E.Y.E: Divine Cybermancy - Test, Shooter, PC - 4Players.de

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Turmhohe Obelisken strecken sich in einen goldgelben Schleier. Es könnten gigantische Grabsteine sein, die zu Dutzenden in den Sonnenaufgang ragen. „Schon wieder der gleiche Traum“, untertiteln meine Gedanken die Szene. „Was tu' ich hier?“ Und tatsächlich: Selten haben die ersten Worte ein Spiel so treffend beschrieben wie diese.

Ich falle...

Aller Anfang ist leicht: Ich schreite durch eine leuchtende Tür und verlasse den vermeintlichen Friedhof. Ein paar Erklärungen sagen mir, wie ich schieße, wie ich ein Schwert schwinge, wie ich springe und wie ich mit geistigen Fähigkeiten meine Umwelt beeinflusse. Ein Ego-Shooter ist es also, das wird deutlich. Einer, bei dem ich mich wie in einem Rollenspiel mit Charakteren unterhalte und den Gesprächsverlauf bestimme - auch das lerne ich schnell. Danach allerdings lässt mich E.Y.E gnadenlos im Stich.

Natürlich könnte ich mehr als 20 Tutorialvideos anschauen, um mich in die erschreckend unhandlichen Menüs hineinzudenken. Doch leider funktionieren die knappen Clips bedeutend besser als Teaser-Trailer denn als Verständnisbrücken.
Video
Willkommen in der Zukunft - in einer Welt der unbegrenzten spielerischen Möglichkeiten?
Um es kurz zu machen: Der Einstieg ist eine Katastrophe! Independent-Bonus hin oder her, so eine Einführung darf sich gerade ein komplexes Spiel nicht leisten!

... in die Tiefe

Komplex? Oh, ja! Denn E.Y.E: Divine Cybermancy steht in der Tradition actionhaltiger Rollenspiele wie Deus Ex. Immerhin wurde es vor seiner Veröffentlichung nicht nur aufgrund seiner finsteren Technik-Zukunft mit dem Klassiker in Verbindung gebracht: Auch hier darf man Schalttafeln hacken, Feinde heimlich  umgehen oder sie mit roher Gewalt ausschalten. Nicht zuletzt setzt man kybernetische Implantate ein, um körperliche Fertigkeiten zu stärken oder neue zu erlernen. So kann der Protagonist schneller laufen und höher springen, erkennt Personen anhand von Bewegungsgeräuschen oder macht sich unsichtbar. Mithilfe psychischer Fähigkeiten erschafft er zudem Klone, die eine kurze Zeit an seiner Seite kämpfen oder er treibt einen Gegner in den Wahnsinn, so dass er wild im sich schießt. Stärkere Fähigkeiten erlauben sogar das Erschaffen von Portalen oder „Beschwören“ von Monstern.

Klasse: Was das kleine Entwicklerteam aus dem Hut zaubert, lässt nicht nur Adam Jensen, sondern auch manchen Rollenspielhelden neidisch auf die Charakterentwicklung schauen! Es ist ja nicht so, dass der Umfang bei Fähigkeiten und Erweiterungen ein Ende hätte. Denn auch spielerisch protzt Divine Cybermancy mit vielen Möglichkeiten. Ich darf nicht nur wählen, wie ich eine Mission angehe – ob ich den Anführer einer Bande im hitzigen Gefecht ausschalte oder mich heimlich heranschleiche, ob ich durch das Hacken eines Computers Verwirrung stifte oder eine befeindete Gang auf das Ziel hetze - auch im Gespräch wähle ich fast immer zwischen verschiedenen Antworten. Einmal stattgefundene Unterhaltungen darf ich anschließend nicht wiederholen; diese glaubwürdige Konsequenz trauen viel zu wenige Entwickler ihren Abenteurern zu.

Kommentare

DrBetrueger schrieb am
Schön, dass es hier auch mal getestet wurde. Habe ich schon länger drauf gewartet. Ich zock es schon 2 Monate nicht mehr, hat mich aber lange gefesselt - so ca. 60 Stunden. Wertung könnte ein paar Punkte höher sein, aber nach allgemeinen Maßstäben nicht viel mehr. Mann kanns nur lieben oder hassen. Ein paar wichtige Sachen vermisse ich aber beim Test:
a) Die "Fatal Wounds". Man kriegt sie wenn man im Kampf zu oft stirbt oder irgendwo runterfällt. Hat man eine gekriegt, werden einem dauerhaft Punkte bei den Skills abgezogen. Da kommt schnell Frust auf, weil nicht ganz so klar ist, wann man eine Fatal Wound kriegt und wann nicht. Und schlimmer man kann es nicht aus eigener Kraft wieder gut machen, sondern ist darauf angewiesen seltene Items zu finden, welche die Wunden heilen bzw. immun gegen neue machen. Dafür muss man aber sehr lange spielen, eigentlich ist das reine Glückssache, ob man die findet oder nicht. Ich jedenfalls konnte nach dreimal Kampagne durchspielen und Nebenmissionen keine "Fatal Wound" heilen. Das kann reizvoll sein, aber auch frustrierend sein, denn obwohl die Gegner strunzdumm sind, ist es kein leichtes Spiel.
b) Ein sehr positiver Aspekt: Der hohe Wiederspielwert. Alleine schon wegen der verschiedenen Enden lohnt es sich, die Kampagne mindestens 3mal durchzuzocken. Je nachdem für welche Fraktion man sich entscheidet, ist auch mindestens eine Mission immer anders. Die Skills behält man und kann sie mit jedem Durchgang weiter steigern. Dann kann man natürlich noch mit verschiedenen Charakteren und Skills experimentieren.
c) Das Hacking-Minispiel. Sehr schön, aber verwirrend am Anfang. Wird wie viele andere Sachen auch nicht richtig erklärt.
d) Speichersystem
Es spielt sich eher wie ein Multiplayer game. Maps auf denen die Richtung der Missionsziele angezeigt wird. Wenn man stirbt, tritt erstmal ein "Resurector" in Kraft, d.h. man wird an Ort und Stelle wiederbelebt. Nicht so schön:...
Chckn schrieb am
Ist vielleicht mal ein Titel den man sich zulegt wenn Steam mal wieder ne Aktion raushaut.
Ich bin mir sicher das der Titel auch auf älteren Systemen noch gut läuft.
Wenn er mal bei Steam für 10? oder weniger zu haben ist, kaufe ich ihn mir.
SolidFake schrieb am
yop, ist ein Geheimtipp
Man kann es eigentlich nicht mit herkömmlichen shootern vergleichen, es ist eher ein grind-shooter.
Also man spielt durch das game, levelt seinen Charakter, und man will immer wieder das nächste Artefakt finden oder die letzte Waffe kaufen oder endlich die Technologie freischalten.
Diablo für Shooter Freunde könnte man sagen.
Alles drum herum ist nur zur Zierde, allerdings schauen die meisten Levels richtig hübsch aus und sind extrem weitläufig.
Die Story ist auch recht gut, wenn auch ein bisschen schlecht präsentiert, und das zufallsquest system bringt auch jede Menge Motivation.
Wertung ist aber gerechtfertigt, vieles schaut einfach nur unfertig aus, ist buggy oder hinkt einfach dem Rest der Qualität des Spiels hinterher.
Allerdings für jeden einen Blick wert, der gerne mal einfach nur ballert ohne großartige Präsentation und ein bisschen Hilfe (es ist teilweise RICHTIG Hardcore vom Schwierigkeitsgrad etc.)
Achja, es ist englisch, allerdings schlechtes Laienenglish für 12-jährige, also wenn man ein bisshcen was kann sollte man keine Probs haben.
Schreckofant schrieb am
So eine kacke -.- na dann hoffe ich mal auf ein enthusiastisches ModProjekt oder so
schrieb am

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