Kampagne und Szenarien
Weitere Fakten: |

Trotzdem ist die Geschichte für ein Aufbauspiel gelungen, interessant präsentiert und insbesondere die letzten Missionen können sich sehen lassen, vor allem weil der Schwierigkeitsgrad durch Zeitlimits (z.B. bei der Errichtung eines gewaltigen Doms) überraschend anzieht. Gleichermaßen sind reichhaltig Missionen/Quests vorhanden, die gut beschrieben sind und bei Bedarf wird auch das Ziel auf der Karte angezeigt: Oft muss man bestimmte Waren in einer vorgegebenen Menge produzieren und irgendwo hinbringen, Spione in Siedlungen ausfindig machen (Personen sind farblich hervorgehoben und müssen angeklickt werden), Kontakt mit anderen NPCs aufnehmen, eine zerstörte Siedlung wiederaufbauen oder Schiffbrüchige retten. Allerdings haben sich die Entwickler in den ersten drei Einsätzen einen kleinen Design-Fauxpas geleistet: Und zwar spielen diese Missionen auf der gleichen (später um einige Inseln erweiterten) Karte, nur wird beim Abschluss die errichtete Siedlung nicht übernommen, sondern durch eine Standard-Siedlung ersetzt. Das hätte cleverer gelöst werden können! Diesen demotivierenden Zwangsneubau gibt es zum Glück nur in den ersten drei Missionen.
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| Der Computergegner scheint einen Angriff zu erwarten und versteckt sich hinter hohen Mauern. |
Endlosspiel
Abseits der Kampagne, die erst in den letzten drei Missionen anzieht und fordernd wird, gibt es sechs Szenarien - jeweils zwei pro Schwierigkeitsgrad. Große Bauprojekte, Vermögens- und Weltherrschafts-Ambitionen müssen dort mit entsprechenden Bedingungen realisiert werden.
Sein wahres Potenzial entfaltet Anno - wie immer - im Endlosmodus und damit man sein Spiel nach bestem Wissen und Gewissen einrichten kann, gibt es fünf Bildschirmdialoge voll mit Optionen: Startressourcen, Ruhm, Items, Inselfruchtbarkeit oder Rohstoffhäufigkeit kann man individuell festlegen, Gegenspieler auswählen, Korsaren an/ausschalten, Katastrophen (Feuer, Wirbelsturm, Pest) aktivieren und allerlei Siegbedingungen wählen. Als durchaus würdige Gegner beweisen sich die KI-Gegenspieler allemal, egal ob als Gegenspieler oder Bündnispartner.
Blöd nur, dass es bei der ganzen Optionsplatte im Endlosspiel keinen Mehrspieler-Modus gibt, der sich annotypisch über mehrere Stunden hinziehen würde. Dafür können Spielstände und Screenshots in "Web 2.0-Funktionialität" anderen Anno-Spielern zur Verfügung gestellt werden. Trotzdem schade: Ein echter Multiplayer-Modus wäre die Krönung gewesen.



