Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth - Test - 4Players.de

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Survival-Horror
Publisher: Ubisoft (PC) / Take 2 (PS2, Xbox)
Release:
20.03.2006
niemals
28.10.2005
Spielinfo Bilder Videos
H. P. Lovecraft-Fans ohne Xbox haben sicher schon ungeduldig auf das Erscheinen der PC-Umsetzung von Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth gewartet. Womöglich auch in der Hoffnung, dass die ärgsten Bugs und Mängel des im November 2005 getesteten Xbox-Originals ausgemerzt wurden, die den Spielspaß seinerzeit teils gewaltig in den Keller stürzen ließen. Wurden die Hoffnungen erfüllt?

Schatten über Innsmouth

In der Rolle des erst vor kurzem wieder aus der Psychiatrie entlassenen Privatschnüfflers Jack Walters verschlägt es euch in das unwirtliche Fischerdörfchen Innsmouth, wo der Geschäftsführer eines Lebensmittelladens vermisst wird. Was wie ein Routineauftrag klingt, entwickelt sich aber sehr rasch zu einem übersinnlichen Horrortrip, der euch um euer Leben bangen und an eurer Vernunft zweifeln lässt. Abgesehen von dramaturgischen und logischen Inkonsequenzen überzeugt der Auftakt sowohl atmosphärisch als auch spielerisch auf voller Linie. Doch leider lassen Spannung, Stimmung und Spielspaß schon bald drastisch nach. Grund dafür sind die unterirdische KI eurer Gegner, die schnell die Furcht vor ihnen schwinden lässt: Es gibt die frustrierendsten Trial&Error-Passagen, die mir je unter gekommen sind, eine völlig missglückte Shooter-Einbindung sowie eine Kollisionsabfrage, die zusammen mit zahlreichen Bugs immer wieder für wütendess Neuladen von alten Spielständen sorgt.


Schande über Headfirst

Die solltet ihr jedenfalls sehr reichlich anlegen. Wer immer nur seinen vorigen Spielstand überschreibt und unbemerkt in eine durch schlampige Programmierung hervorgerufene Sackgasse gerät, kann sein Abenteuer nämlich nochmals ganz von vorn beginnen. Dass die Entwickler fast alle Bugs und Mängel unverändert von der Xbox auf den PC portiert haben, ist jedenfalls ein ziemliches Armutszeugnis. Auch die Grafik wurde nicht wirklich an aktuelle PC-Standards angepasst. Lediglich in Bezug auf Auflösung, Bildrate und Kantenglättung haben PC-User leichte Vorteile gegenüber Xbox-Besitzern. Die Effekte wirken hingegen teilweise sogar schlechter. Sehr angenehm fallen jedoch die teils deutlich verkürzten Ladezeiten auf. Auch die Maus-/Tastatursteuerung geht gut von der Hand. Eine Pad-Steuerung ist hingegen überhaupt nicht möglich, was dem ein oder anderen sicher unangenehm aufstoßen dürfte. Ansonsten ist alles beim Alten geblieben. Auch der reduzierte Verkaufspreis hat den Sprung von der Xbox auf den PC geschafft - obwohl die Konsolenvorlage, deren ausführlichen Test ihr hier findet, mittlerweile sogar deutlich günstiger zu haben ist.

Mürrische Eigenbrödler: Die Einwohner von Innsmouth sind nicht gerade für ihre Gastfreundschaft bekannt.

 

 

 

 

 

 

 


Pro:


+ flottere Ladezeiten
+ verbesserte Kantenglättung
+ höhere Auflösung & Bildrate

Das Ende einer sadistischen Organverpflanzung: Die Gewaltdarstellungen sind teils nichts für Zartbesaitete.

 

 



 

 

 

 


Kontra:


- angestaubte Technik
- keine Pad-Unterstützung

Spielbarer Rückblick: Warum hat man euch bei diesem blutigen Polizeieinsatz bereits sehnsüchtig erwartet...?

    
 

FAZIT



Dark Corners of the Earth ist quasi eine unveränderte Umsetzung des gleichnamigen Xbox-Originals. Das bedeutet, dass ihr noch immer ein Horrorabenteuer mit anfangs einnehmender Story, hervorragender Atmosphäre und jeder Menge Nervenkitzel geboten bekommt. Allerdings bedeutet es auch, dass das Spiel nach wie vor an nervigen Bugs, peinlichen KI-Routinen, extremer Linearität, eintönigen Rätseln sowie logischen und dramaturgischen Inkonsequenzen krankt. Zudem verkommt das anfangs spannende Detektivspiel später immer mehr zur tumben Ballerei gegen völlig hirnamputierte Gegner. Nervige Trial&Error-Passagen, eine selbst bei maximalem Helligkeitswert immer noch viel zu dunkle Grafik und die stellenweise unglaublich hakelige Kollisionsabfrage sorgen aber auch schon vorher für Frustmomente. Wirklich schade, dass die Entwickler nicht aus ihren Fehlern gelernt haben und dadurch auch auf dem PC ein eigentlich grandioses Horrorabenteuer ins anspruchslose Actioneinerlei abstürzen lassen haben...

Call of Cthulhu: Dark Corners of the Earth
Ab 4.89€
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WERTUNG

Leserwertung 86% [5]



PC

„Anfangs spannender, später geradezu tumber Horrortrip aus der Ego-Perspektive.”

Wertung: 64%



 
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Kommentare

David 117 schrieb am
Also ich persönlich finde das Spiel momentan ganz gut. :!:
schrieb am

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