Sam & Max 3: Im Theater des Teufels - Test - 4Players.de

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Point&Click-Adventure
Entwickler: Telltale Games
Publisher: Daedalic
Release:
25.10.2011
kein Termin
Spielinfo Bilder Videos

Wo sagen sich eigentlich Hund und Hase gute Nacht? Keine Ahnung, aber wer die beiden mal wieder auf ihren detektivischen Einsätzen begleiten möchte, kann nun zu Sam & Max: Im  Theater des Teufels von Daedalic greifen. In der bislang letzten Staffel geht’s in die Welt des Verbrechens, die man jetzt auch auf Deutsch bereisen kann.



Auf ein letztes Mal!

Dieses Mal verschlägt es das tierische Ermittler-Duo auch in ägyptisches Grab.
Dieses Mal verschlägt es das tierische Ermittler-Duo auch in ägyptisches Grab. Oder was die Macher eben dafür halten! 

Sam und Max müssen auch dieses Mal wieder die Comicwelt vor den üblichen Oberbösewichten retten. In der dritten Staffel der Adventure-Reihe treffen sie u.a. auf einen diktatorischen Affen aus dem All, mächtigen Altvorderen aus dem alten Ägypten und spitzbärtiger Strippenzieher mit Hut. Was führen diese Miesepeter im Schilde? Man kann es in den fünf nicht allzu umfangeichen Episoden Der Straf-Raum, Das Grab von Sammun-Mak, Sie haben Max‘ Gehirn entführt! Jenseits der Puppengasse und Die Stadt, die nicht zu schlafen wagt versuchen rauszufinden. In all diesen Teilen spielt auch die ominöse Spielzeugkiste des Teufels eine Rolle, die sich wie ein roter Faden durch die Staffel zieht. Welche unheimliche Macht steckt in ihr?

Obwohl sich Sam und Max dieses Mal auch außerhalb der unmittelbaren Nachbarschaft rumtreiben, da es auch mal nach Ägypten geht, trifft man wieder auf bekannte Gesichter. So treibt etwa Stinky ihr Unwesen, die einer der Bösewichte glatt für seine Geliebte hält. Flint weist einen ins Handwerk eines echten Privatschnüfflers ein. Und die unvermeidlichen Maulwürfe bilden eine höchst geheime Geheimorganisation, die harmlos erscheint es aber in Wahrheit in sich hat. Highlight der Reihe ist der Ausflug ins Land der Pharaonen, der in schwarz-weiß inszeniert ist. Hier gibt es sogar Anleihen bei H.P. Lovecraft, da eine Götzenstatue am Wegesrand wie Cthulhu aussieht.  Nostalgisch im Film Noir-Stil geht‘s auch zu, wenn Max‘ Gehirn geklaut wird.                   

Gewohnte Puzzles

Obwohl die Rätsel besser gemacht sind, sind sie meist nicht anspruchsvoller als sonst.
Obwohl die Rätsel besser gemacht sind, sind sie meist nicht anspruchsvoller als sonst.

Die Rätsel sind nicht sehr schwer, wie man es von Telltale gewöhnt ist, denn die Macher wollen halt keinem wehtun. Allerdings sind sie dieses Mal teils besser verschaltet, denn gerade im Orient Express muss man schon mal überlegen, was man als nächstes anstellt, um weiter zu kommen. Hier soll es am Ende einen durchgehenden Film ergeben, der am Anfang noch aus einzelnen Rollen besteht, die man beliebig abspielen kann. Zudem spielt auch mal eine Rolle, was man von sich gibt, denn es gibt Dialogrätsel. So muss man etwa die Verdächtigen richtig in die Zange nehmen, um zu erfahren, wo Max‘ Gehirn steckt.

In der Mehrzahl sind es aber wieder leicht lösbare Inventaraufgaben, wo man die richtige Sache am richtigen Ort einsetzt. Allerdings hat Max in dieser Staffel übersinnliche Fähigkeiten, die oft der Schlüssel fürs Weiterkommen sind. Nach und nach lernt man da so bahnbrechende Dinge wie das Teleportieren zu Telefonnummern, das Verwandeln in Knetmasse und das Verstecken in einer Dose. Um dies zu nutzen, muss sich Max in Trance versetzen, richtige Eigenschaft wählen und auf den geeigneten Ort zielen. Da sich diese Einlagen aber in Grenzen halten, verzweifelt man selten daran, die richtige einzusetzen.             

Stilecht übersetzt


Die deutsche Lokalisierung des Bundle bewegt sich auf einem hohen Niveau, das für Daedalic von Lokalisierungen so typisch ist. Der überdrehte Ton des US-Originals wird gut getroffen, da gerade Sandra Schwittau (Stimme von Bart Simpson) als vorlauter Max wieder einen verdammt guten Job macht. Manch eine Nebenrolle überzeugt da weniger, auch wenn es durchweg professionell zur Sache geht. Übersetzungsfehler sind kaum zu finden, so dass der Humor und die Seitenhiebe auch auf Teutonisch zünden. Freilich geht bei der Übersetzung manche Nuance verloren wie etwa der Tourist, der im US-Original eher ein Skandinavier zu sein scheint, auf Deutsch hingegen ist eher nicht genau verortet. So sollte man wenn möglich das englische Original spielen, das auch beiliegt.

Kommentare

Todesglubsch schrieb am
Leider hat man bei der Übersetzung auf Kontinuität mehr oder weniger geschissen und Eigennamen auf englisch belassen, anstatt die deutsche Übersetzung der letzten beiden Staffeln zu nehmen.
So heißt die Computer-Selbsthilfegruppe wieder COPS statt SACK.
Doppelt traurig, da selbst die grausige Übersetzung von Season Two diese Kontinuität beibehalten konnte.
schrieb am

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