Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten - Test, Adventure, PC - 4Players.de

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Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten (Adventure) von Daedalic
Das Schwarze Auge: Satinavs Ketten

Kurz vorm Weihnachtsfest bringt Peter Jackson endlich den Kleinen Hobbit ins Kino. Wer nicht warten mag, kann schon jetzt auf Abenteuerreise gehen. Das Universum des Schwarzen Auges ist natürlich ein anderes, doch die Geschichten ähneln sich: In Satinavs Ketten macht sich ein unerfahrener Jungspund auf in die große weite Fantasy-Welt, um sein abgelegenes Heimat-Örtchen vor einer Krähenplage und einem geheimnisvollen Seher zu bewahren.



Adventure statt Rollenspiel

Video
Der Release-Trailer gibt einen Einblick in die düstere Welt des Schwarzen Auges.
Anders als bisherige DSA-Titel wie Drakensang besitzt das Abenteuer keinerlei Rollenspiel-Anteile. Stattdessen wurde der Hamburger Entwickler Daedalic (Deponia, Harveys Neue Augen) beauftragt, ein klassisches Point-and-Klick-Adventure in der Fantasy-Welt zu erschaffen. Die komplett gezeichnete Kulisse erinnert mit ihren knorrigen Bäumen und hübsch verschnörkelten Details sofort an The Whispered World von Marco Hüllen. Die Ähnlichkeit kommt nicht von ungefähr: Hüllen und ein Teil des alten Teams waren auch diesmal beteiligt.

Das Spiel hält sich laut den Entwicklern zwar strikt an den DSA-Kanon, verlegt die Geschichte aber in einen unbekannteren Teil der Welt – damit auch Neulinge nicht überfordert werden. Das Vorhaben ist geglückt: Für die Hauptfigur Geron aus der Provinz ist der Schauplatz genau so neu wie für mich. Das Abenteuer webt behutsam immer neue Infos in die Geschichte ein. Außerdem macht es den Einstieg leicht, indem es sich nicht mit zu vielen Charakteren verzettelt, sondern sich auf Geron und seinen Auftrag konzentriert.

Schluss mit lustig

Nach dem Tod von Gerons Eltern nahm der eigenbrödlerische Gwinnling das Waisenkind bei sich auf.
Nach dem Tod von Gerons Eltern nahm der eigenbrödlerische Gwinnling das Waisenkind bei sich auf.

Das verschlafene Andergast ist der Startpunkt für seinen Trip. Es lässt sich am ehesten mit einem bayerischen Örtchen im Hochmittelalter vergleichen: Das Fußfolk lebt in einfachen Häuschen und am Straßenrand suhlen sich die Schweine. Als eine Krähenplage über Andergast hereinfällt, ist Schluss mit der ländlichen Idylle. Die von üblen Alpträumen geplagten Bewohner vermuten den Seher hinter der Katastrophe: Er wurde zwar vor vielen Jahren auf dem Scheiterhaufen verbrannt, sagte vorher aber jede Menge Unglücke vorher, welche allesamt eintraten. Zu allem Überfluss bezeichnete er kurz vor seinem Tod Geron als Unglücksbringer, weshalb er im Ort besonders kritisch beäugt wird.

Die lästige Krähenplage ist aber auch eine Chance für den Protagonisten: Als Lehrling eines Vogelfängers und Fallenstellers besitzt er die besten Chancen, gegen den Fluch anzugehen und sich als Retter seiner Heimat zu beweisen. Bei der Bekämpfung der Plage scheint die rätselhafte Fee Nuri eine wichtige Rolle zu spielen. Auf den ersten Blick sieht sie wie ein hübsches Mädchen aus, doch im Verhalten unterscheidet sie sich von den Menschen. Oft spricht sie in Rätseln, handelt impulsiv oder kindlich-naiv, was Geron auf der gefährlichen Reise oft in Schwierigkeiten bringt. In einer Höhle  patscht sie z.B. trotz Verbot gedankenverloren auf einen fragilen Feen-Kristall und bringt dadurch die halbe Decke zum Einsturz. Da sie ihren eigenen Kopf besitzt, ist sie außerdem ein leichtes Opfer für die Fallen der finsteren Kreaturen, welche das Pärchen verfolgen.

 

Video
Der Launch-Trailer gewährt einen kleinen Einblick in den Alltag des lautlosen Killers.

Kommentare

Wulgaru schrieb am
Stimmt, bisher gab es keinen Abschnitt mit mehr als 3 Arealen. Wobei ich schon sagen muss, dass die die Daedalic-Mechanik natürlich immer die gleiche ist, was ich aber auch recht angenehm finde, vor allem den Verzicht auf QTEs. Nicht das die bei sowas wie Telltale nicht spannend wären, aber das passt einfach nicht in diese Spielmechanik. Ich kann daher aber auch nicht verstehen warum die Tests irgendwas über den Schwierigkeitsgrad schreiben. Ich habe die Hinweissysteme fast alle ausgeschaltet, daher gibt es da sogar noch Luft nach oben, aber selbst wenn man keinen Plan hat, ist es ja immer nur Gegenstände aufsammeln und kombinieren.
Steppenwaelder schrieb am
ja, ich find auch das is mit eines der besten daedalic spiele. Hat ne genau richtige Mischung aus ernsten Grundton und Humor. Und ich mag es, dass man in dem Spiel nicht so viel rumlaufen muss wie in anderen Adventures.
Wulgaru schrieb am
Was für ein schönes Spiel. Ich mache um das Schwarze Auge einen großflächigen Bogen, daher habe ich das Spiel jetzt erst entdeckt. Eine richtige Wohlfühl-Fantasy-Geschichte finde ich, auch wenn das Rätseldesign nicht so absurd lustig wie bei anderen Dadalic-Games zu sein scheint und vieles auf Sachen durchprobieren hinausläuft.
Danny1981 schrieb am
Spiel es!
Satinavs Ketten ist ein außerordentlich gutes Adventure und es wird sogar noch getoppt vom Nachfolger!
Bei Satinavs Ketten und Deponia hab ich beides mal den Fehler gemacht 10-20 Minuten zu spielen und es dann beiseite zu legen... im 2. Anlauf hat es dann gefunkt und sowohl Satinavs Ketten mit Memoria in einem Rutsch durchgespielt als auch alle 3 Deponia-Teile :)
James Dean schrieb am
Ich spiele das Spiel gerade zum ersten Mal. Wer ist denn bitte für diese grottigen Animationen verantwortlich? Wird das noch besser? Ich dachte zuerst, ich würde ein Stillleben beobachten und kein P&C-Adventure spielen. Sogar Monkey Island 1 hatte bessere Animationen. Nach The Whispered World hatte ich Hoffnung gehabt, dass die Animationen besser würden, aber dem war nicht so. Da haben ja die Leute nichtmal geblinzelt.
schrieb am

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