Der Mehrspieler-Modus
Insgesamt acht Spieler dürfen sich in der wunderschönen ANNO-Welt niederlassen - beim Vorgänger war es maximal ein Quartett. Eine Multiplayer-Partie funktioniert sowohl über das lokale Netzwerk als auch über Internet; für Online-Matches muss die Seriennummer an einen ubi.com-Account gebunden werden (ein Key pro Spieler). Ansonsten stellt ihr euch eine Mehrspieler-Partie wie ein Endlosspiel bloß mit echten Mitspielern vor: Ein Chatfenster hilft bei der Kommunikation, Teams können vorab gebildet werden, Computergegner nehmen den Platz freier Spieler-Slots ein und gespeichert werden darf vom Teammitglied errichtete Gebäude wie von Geisterhand auf der Karte erscheinen oder Schiffe, ohne einen eigenen Befehl gegeben zu haben, übers Meer tuckern. Am besten wäre in diesem Sinne, wenn sich die Teilnehmer die Aufgaben aufteilen: Ein Spieler könnte beispielsweise eine Okzident-Stadt aufbauen und der Zweite kümmert sich um die Orientsiedlung. Mit Quests könnten sie sich abwechseln oder gar einen dritten Spieler hinzuziehen, wobei ich größere Teams kaum interessant finde, da die Aufgaben dann zu sehr verteilt bzw. spezialisiert sind und es vor allem am Anfang zu Leerlauf kommen wird. Für zwei Spieler finde ich die Idee hingegen toll, sofern es mit Kommunikation und Absprache klappt.
Ohne Mehrspieler-Szenarien
Was ich bei dem Mehrspieler-Modus vermisse, sind Szenarien. Gerade für die kooperative Variante hätten sich Missionen als Vorlage oder Schnellstart-Alternative angeboten, um die Startzeit zu überbrücken, eine gleiche Ausgangsbasis zu schaffen oder gar individuelle Aufgaben zu lösen (Großangriff; Komplettrenovierung eines maroden Systems; Korsarenplage, etc.). Es hätten wenige Multiplayer-Szenarien gereicht, aber so seid ihr die ganze Zeit im "Endlos-Mehrspieler-Modus" unterwegs.



