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 1   2   Fazit   Pro & Kontra   So testet 4Players 


Die Reeperbahn Simulation
Simulation
Entwickler: Grasland
Release:
07.05.2010
Spielinfo Bilder Videos
Ist doch Ehrensache, dass 4Players als Spieleseite aus Hamburg Die Reeperbahn Simulation testet: Da geht einem doch das hanseatische Herz auf, wenn man an Rotlicht und Management denkt! Selbst wenn dieses Spiel reichlich trashig und frivol daher kommt und eigentlich "Die Erben von St. Pauli" heißt. Wir haben jedenfalls keine Kosten und Überwindungen gescheut und uns ins virtuelle Nachtleben der 80er Jahre gestürzt.

Einmal Rotlichtkönig sein

Was ist ein Lude? Ein Typ, der im Rotlichtviertel einer nicht ganz jugendfreien 
Sonnenbrille von Aldi. So stellt man sich nicht mal auf der Reeperbahn und auch nicht in den 80ern einen coolen Typen vor.
Tätigkeit nachgeht. Eher prosaisch ausgedrückt, sorgt der Mann dafür, dass Prostituierte und Freier zueinander finden. Um Prostitution muss man sich als inoffizieller Reeperbahn Manager zwar nicht kümmern, da die hierzulande illegal und somit als Spielinhalt diskreditiert ist, aber man treibt sich auch mal im Sperrbezirk rum, wie es sich für ne echte Kiezgröße gehört. 

Dort kann man sich also mit den vollbusigen Bordsteinschwalben unterhalten, was allerdings keine sonderlich tiefschürfenden Erkenntnisse bringt, da sie eigentlich nur blödes Gewäsch von sich geben. Doch eine Frau muss man bezirzen - die dralle Mona z.B., die einem anfangs gar nicht gewogen ist. Das soll sich ändern, denn man muss das kurvige Blondchen mit allerhand teuren Geschenken auf seine Seite bringen. Nur eines der zu erreichenden Spielziele.

Billige Präsentation

Man tritt also an, um ne große Nummer aufm Kiez zu werden. Dafür gilt es, den etwas üblen Ruf für St. Pauli in die Höhe zu
Auf der Straße steppt der Bär. Genauer sieht die Reeperbahn eher wie ne Modelleisenbahn von St. Pauli aus.
treiben, wofür ein dicker Geldbeutel allein nicht reicht. Man muss sein Lokal in Schuss halten, Schutzgeld erpressen oder anderen Halunken in die Suppe spucken. Es gibt nur einen Spielmodus mit virtuellen Konkurrenten, aber keinerlei Multiplayerfunktion. Immerhin wird man auch in der Kampagne öfters mal sabotiert. Und man kann eine Rockertruppe anheuern, die dann ein Auge auf den Besitz hat. Kommen dann Kakerlaken oder Mäuse geflogen, heißt es trotzdem zunächst blechen. Denn auch auf dem urigen Kiez zählt nur ein Stoff - die liebe Kohle.

Und wie sieht das Ganze aus? Ganz schwach. Von der ultrarealistischen Simulation, die auf der Verpackung suggeriert wird, ist nach Spielstart nichts zu merken. Das merkt man nicht nur am seltsamen Look, der irgendwo zwischen Comic, Modelleisenbahn und Sexheft schwankt und jegliche Authentizität vermissen lässt. Sexy ist das trotz schlüpfriger Ansätze auch nicht, schon eher abtörnend. Bezeichnend ist, dass man seine Tänzerinnen zwar unter der Dusche beobachten kann, was aber in einem total verklemmten Filmchen dargestellt wird. Was soll das? Wichtige Orte wie die Landungsbrücken, die Herbertstraße oder Davidwache kommen zwar vor, sie sind aber nicht wirklich zu erkennen. So sah St. Pauli auch in den 80ern nicht aus, zudem ist vieles schlecht zu finden.

Asche verdienen

Trotz dieser billigen Aufmachung ist die Karriere überraschend anspruchsvoll. Man startet mit 50.000 Mark im Portemonnaie
Mit Kabinen für Matrosen lässt sich ne gute Mark verdienen. Allerdings muss man die Sexfilmchen öfters austauschen.
und einem heruntergekommenen Schuppen, der vor Dreck steht. Eine Peepshow sollte schon zumindest so sauber sein, dass die Hand anlegende Kundschaft nicht gleich krank wird. Daher kann man die Kabinen renovieren, was die Gesamtwertung sogleich steigen lässt. Es ist nämlich eines der Ziele, den besten Laden der Reeperbahn zu haben. Umständlich muss man sich erst ein Büro einrichten, um speichern zu können. Das ist nicht das Einzige, was man erst kostspielig freischalten muss - es gibt auch noch Kabinen mit Sexfilmen, Souvenirstände und Automaten.

Damit die Bude rockt, braucht man auch Personal. Um Männer in die Bude zu locken, heuert man einen Koberer an. Noch unfreiwillig was gelernt: Das sind die Typen, die Männer auf der Straße anhauen, um einen in einen Laden zu locken, wo man freiwillig niemals reingehen würde. Zudem braucht man natürlich auch ein paar Tänzerinnen, die man höchst altmodisch per Anzeige in der St. Pauli-Zeitung bekommt. Das Ganze ist nicht sehr ausgefeilt, da man kaum auf seine Leute achten muss. Die Stripperinnen beklagen sich auch nicht groß, wenn sie stundenlang hintereinander tanzen müssen. Reden ist auch nicht möglich, so dass man nicht weiß, was die Sexarbeiter so denken.
                

Kommentare

  • Sex sells. Auch wenn eigentlich gar keiner drin is. Oder so.
  • wie jetzt .. ne Puffsimulation? WTF? Es ist ja nicht einmal eine Puffsimulation, da Prostitution hierzulande verboten ist. Das heisst es ist nichts..^^ Seit wann ist Prostitution in Deutschland verboten? In jeder Stadt gibt es Puffs und Bordelle. Sollte denen vielleicht mal jemand sagen, hm?  [...] wie jetzt .. ne Puffsimulation? WTF? Es ist ja nicht einmal eine Puffsimulation, da Prostitution hierzulande verboten ist. Das heisst es ist nichts..^^ Seit wann ist Prostitution in Deutschland verboten? In jeder Stadt gibt es Puffs und Bordelle. Sollte denen vielleicht mal jemand sagen, hm? Nein, Prostitution ist nicht verboten.
  • Kennt eigentlich noch jemand "Sex Games" für C64?

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