Jagged Alliance: Back in Action (Strategie) von bitComposer Games und Kalypso Media
Jagged Alliance: Back in Action
Jagged Alliance: Back in Action
Echtzeit-Strategie
Release:
09.02.2012
Spielinfo Bilder Videos
Die alten Söldner sind endlich zurück! Jagged Alliance: Back in Action muss sich als Remake eines der besten Spiele aller Zeiten natürlich mit dem Vorgänger im Geiste messen. Und es ist gerade dieser Vergleich, der die modernisierte Neuauflage verdammt alt aussehen lässt. Wie kann man mit einer ausgezeichneten Vorlage im Rücken so einen Murks entwickeln?

Eine modernisierte Neuauflage?
Video
Im Walkthrough-Video (Cambria) wird das grundlegende Spielprinzip vorgestellt.

Die Fußstapfen, in die Jagged Alliance: Back in Action treten möchte, sind mehrere Nummern zu groß. Einerseits möchte das Spiel ein Remake des Klassikers sein, aber andererseits gelingt es den Entwicklern nicht, genau die Bestandteile beizubehalten, die für die damalige Qualität wichtig waren. Es wurde schlicht und ergreifend an den falschen Inhalten gekürzt, während viele andere Verbesserungen und Modernisierungen schlichtweg schlecht oder unzureichend umgesetzt sind.

Keine Verbesserung: Story-Präsentation

Abgesehen davon, dass Jagged Alliance auf der Verpackung steht und damit natürlich eine gewisse Erwartungshaltung erzeugt wird, verwendet Back in Action auch nahezu alle Inhalte aus dem Klassiker: Gleicher Schauplatz, gleiche Orte, gleiche Story, gleiche Söldner und sogar gleiche NPC-Namen. Auch die grundlegende Geschichte ist abseits einiger marginaler Veränderungen (z.B. beim Auftakt wie in der Vorschau beschrieben) gleich: Der fiktive Staat Arulco muss von der Schreckensherrschaft der Diktatorin Deidranna und ihren Anhängern befreit werden, welche die Zivilbevölkerung bedrohen. Daraufhin werdet ihr tätig.
Etwaige Dialoge mit Auswahloptionen lockern den Spielverlauf etwas auf. Auch wenn die zweite Möglichkeit meistens das Gespräch beendet ...
Etwaige Dialoge mit Auswahloptionen lockern den Spielverlauf etwas auf. Auch wenn die zweite Möglichkeit meistens das Gespräch beendet ...

Das Spiel beginnt damit, dass ihr auf ein Notebook blickt, mehrere schnöde präsentierte E-Mails in Textform lest und dort von dem Befreiungsauftrag erfahrt. Würde ich den Vorgänger nicht kennen, müsste ich die wichtigen ersten Missionsziele in einer öde präsentierten Liste nachlesen. Warum gibt es keinen Ingame-Dialog mit Enrico Chivaldori, sondern nur ein wenig sagendes Render-Intro mit Explosionen, bösen stereotypen Militärs und einem mysteriösen Abkommen? Im späteren Verlauf gibt es ja ähnliche Gespräche, allerdings in genauso langweiligen Dialog-Fenstern mit minimalistischen (meistens zwei) Auswahlmöglichkeiten. Beim Story-Auftakt und der gesamten Präsentation der Geschichte hätte Back in Action locker punkten können, schließlich war der Vorgänger in diesem Belang eher bieder. Doch Chance vertan!

Drastische Vereinfachung: Karte und Söldner

Wie in Jagged Alliance 2 bietet das Spiel zwei große Bereiche: Die Eroberung von Arulco mit dem Management auf der Karte auf der einen, die taktischen Schlachten in den Sektoren mit euren Söldnern auf der anderen Seite. Während die eigentlichen Gefechte durchaus in Ordnung gehen, ist der strategische Kartenmodus nur noch ein Schatten seiner selbst, da viele Handlungsoptionen ersatzlos gestrichen wurden. So kann man keinen eigenen Söldner mehr erstellen und damit entfällt der ebenso kultige wie lustige BSE-Test; zudem ist der Spieler nicht selbst auf dem Schlachtfeld präsent.
Die Umgebungsgrafik geht einigermaßen in Ordnung. Wichtiger ist dennoch: Man kann den Gegnern ansehen, welche Art von Waffe sie bei sich tragen ...
Die Umgebungsgrafik geht einigermaßen in Ordnung. Wichtiger ist dennoch: Man kann den Gegnern ansehen, welche Art von Waffe sie bei sich tragen ...

Stattdessen stellt ihr euer Befreiungsteam aus dem (weitgehend bekannten) großen Repertoire von charismatischen Söldnern zusammen, wobei ihr auf euer Budget und die zahlreichen Fähigkeiten der Mitstreiter Acht geben solltet. Eine Person mit medizinischen Fertigkeiten wäre genauso sinnvoll wie ein Techniker, jedoch kommt ihr mit purer Waffengewalt erstaunlich weit - viel weiter als im Vorgänger. Zusätzlich fällt auf, dass sich Söldner nicht mehr für einen bestimmten Zeitraum anwerben lassen (z.B. für zwei Wochen), sondern nach dem Anfangshonorar nicht mehr regelmäßig bezahlt werden müssen. Ihr kauft sie einfach. Somit ist wieder ein wichtiges Management-Element weggefallen.

Kommentare

  • 55 ? das soll wohl ein schlechter witz sein , ich erwarte keine 80 aber 55 ? Ich Bitte Euch. Das Spiel ist nicht perfekt und ist nichts für Jedermann,aber trotzdem weit weit besser als 55.
  • MrMetapher schrieb:
    Seit gestern ist der zweite Patch draußen - jetzt ist das Spiel das, was man sich erwünscht hätte.
    Vielleicht was die talentlosen Entwickler, respektive der geldgeile Publisher sich gewünscht haben, aber noch keinesfalls, was die Fans  [...]
    MrMetapher schrieb:
    Seit gestern ist der zweite Patch draußen - jetzt ist das Spiel das, was man sich erwünscht hätte.
    Vielleicht was die talentlosen Entwickler, respektive der geldgeile Publisher sich gewünscht haben, aber noch keinesfalls, was die Fans ERWARTEN. Zitat:
    Alle Skeptiker sollten jetzt nochmal reinschauen
    Nö.
  • Glaube die wichtige Frage hier ist einfach: Bietet dieses Remake irgendwas, was besser ist? Ist ein Remake nötig, und bietet das Remake etwas, was JA2 im Original nicht bieten kann? Ein Pseudo-Realtime Kampfsystem mal ausgenommen lese ich immer nur, dass Inhalte FEHLEN, nicht hinzu gekommen sind.  [...] Glaube die wichtige Frage hier ist einfach: Bietet dieses Remake irgendwas, was besser ist? Ist ein Remake nötig, und bietet das Remake etwas, was JA2 im Original nicht bieten kann? Ein Pseudo-Realtime Kampfsystem mal ausgenommen lese ich immer nur, dass Inhalte FEHLEN, nicht hinzu gekommen sind. Ausserdem ist es genau die gleiche Story. Warum sollte man dieses Spiel kaufen, wenn man JA2 im Regal hat? Will mir bisher nicht so ganz einleuchten.

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