Catherine - Test, Geschicklichkeit, PC - 4Players.de

 

Um dieses Feature zu nutzen, musst du
"4Players pur" nutzen:

Du hast schon einen pur-Account? Dann logge dich ein!
Noch kein pur-Nutzer? 4Players pur – Zahl, was du willst!

Hinweis schließen.


Catherine (Geschicklichkeit) von Sega
Kult-Puzzler mit zweitem Frühling
Puzzlegames
Entwickler: Atlus
Publisher: Sega
Release:
10.02.2012
kein Termin
10.02.2012
2019
2019
Jetzt kaufen
ab 15,99€

ab 16,91€
Spielinfo Bilder Videos

Ein Mann. Zwei Frauen. Bindungsängste. Psychische Blockaden, die im wahrsten Sinne des Wortes erklommen werden müssen. Entscheidungen. Konsequenzen. Mystery. Und das alles eingepackt in ein sehenswertes Anime-Artdesign. Catherine brach 2011 mit Konventionen und mischte Genre munter zusammen. Noch bevor in Japan die erweiterte Full-Body-Edition für PS4 erscheint, darf man mit der  Catherine Classic Edition am PC die Puzzle in Angriff nehmen. Wir verraten im Test, ob der überraschend veröffentlichte Titel seinen Charme bewahrt hat.



Die gute alte Zeit

Früher war alles so einfach: Man nahm Bauklötzchen in verschiedenen Formen, ließ sie von oben hinunterfallen und von den Spielern zusammenbasteln, damit sie Linien ergaben, die daraufhin verschwanden und fertig. Oder man nahm Kisten, die verschoben werden mussten, damit ein Ausgang freigelegt wurde. Doch irgendwann reichten diese einfache Aufgabenstellungen nicht mehr. Es wurden Geschichten um das gestrickt, was als Puzzle- oder Geschicklichkeitsspiel auch ohne erzählerischen Hintergrund funktionieren würde. Erfolgreiche Vertreter waren z.B. die PuzzleQuest-Spiele, die das „Match 3“-Prinzip mit Story sowie Rollenspiel verknüpfen. Und natürlich Nintendos Professor Layton, der eigentlich nicht mehr ist als eine Sammlung von Logikspielchen, wie man sie auch auf der Verpackungsrückseite irgendwelcher Frühstück-Cerealien finden kann. The Witness kann man trotz Story-Defizite ebenfalls in dieser Kategorie sehen.

Catherine vermischt Elemente unterschiedlicher Genre auf angenehme sowie unterhaltsame Art und Weise.
Catherine vermischt Elemente unterschiedlicher Genre auf angenehme sowie unterhaltsame Art und Weise.
Mit Atlus‘ Catherine wurde dieses Prinzip vor gut sieben Jahren auf PlayStation 3 sowie Xbox 360 auf ein neues Niveau gebracht. Nicht nur, dass sich Geschichte und Puzzle-Elemente während der gut 15 bis 18 Stunden die Waage halten. Die Erzählung mit ihren erwachsenen Themen wie Beziehungsängsten oder Fremdgehen ist sehr tiefschichtig und bietet darüber hinaus sogar subtile Möglichkeiten, den Fortgang bis hin zu den multiplen Enden zu gestalten. Den Fortgang „zu steuern“ würde ich in diesem Fall allerdings weiterhin für eine vermessene Beschreibung halten, denn häufig scheinen es nebensächliche Kleinigkeiten zu sein, die den Ausschlag geben: Personen, mit denen man redet (oder auch nicht) bzw. Antworten, die man gibt (oder auch nicht). Und gerade das macht einen der Reize aus: Man kann die Geschichte auf sich wirken lassen und fällt dabei oftmals geradezu beiläufig oder unbewusst Entscheidungen, ohne dass man mit dem Holzhammer darauf gestoßen wird.

Midlife-Cheater


Doch worum geht es? Der Software-Entwickler Vincent (32) steckt seit mehreren Jahren in einer festen Beziehung mit der leicht oberlehrerhaft wirkenden, aber mit beiden Beinen fest im Leben verwurzelten sowie willensstarken Katherine (ja, mit „K“). Alles läuft gut, bis sie ihn auf eine engere Bindung, oder genauer: den Austausch von Eheringen und Gelübden anspricht. Vincent kriegt Panik, denn er weiß nicht, ob er für eine derart feste Beziehung bereit ist. Bei seinen allabendlichen Treffen mit seinen ebenfalls in unterschiedlichem Beziehungsstress stehenden Kumpels (Polygamie, Jungfrau etc.) in der Pizzakneipe
Das Anime-Design hat sich dem Zahn der Zeit eindrucksvoll widersetzt.
Das Anime-Design hat sich dem Zahn der Zeit eindrucksvoll widersetzt.
„Stray Sheep“ (das verlorene Schaf, Anm. d. Red.) findet er kein Verständnis für seine Situation, so dass er wie so oft seine Emotionen und inneren Stimmen mit Alkohol zu betäuben versucht.

Die Situation eskaliert, als er im Stray Sheep von einer üppig gebauten, lebensfrohen, offenen sowie nur leicht bekleideten jungen Dame angesprochen wird, die sich als Catherine (mit „C“) vorstellt. In der darauffolgenden Nacht hat er Albträume und als er neben Catherine in seinem Bett aufwacht, gehen die Probleme erst los. Wie soll er das Katherine erklären – vor allem auch, da sie ihm offenbart, dass sie schwanger ist? Dass zudem in der ganzen Stadt auf einmal Tote mit merkwürdig verzerrten Gesichtern aufgefunden werden und ein Gerücht von einem Fluch die Runde macht, der Männer bestraft, die ihre Partnerin betrügen, macht die Sache nicht leichter. Und die Erwähnung eines Mythos, nach dem man in der Realität stirbt, wenn man in einem Albtraum fällt und nicht aufwacht, bevor man auf dem harten Boden der Tatsachen landet, tut ihr Übriges, um Vincent in einen Strudel aus Ängsten zu ziehen.


 

Kommentare

JuJuManiac schrieb am
Also mir gefallen schon sehr viele japanische Geschichten und Spiele und auch die Klischee Charaktere darin. Ich fand es nur auch typisch für japanische Geschichten, diese Charaktere eben trotz ihrer Klischees ordentlich und ausführlich vorzustellen. Catherine hat sich dafür nicht die nötige Zeit genommen das aufzubauen. Ich bin in der Story schon 4 Tage dabei jede Nacht um mein Leben zu kämpfen für eine Beziehung und eine Affäre, die nicht richtig eingeführt wurden.
Katherine hat bisher nur Zeit dafür bekommen Vincent von oben herab zu behandeln und noch keinen einzigen sympathischen Zug gezeigt, der Vincents Zuneigung zu ihr erklärt und mit Catherine hat man ja nicht einmal gesehen, wie es überhaupt zu der initialen Sympathie kam, die zum Sex führte. Sie liegt halt morgens immer da rum und guckt süß, obwohl man Abends irgendwie alleine ins Bett geht. Außer ihrem Namen und ihrer Veranlagung zu heftiger Eifersucht, weiß ich praktisch noch gar nichts über sie.
Das stört mich am Ende wohl noch mehr, als das Vincent auf jede Kleinigkeit mit einem Gesicht reagiert, wie ich es ziehen würde, wenn ich gerade ein kleines Kind mit meinem Auto angefahren hätte. ;)
Die langweiligen Freunde, drögen Barbesucher und unzähligen belanglosen Schafe in den Träumen haben mehr Dialogzeilen, als die Damen und die Beziehung zu ihnen, um die sich das Spiel dreht. Dadurch geht mir bisher die Grundfrage ob sich Fremdgehen "lohnt" völlig ab. So wie Vincents Zeit mit beiden Frauen bisher dargestellt wurde, kann ich weder seine Faszination für die eine, noch die andere verstehen. Ansonsten wäre es für mich motivierender dem Loser Vincent dabei zu helfen, sich da irgendwie durch zu navigieren, hehe.
Persona 5 vom selben Macher, das ich gerade auf der Playstation spiele, führt seine Charaktere deutlich besser ein. Sie bekommen mehr Zeit und obwohl da auch jede Menge...
Kant ist tot! schrieb am
JuJuManiac hat geschrieben: ?
15.01.2019 12:59
Ich habe mir das Spiel für PC geholt, weil mich die erwachsene Thematik angesprochen hat. Leider finde ich den Protagonist auch zu kindisch und schwächlich. Ich bin jetzt am 4. Tag und habe nicht das Gefühl irgendeine irgendwie richtungsweisende Entscheidung getroffen zu haben. In den fast vollständig gescripteten Dialogen und Ereignissen, benimmt sich Vincent (der Protagonist) leider wie ein 14 Jähriger und absolut nicht wie ein Erwachsener. Man spielt im Endeffekt einen sehr unreifen Jungen, der vor allem Panik schiebt und das Gefühl hat sich vor anderen rechtfertigen zu müssen, nicht einen 32 alten Mann.
Ich verstehe das die Affäre wohl geheim bleiben muss, damit das Spiel seine Story erzählen kann, aber mir geht mittlerweile jedes Identifikationspotential mit der Hauptfigur flöten. Man kann nicht selbst entscheiden, ob man die Geliebte jetzt zu sich ruft und weiter machen will, oder nicht. Man kann nicht entscheiden, wie man wirklich zu der Schwangerschaft steht. Man kann sich nur wie ein 12 Jähriger von seiner Freundin herumschubsen lassen und Vincent schwitzt sich die ganze Zeit einen, als sei er auf Steroiden. Die Szenen mit Catherine sind zu kurz, als dass man eine Bindung aufbauen könnte. Die mit Katherine lassen nicht verstehen, wieso Vincent überhaupt mit ihr zusammen ist, sie hat noch keinen einzigen liebenswerten Charakterzug gezeigt bisher.
Stand jetzt würde ich Katherine gerne sagen, dass es aus ist, da die Beziehung und ihr Charakter super unattraktiv dargestellt wird. So richtig hingezogen fühle ich mich zu Catherine, aber auch nicht, da sie im Endeffekt nur eine erotischere Variante von Katherine zu sein scheint, aber...
Kant ist tot! schrieb am
Rachlust hat geschrieben: ?
14.01.2019 15:15
Und das Spiel soll tatsächlich gut sein?
Ich habe es damals registriert das es existiert, mich jedoch nie mit beschäftigt da mir das Ingame zu sehr Kindergarten war.
Nun die PC Fassung und man hört nur geschwärme. Ganz ehrlich würde ich es nur spielen, in der Hoffnung, dass man Catherine Nackt sieht :p
Oder ist das ein Spiel wie Persona 5 was brutal gehypte wird aber für normal denkende Menschen einfach nur langweiliger Alltagssimulator ist?
Habe mir auch vorhin kurz einen IGN Videotest angesehen und auch da "Catherine hui" "Puzzleinlagen WTF"
Deinen Ausführungen folgend würde ich dir von dem Spiel abraten. Nacktszenen habe ich keine im Kopf. Wahrscheinlich würdest du es tatsächlich als Alltagssimulator empfinden. Es sind keine Puzzleinlagen, das ganze Gameplay des Spiels ist ein Puzzler, bis auf den Story-Teil eben.
Ryo Hazuki schrieb am
passend zum Re Release ist das Spiel in Xbox Store für 5? habe es mir gestern geholt, wusste gar nicht das es dies auf 360 gab und habe es auf der One angefangen, ich mag das Atlus Artdesign und die Geschichte gefällt mir bis jetzt. Ich würde mir auch einen Persona Teil wünschen :)
Rachlust schrieb am
Levi  hat geschrieben: ?
15.01.2019 08:39
Rachlust hat geschrieben: ?
14.01.2019 15:15
Und das Spiel soll tatsächlich gut sein?
Ich habe es damals registriert das es existiert, mich jedoch nie mit beschäftigt da mir das Ingame zu sehr Kindergarten war.
Inwiefern Kindergarten?
Das Spiel könnte mit seiner eigentlichen Thematik kaum Erwachsener sein. Es spielt mit der Frage: freies ungezwungenes Leben oder eine feste Beziehung mit Verpflichtungen...
Also zumindest mir hat es damals einen angenehmen Spiegel vor das Gesicht gehalten.
Kindergarten in dem Sinne von diesem japanischen Comedy Charakter. JuJuManiac hat es hier auch schon mehrfach angesprochen. Scheint wirklich leide rnur wieder was für Japan Fans zu sein da es extrem kindisch wirkt.
Evtl kauf ich es später mitd er Option auf Refund um mal selbst anschauen zu können was da released wurde.
schrieb am

Catherine
Ab 15.99€
Jetzt kaufen