Dawn of Fantasy - Test, Strategie, PC - 4Players.de

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Echtzeit-Strategie
Publisher: 505 Games
Release:
kein Termin
29.09.2011
Spielinfo Bilder Videos

Echtzeit-Strategiespiele via Internet sind wahrlich keine große Neuerung und Fantasy-Szenarios ebenso wenig. Dawn of Fantasy von Reverie World Studios versucht trotzdem, sich im übersprudelnden Markt der kostenpflichtigen Download-Inhalte zu platzieren. Gelingt das?



Eselsgeduld

Wer endlich den Hauptmemü erblickt, darf sich glücklich schätzen. Er hat die meisten Hürden hinter sich.
Wer endlich das Hauptmenü erblickt, darf sich glücklich schätzen. Denn er hat die meisten Hürden hinter sich.

Man muss ganz schön hartgesotten sein, um mal Dawn of Fantasy spielen zu können. Leicht macht es einem das Echtzeit-Strategiespiel nicht, das seit Release Ende September sage und schreibe acht Patches bekommen hat. Wer es endlich installiert hat und spielen will, muss erst mal einen wahren Marathon an Downloads über sich ergehen lassen. Denn als Onlinespiel mit einem eigenem Server muss es natürlich erst mal auf den neuesten Stand gebracht werden. Leider geht das sogar so weit, dass man vor jedem Start erst einmal wieder die Updatefunktion nutzen muss. Und das, obwohl man längst die neueste Version aufm Rechner hat. Ohne Geduld geht hier also gar nix, was sich auch im weiteren Verlauf zeigt - oder ohne Einsatz von Boosterpacks, die das Onlineleben erleichtern.     

Leider geht es auch nach der Updateaktion nicht flüssig weiter. Dieses Mal ist es der Eingabebug, der den Eroberungswillen jäh ausbremst. Beim Erstellen eines Accounts für den Multiplayer muss man wiederum den CD-Key vom spärlichen Handbuch eingeben. Nur, dass der hinten auf dem Heftchen falsch abgedruckt ist. Hier sind es sechs Stellen zu Beginn, obgleich das Eingabefeld nur Fünfer-Flächen bietet. Ganz schön blöd, denn nun muss man umdenken. Im Internet gibt es extra eine Hilfe dafür, allerdings auf Englisch, denn der Support ist nur auf Englisch.  Wie übrigens das restliche Spiel, denn von einer deutschen Version ist trotz deutscher Verpackung wenig zu merken. Sowohl die Texte als auch die Sprache sind auf Englisch, weshalb einen die Orks  mit englischen Grunzlauten begrüßen.                 

Lohnt der Download?

Drei unterschiedliche Völker sind spielbar. Die Elfen setzen auf organisches Wachstum.
Drei unterschiedliche Völker sind spielbar. Die Elfen setzen auf organisches Wachstum.

Bekommt derjenige, der sich durch die Download-Orgie durchbeißt, wenigstens etwas geliefert im Gegenzug für seine Lebenszeit? Die Antwort lautet: Teils-teils. Äußerlich  hat  das Spiel wenig zu bieten, da die 3D-Grafik grob, klobig und zu kantig wirkt. Optisch ist das Fantasy-Epos der Reverie World Studios also nicht mehr auf der Höhe der Zeit, aber dennoch macht  es zumindest teilweise Spaß. Wie kommt das angesichts des billigen Eindrucks? Es liegt an der gelungenen Mischung aus Aufbau und Strategie, das zunächst durchaus zum Weitermachen motiviert. Man will sein kleines Reich schnell vergrößern, wozu die Quests beitragen, die einem die Grundsätze der Regierung erläutern. Das Kleinklein des Managens der eigenen Stadt wird sinnvoll mit der recht idyllisch anmutenden Weltkarte ergänzt, wo man umherziehen, handeln und Krieg führen kann.

Ein großer Vorteil sind sich die drei Völker, die sich auch mal wirklich unterscheiden. Zwar sind es wieder vertraute Rassen wie Menschen, Elfen und Orks, die in der üblichen Fantasy-Welt hausen, aber dieses Mal sind die Elfen nicht einfach humanoide Waldbewohner: So fällen die ökologisch korrekten Spitzohren keine Bäume, sondern bauen darin ihre Behausungen. Die Menschen sind noch recht normal, da alles wie gewohnt läuft: Man ordert neue Arbeiter per Mausklick. Bei den Orks hingegen kommen neue Arbeiter von alleine, wie man das etwa aus Stronghold kennt. Zudem jagen die Orks die überall umher streifenden Tiere, während die Elfen von Beeren leben. Die Menschen halten sich Tiere oder bauen Korn an.  Leider braucht man für richtig große Gebäude wie eine neue Festung ziemlich lange, da man dafür viel Rohstoffe und Bauzeit veranschlagt.

Jedem sein Kingdom

Tipps gibt's beim persönlichen Ratgeber, der auch die Quests erteilt.
Tipps gibt's beim persönlichen Ratgeber, der auch die Quests erteilt.

Der Online-Modus, in dem man sein Königreich leitet, motiviert durchaus. Obwohl das Ganze anfangs nicht viel mehr ist als Age of Empires, da man Rohstoffe sammelt, Nahrung sucht und Gebäude errichtet. Erste Kämpfe gegen Goblins, Wölfe oder Räuber stehen an, wobei man seinen Einsatzradius langsam vergrößert.  Im Gefecht sammelt der eigene Held rasch Erfahrung, die in bessere Kampfkraft, Ausdauer oder Heilung investiert wird.  Entsprechendes gilt auch für die Soldaten, die je nach Volk anders aussehen. So beherrschen die Marodeure der Orks das Schießen und den Nahkampf, während Schwertkämpfer oder Elfenbogenschützen nur ein Kriegshandwerk draufhaben. Zudem hat jedes Volk seine Spezialtruppen wie Belagerungstürme, Baumwesen oder Oger, die man für bestandene Missionen erhält.

 

Das Spiel macht zwischendurch Spaß, weil der häppchenweise Aufstieg hübsch in abwechslungsreiche Quests verpackt ist, die man sich beim eigenen Berater abholt.  So errichtet man zuerst ein Wohnhaus, danach eine Schmiede oder eine Kaserne, was eine allmähliche Steigerung ausmacht, auch wenn  benötigte Rohstoffe und Bauzeit immer mehr explodieren.  Wer die Quests erfüllt, bekommt eine Goldmine, einen Quell der Heilung oder eine Einheit Ork-Totschläger. Auch die Ziele werden mit der Zeit etwas anspruchsvoller, da ein Riese von den Truppen, die man zu Beginn hat, gar nicht leicht zu besiegen ist. Hier sollte man eine erhöhte Position einnehmen, um von dort auf den Troll zu feuern. Erst wenn er angeschlagen ist, sollte man sich mit allen Nahkämpfern auf ihn stürzen. Schneller als einem lieb ist wird man auch mal überfallen, wenn plötzlich Wargreiter auftauchen. Ein friedlicher Ort ist Mythador also nicht.        

Kommentare

BrandungsFels schrieb am
servus
also ich muss schon zugeben, dass dof nicht gerade ein spiel für personen mit wenig geduld ist :)
aber der punkt mit "kostenpflichtigen booster-downloads" wird meiner meinung nach ein wenig falsch rübergebracht. die "influence points", welche man zB zum beschleunigen der bauarbeiten einsetzen kann, sind ziemlich einfach zu bekommen: pvp duelle - je groesser die armeen, desto mehr punkte ; npc town siege ; quests
ausserdem sind mit ein paar überfaellen auf den normalen battlemaps leicht ein paar mehr goldstuecke zu verdienen (in sssilistra sind auch drachen zu finden - man geht durchschnittlich mit 10k gold aus so einem besuch hervor :) )
ausserdem würde ich gerne jedem interessierten diesen link nahe legen:
http://www.reverieworld.com/forums/show ... asy+friday
vielleicht wäre ein weiterer test zu einem späteren zeitpunkt sinnvoll ^^
-Fels
schrieb am

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