Grafik/Sound
Die Grafik macht auf einem modernen System mit aktueller 3D-Grafikkarte richtig Spaß. Die Visualisierung der einzelnen Charaktere (Mannschaft, wie Gegner) ist Ravensoft hervorragend gelungen. Die Animationen sind erstklassig und tragen zu der allgemein sehr hohen atmosphärischen Dichte des Spiels bei. Durch ID-Softwares Q3-Grafikengine war es den Entwicklern möglich, die Voyager und die Raumschiffe der Gegner in einer prima Qualität auf den Bildschirm zu zaubern. Es ist zwar möglich die Einstellungen des Spiels so einzustellen, dass das Spiel auf einem P233 noch einigermaßen läuft, allerdings sollte man um in den vollen Genuss der Grafikpracht zu kommen auf jeden Fall mindestens einen PIII 500 mit einer aktuellen 3D-Grafikkarte sein eigen nennen.
Der Sound ist sehr passend. Es werden überwiegend Soundeffekte und die Musik aus der Serie genutzt. Die Sprachausgabe ist hervorragend synchronisiert (komplett in deutsch und vor allem mit den Original-Synchronstimmen der Fernsehserie!). Die Effekte gehen nie auf die Nerven und es macht Spaß die Zwischensequenzen zu verfolgen, die sehr zu der Atmosphäre des Spiels beitragen. Als besonderes Schmankerl verwöhnt Activison den Spielern die Möglichkeit die Sprachausgabe des Spiels komplett auf englisch umzustellen. Wer schon immer mal wissen wollte, wie sich Seven of Nine im Original anhört, sollte dieses Feature unbedingt ausprobieren. Viele Spieler, die sich wegen der bei Computerspielen häufig schlechten Synchronisationen die teure, aber englische Originalversion kaufen, werden dieses Feature zu schätzen wissen. Und Spieler, denen es etwas schwerer fällt den englischen Originalsprechern zu folgen, haben ferner die Möglichkeit deutsche Untertitel zu der englischen Sprachausgabe einzuschalten.
Multiplayer
Multiplayer-Technisch bietet „Star Trek Voyager - Elite Force“ alles was von einem modernen 3D-Shooter erwartet wird. Von Deathmatch, Capture the Flag bis hin zum Teammatch ist alles enthalten. Multiplayermaps und Spielermodels sind reichhaltig vorhanden. Es ist problemlos möglich über LAN oder über das Internet gegen Freunde, bekannte und unbekannte Gegner zu Spielen. Da auf der Spiele-CD eine aktuelle Version von Gamespy enthalten ist, sollte es leicht fallen einen passenden Server zum Spielen über das Internet zu finden. Vor einer ersten Konfrontation mit menschlichen Gegner sollte man allerdings unbedingt ein Spiel gegen Computerspieler (Bots) auf den Multiplayer Maps machen, da sonst der Frustfaktor bei Einsteigern relativ schnell sehr hoch wird. Dadurch, dass sich Elite Force sehr ähnlich wie Beben 3 spielt, sollte der Schwierigkeitsfaktor auf den „Free-For-All“ Servern relativ hoch sein.
Da auch „Star Trek Voyager - Elite Force“ die Möglichkeit bietet eigene Maps und Models zu entwickeln, sollte es auf den einschlägigen Fansites bald eine ganze Menge Add-Ons und Zusatzsoftware für das Spiel geben, so dass „Star Trek Voyager - Elite Force“ das Zeug dazu hat, ein langes Leben in den Regalen der Händler zu genießen. Leider ist die auf der Verpackung angekündigte offizielle deutsche Voyager-Liga unter http://www.voyager-liga.de bis dato noch nicht zu erreichen.