Eingesperrt in Westgate
Die letzte Erweiterung "Storm of Zehir" (4P-Wertung: 82%) konnte in erster Linie überzeugen, weil sie eine angenehm offene Struktur aufwies. Man konnte auch außerhalb der Städte frei umherschweifen,
was das Rollenspielerlebnis insgesamt verbesserte. Auch diesmal kann man herumlaufen - allerdings nur innerhalb der Hafenstadt Westgate. Und diese ist nur wenig größer als eine typische Stadt der Verlorenen Reiche. Zu entdecken gibt es dort kaum etwas, auch wenn man mal in den Untergrund vordringt. Die Dungeons sind mal wieder recht klein, schmerzlos und voller Requisiten, die man meist nicht anfassen darf. Mysteries of Westgate ist also was für Leute, die nicht gerne lange suchen.
So tummelt man sich in einem weitgehend geschlossenen Areal, auch wenn dieses aus drei Bereichen besteht. Ständig stößt man an Grenzen, die bisweilen durchlässig sind, was jedoch mit ständigem Nachladen erkauft wird. Die Erweiterung liegt derzeit nur auf Englisch und als Download für zehn Euro vor - das Grundspiel ist also Pflicht. Leider will das Englische nicht recht zu den deutschen Bedienelementen passen, weshalb es immer wieder ein Durcheinander gibt.
Wenig mysteriös
Die Story bietet die üblichen Verschwörungen, wie man sie von Neverwinter Nights 2 kennt. Alles beginnt damit, dass der
Held eine mysteriöse Maske findet, die ein wenig nach Filmheld Zorro aussieht. Über die will er natürlich mehr erfahren, was ihn schließlich per Schiff nach Westgate führt. Das Hafenviertel macht seinem Namen alle Ehre, denn es ist heruntergekommen und voller Halunken. Da stapft schon mal ein Untier durch die Gassen, das sich aber als Dockarbeiter entpuppt. Der Marktflecken ist aufgeteilt unter Verbechergangs, die sich bis aufs Blut bekriegen. Der Spieler gerät mitten unter sie und muss sich nun für eine Vereinigung entscheiden, für die er fortan arbeitet. Allerdings ist das nicht sehr ausgefeilt, so dass man sich kaum mit seiner Gang identifiziert.
Leider wird die anfänglich interessante Geschichte nicht sonderlich spannend weitererzählt. Ein paar Zwischensequenzen, Gesprächsfetzen und Journaleinträge reichen nicht, um sie richtig nachfühlen zu können. Viele der Texte sind auch für Leute, die gut Englisch können, nicht immer leicht zu verstehen, da es entweder Slang oder auf altertümlich getrimmtes Englisch ist. Der Spieler wird etwa mehrfach von einem Typ namens Salty genervt, der immer wieder nach Geld fragt. So recht kommt man dem Zausel nicht auf die Schliche, auch weil sein Gewäsch kaum zu verstehen ist. Geld geben oder hart bleiben? Immerhin versteht man die groben Züge der Handlung, was fürs Spielen reicht.
Leichte Quests
Die Aufträge, die man so erhält, sind oftmals zu schlicht. Es gibt zwar ganz verschiedene Quests, wie etwa das Eintreiben von Schutzgeld, das Auskundschaften von Leuten oder das Töten eines unliebsamen Gegners, aber sie sind meist keine
große Herausforderung. Zum einen ist es keine große Sache, die Ziele zu finden, die meist um die Ecke liegen. Die Wegfindung erfolgt allerdings quasi im Blindflug, da es in Westgate so zappenduster ist wie in einem Trollhintern - noch nie war das Talent Nachtsicht so wertvoll! Am gewünschten Haus angekommen, plättet man ein paar Feinde, wofür es schon Erfahrungspunkte gibt. Die Kämpfe sind leicht, auch weil man rasch potente Gefährten findet, die mitkämpfen. Man muss sich eigentlich nur in den Bosskämpfen bemühen, die man ab und an mit Magiern, Riesenspinnen oder Anführern ausficht.
Da es sich ja um eine Stadt der Gesetzlosen handelt, haben einige Quests was mit Geheimaktionen zu tun. Allerdings ist auch das kein Hexenwerk, da man eigentlich nur Schlösser knacken muss. Das kann z.B. die Ex-Agentin, die der Spieler in die Gruppe aufnehmen kann. Allerdings ist sie nicht ganz ehrlich zu einem, so dass sie ihr wahre Identität nur scheibchenweise von sich gibt, was fast noch am interessantesten innerhalb der Story ist. Auch hier hapert es aber an Identifikation mit den Helden.
Ansonsten kann man das Diebeshandwerk auch lernen, wenn man aufsteigt. Wer keinen eigenen Helden mehr hat, der kann sich einen basteln, den er anfänglich mindestens auf Level acht bringen muss. Der herrlich freie Charakterausbau macht's möglich: Auch der dümmste Barbar kann hier noch ein Zweitkarriere als Geheimagent starten.
Die letzte Erweiterung "Storm of Zehir" (4P-Wertung: 82%) konnte in erster Linie überzeugen, weil sie eine angenehm offene Struktur aufwies. Man konnte auch außerhalb der Städte frei umherschweifen,
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| Westgate ist vor allem eines - finster wie der tiefste Dungeon. Dabei ist man zunächst an der Oberfläche. |
So tummelt man sich in einem weitgehend geschlossenen Areal, auch wenn dieses aus drei Bereichen besteht. Ständig stößt man an Grenzen, die bisweilen durchlässig sind, was jedoch mit ständigem Nachladen erkauft wird. Die Erweiterung liegt derzeit nur auf Englisch und als Download für zehn Euro vor - das Grundspiel ist also Pflicht. Leider will das Englische nicht recht zu den deutschen Bedienelementen passen, weshalb es immer wieder ein Durcheinander gibt.
Wenig mysteriös
Die Story bietet die üblichen Verschwörungen, wie man sie von Neverwinter Nights 2 kennt. Alles beginnt damit, dass der
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| Um die genretypische Story auch mitzukriegen, muss man immer wieder ins Journal blicken. |
Leider wird die anfänglich interessante Geschichte nicht sonderlich spannend weitererzählt. Ein paar Zwischensequenzen, Gesprächsfetzen und Journaleinträge reichen nicht, um sie richtig nachfühlen zu können. Viele der Texte sind auch für Leute, die gut Englisch können, nicht immer leicht zu verstehen, da es entweder Slang oder auf altertümlich getrimmtes Englisch ist. Der Spieler wird etwa mehrfach von einem Typ namens Salty genervt, der immer wieder nach Geld fragt. So recht kommt man dem Zausel nicht auf die Schliche, auch weil sein Gewäsch kaum zu verstehen ist. Geld geben oder hart bleiben? Immerhin versteht man die groben Züge der Handlung, was fürs Spielen reicht.
Leichte Quests
Die Aufträge, die man so erhält, sind oftmals zu schlicht. Es gibt zwar ganz verschiedene Quests, wie etwa das Eintreiben von Schutzgeld, das Auskundschaften von Leuten oder das Töten eines unliebsamen Gegners, aber sie sind meist keine
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| Wenn man Blitz und Donner sieht, kommt Freude auf. Denn dann steht man einem Gegner gegenüber, der den Namen auch verdient. |
Da es sich ja um eine Stadt der Gesetzlosen handelt, haben einige Quests was mit Geheimaktionen zu tun. Allerdings ist auch das kein Hexenwerk, da man eigentlich nur Schlösser knacken muss. Das kann z.B. die Ex-Agentin, die der Spieler in die Gruppe aufnehmen kann. Allerdings ist sie nicht ganz ehrlich zu einem, so dass sie ihr wahre Identität nur scheibchenweise von sich gibt, was fast noch am interessantesten innerhalb der Story ist. Auch hier hapert es aber an Identifikation mit den Helden.
Ansonsten kann man das Diebeshandwerk auch lernen, wenn man aufsteigt. Wer keinen eigenen Helden mehr hat, der kann sich einen basteln, den er anfänglich mindestens auf Level acht bringen muss. Der herrlich freie Charakterausbau macht's möglich: Auch der dümmste Barbar kann hier noch ein Zweitkarriere als Geheimagent starten.


