bereichen in die Neue Welt locken, die euch permanente Boni gewähren: Wer sich die Dienste von Hernán Cortes sichert, bekommt in jeder Siedlung eine freie Palisade; wer Pocahontas verpflichtet, darf sich auf gute Beziehungen zu den Ureinwohnern freuen; wer Juan de Sepúlveda anheuert, bekommt gleich zwei konvertierte Indianer.

Das ebenso Spannende wie Knifflige an den Gründervätern ist: Wer zuerst kommt, malt zuerst! Sprich: Ihr müsst die historischen Promis mit euren Religions-, Handels-, Politik-, Erkundungs- und Militärpunkten bezahlen, woraufhin diese verschwinden. Wer hier zu schnell Punkte ausgibt, verringert natürlich die Chance, bei späteren und meist noch effizienteren Gründervätern zuschlagen zu können. Insgesamt warten an die 50 Persönlichkeiten aus fünf Bereichen auf euch. Bis man das komplexe System aus Personalmanagement, Aufbau und diesen Entwicklungsboni verinnerlicht hat, vergeht einige Zeit und man trifft zunächst viele falsche Entscheidungen. Ich hab in den ersten drei Spielen auf dem dritten Schwierigkeitsgrad kein einziges Mal die Unabhängigkeit vor der Konkurrenz erreicht.
    

Kommentare

propaganda schrieb am
Der starke König ist eine Sache, wie Jimbo treffend bemerkte.
Dazu kommt eine halbwegs überflüssige Wirtschaft und schwache Konkurrenz bis der König kommt.
Starke Wirtschaft aufbauen ist in der Tat Mumpitz.
Das halbe Spiel scheint sich um verschiedenste Kolonialwaren, Handel etc. zu drehen: alles offenbar nur Ablenkung.
Sozusagen ergänzend zum grottenschlechten Tutorial.
Ansonsten kann der König auch ohne "exploits" bzw Spaßkiller besiegt werden, wenn man die Kolonialwarenschiene links liegen lässt.
Entweder mit den Kanonen, die genau wie Jimbo sagt, wiederholt immer dieselbe Stadt einnehmen oder aber mit einer Stadt im Hinterland, zu der der König blind hin pilgert.
Ein Weg, auf dem man ihn trefflich überfallen kann.
Infantrie mit Wald- und Hügelkampf wirkt da Wunder ;-)
Wenn man dem König aber eine "normale" Streitmacht lässt und im Hinterland wartet dauert es EWIG bis der König in unzähligen Wellen all seine Truppen in die gestellte Falle gekarrt hat...
Das nervt spätestens dann, wenn der Sieg gewiss ist, aber trotz zügiger Revolte die Zeit knapp wird...
Erinnert irgendwie an Tower-Defense Spiele, nur weniger ausgereift.
Echt schade sind die echt nervig schwachen europäischen Konkurrenten (sowie schwache Indianer).
Kaum spielt man mal Spanier und greift gleich an-
mit läppischen ein bis zwei Soldaten-
haben die garnix entgegenzusetzen und sind platt, bevor unser einer Kampfveteran auch nur in's Schwitzen kommt.
Ein Kampfveteran macht mitunter drei Nationen nieder. Das kann's nicht sein.
Nur um's nochmal zu sagen: das Spielprinzip ist echt eigen und sehr interessant, die Indianer sind in ihrer Rolle allemal so interessant, dass man gerne mehr von ihnen sähe und auch die strategischen Varianten rund um Kampf und Krieg sind gut.
Dennoch passt alles hinten und...
talesofvalor schrieb am
Hast du vielleicht bei der Installation auf irgendeine Taste gedrückt?
Ich habe auch Vista und bei mir geht es prima.
Sgt.Roebuck schrieb am
ahm ich hab da mal ein problem:
ich hab mir colonization vor wenigen tagen gekauft und habs installiert. ich war allerdings bei der installation nicht dabei, hab grad was anderes schnell gmacht und dann nachher wie ichs starten wollte gehts einfach nicht. es tut sich rein gar nichts, nur das laufwerk fahrt hoch und das CD symbol dreht scih und dann passiert nix!
gut dann denk ich mir desinstallier ichs eben und probiers dann nochmal druafzuhauen aufn pc. nix da! geht nihct kann das spiel nicht deinstallieren weil vista (gott moege es verbrennen) mir dann sagt dass ein uninstall file nicht gefunden werden kan.
d.h. ich hab jetz ein spiel auf der festplatte dass ich nicht starten und nicht deinstallieren kann. ergo war die investition fuern anus und cih kann colonization wsch nie mehr spielen obwohls ein tolles spiel is.
also bitte helft mir!
JimboDuck schrieb am
Hab ich geschrieben "Einheitenvielfalt von 3"? War natürlich ein Fehler, ich meinte natürlich Einheitenvielfalt von 1. Weil mit einer Armee Reitern und Soldaten geht es ja gar nicht, wie ich oben ja schon beschrieben habe.
JimboDuck schrieb am
Also ich hab die Unabhängikeit schon erreicht, auf zweithöchster Schwierigkeit, das ist nicht das Thema, das ich angesprochen habe.
Wenn man keine Freiheitsglocken produziert, rüstet der König auch nicht auf. Also erstmal keine Freiheitsglocken produzieren!
Man wirtschaftet dann solange bis man für jede Stadt (ich hatte für diese spezielle Partie, bei ders mir um die Unabhängikeit ging nur 2 poblige Städtchen) 3 Staatsmänner gekauft hat (die man aber auf keinen fall direkt einstellt, sondern erstmal warten lässt) und insgesamt ca 20 Kanonen (auf keinen Fall Soldaten). Eine der Städte sollte im Landesinneren liegen und nicht für die Königstruppen erreichbar sein.
Dann tötet man alle! eigenen Einwohner bis auf einen Bauern/Fischer und die Staatsmänner, die man dann Freiheitsglocken produzieren lässt. Innerhalb von 3 Runden hat man dann die 50 Prozent, und der König immer noch eine Mini-Arme. Jetzt folgt die Unabhängikeitserklärung, und man lässt den König die Hafenstadt einnehmen (muss man aber nicht, ist so nur etwas einfacher). Die Kanonen erobern jetzt die Stadt zurück (die haben schließlich einen Mega- Bonus auf Stadtangriff) um dich dann im Anschluss wieder daraus zurück zu ziehen. Das machst du dann ein paar mal und das wars dann. Einheiten verlierst du nur, wenn mal ein Reiter meint die Kanonen direkt angreifen zu müssen.
--> wie du siehst es ist ganz einfach unabhängig zu werden und macht auf diese Weise Null spass (ist jedoch am effektivsten).
Auch auf deine 400 Kanonenstrategie habe ich schon null bock wenn ichs lese. Ein Rundenbasiertes Spiel bei dem ich 400 Kampfeinheiten befehle ist mal definitiv am Ziel weit vorbei geschossen.
Eine weitere Strategie ist es so schnell wie möglich auf Schiffsbau zu gehen und sich auf die Königliche Flotte zu konzentrieren. Wenn die Königsschiffe schroot sind hat man auch gewonnen.
Ich will mit Colo allerdings ein Wirtschaftsspiel spielen und kein Kriegsspiel (mit einer...
schrieb am

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